Nachmittagswanderung auf den Schafläger

geschrieben von Susanne am 20. Oktober 2021 um 22.10 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Den Vormittag verbringen wir Haus- und Schreibtischarbeiten erledigend zu Hause, nachmittags wandern wir auf den über Schmitten thronenden Schafläger. Diesen Gipfel besuchten wir im August 2019 während eines Kurzaufenthalts in Lenz das erste Mal: Wanderung auf den Guggernellgrat (Schafläger). Von Schmitten aus sind sowohl der Schafläger (Bildmitte) als auch der Guggernell gut zu sehen:

Der über Acla und Zaplina führende Aufstieg kommt mir heute ziemlich beschwerlich vor. Besonders die 500 Höhenmeter von Zaplina über die Grasflächen von Parnedi ziehen sich gefühlt endlos dahin:

Hier wird das Gelände felsiger, aber der Gipfel scheint immer noch in weiter, weiter Ferne zu sein:

Ich schaue daher lieber nicht mehr in die Ferne, sondern auf den Boden und bewundere die Pflanzenmandalas zu meinen Füßen:

Die beiden Pflanzen gehören zur Gattung Sempervivum, was so viel wie „immer lebend“ bedeutet. Hier hebe ich meinen Blick wieder und bin über die Aussicht sehr erfreut:

Kein Gras mehr, nur noch Felsen, welch ein Vergnügen: :sonne:

Allerdings ein ziemlich kaltes Vergnügen, ich habe mittlerweile sowohl Jacke als auch Stirnband und Handschuhe an. Zudem weht ein heftiger Wind. Ein Blick in die Tiefe auf den Eingangsbreich der Schmittner Erzgruben:

Die Schlüsselstelle, eine Platte, die man umgehen kann, wenn man will:

Wir wollen drüber klettern oder besser gesagt, drüber krabbeln! Die letzten Meter zum Gipfel können wir dann wieder in aufrechter Haltung zurücklegen:

Das Gipfelkreuz stand bei unserem letzten Besuch noch nicht, Richtung Norden ist links vom Kreuz das 2653 Meter hohe Aroser Weisshorn mit der Bergstation der Bahn zu sehen:

Der Blick Richtung Osten:

Der Südosten:

Im Süden liegen die Bergüner Stöcke, im Westen Lenzer Horn, Pizza Naira und Aroser Rothorn:

Der Stern schwebt über den Viertausendern Finsteraarhorn und Jungfrau. Wir genießen das Gipfelpanorama nicht allzu lange, denn über dem Gipfel weht ein eisiger Wind. Ich habe mittlerweile nicht nur eine Jacke, sondern auch Stirnband und Handschuhe angezogen. Beim Abstieg umgehen wir die Platten und kehren anschließend wieder auf den Grat zurück:

Gratwanderung mit Blick auf die Bergüner Stöcke:

Über das grasige Gelände von Parnedi, oben in der Bildmitte ist der Piz Bernina mit Biancograt, rechts der Bildmitte Schmitten zu sehen:

Fünf Stunden und fünfzehn Minuten nach Beginn unserer Tour sind wir wieder in Schmitten. In dieser Zeit haben wir gut 12 Kilometer und rund 1500 Höhenmeter zurückgelegt. Kein Wunder, dass ich k.o. bin! Die Energie reicht gerade noch für ein paar Dehnungsübungen, dann geht es auch schon ans Abendessen. So sieht mein heutiger Speiseplan aus:

  • 9.20 Uhr: 670 Gramm Trauben „Italia“
  • 12.10Uhr: 150 Gramm Feldsalat, 170 Gramm Avocado „Hass“
  • 19.45 Uhr: 30 Gramm Zwiebel, 190 Gramm Endiviensalat, 230 Gramm Krachsalat, 340 Gramm Avocados „Hass“, 210 Gramm Kohlrabi

PS: Ein Blütengruss zum Schluss:

Gruss und Schluss, hier passt die in der Schweiz übliche Rechtschreibung ohne Eszett besser!

Nachtrag vom 27.10.2021: Das Video zur Tour:

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Diese Seite wurde zuletzt am 27. Oktober 2021 um 13.28 Uhr GMT geändert.