Trau dich

geschrieben von Susanne am 5. Januar 2016 um 23.34 Uhr
Kategorie: Ernährung, Spirituelles, Wie ich zur Rohkost kam
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Der schlimmste Stress mit dem Zahn war vorbei. Allerdings war ich körperlich noch nicht allzu fit. Deshalb hatte ich heute genug Zeit und Muße, die Geschichte “Wie ich zur Rohkost kam” weiterzuerzählen:

Wie ich zur Rohkost kam – Teil 4

Die Tage nach der Rückkehr aus Bayern verliefen erst einmal ganz “normal”: Ich kümmerte mich um Haushalt und Kinder, mein Lebensgefährte fuhr morgens zu seiner Arbeitsstelle und kehrte abends müde und genervt wieder nach Hause zurück. Nach dem Besuch des homöopathischen Kindertherapie-Zentrums war ich allerdings zuversichtlich, dass sich an dieser zwar “normalen”, aber doch reichlich unbefriedigenden, familiären Situation bald etwas ändern würde.

Nach ein paar Tagen trafen die homöopathischen Mittel ein, weiße Kügelchen in vier kleinen Glasröhrchen, beschriftet mit den Namen der Mittel und den Namen derjenigen, für die das Mittel bestimmt war: Ignatia für unseren Sohn, Pulsatilla für meine Tochter, Nux vomica für meinen Partner und Sana für mich. Während ich von den drei ersten Mitteln Beschreibungen in homöopathischen Büchern fand, fand ich über Sana nichts. Das Mittel schien nicht zu existieren. “Sana” kam aus dem Lateinischen und hieß “gesund”. Hieß das, dass sie mir ein Placebo geschickt hatten?

Viel Zeit darüber nachzudenken hatte ich in der nächsten Zeit allerdings nicht. Mein Partner hatte einen Arbeitsvertrag mit einer Consulting-Firma unterschrieben und wir würden schon bald in die Schweiz, genauer gesagt in die Nähe von Basel ziehen. Der Arbeitsvertrag war, wie bei Consulting-Verträgen üblich, zeitlich begrenzt. Es hieß aber, dass es kein Problem wäre, den Vertrag anschließend zu verlängern. Das Gehalt war üppig und es sah so aus, als ob wir dadurch schon bald den Traum vom eigenen Haus verwirklichen konnten.

Eine Wohnung hatten wir, da wir nicht auf den Mietpreis achten mussten, schnell gefunden. Ich hatte so viel mit der Organisation des Umzugs zu tun, dass ich nicht allzu sehr ins Grübeln kam und erst einmal auf dem Boden der Tatsachen blieb. Meine Ernährung hatte ich inzwischen weiter verändert: Es gab oft Salate, vor allem Blattsalate mit zahlreichen Zutaten wie Gurken, Tomaten, Oliven sowie Sprossen und sehr viel frisches Obst. Tierische Lebensmittel standen nicht mehr auf meinem Speiseplan. Ich war vegan geworden, der Begriff war mir damals allerdings unbekannt.

Das Grübeln fing erst wieder an, als wir unser neues Heim bezogen hatten: Wir lebten jetzt in einer wunderschönen Wohnung in einem Neubau am Rande eines Naturschutzgebietes und ich hatte hier wieder genug Muße, die Bewegungs-Übungen, die ich aufgrund des Umzugs vernachlässigt hatte, regelmäßig fortzusetzen. Und so kamen meine Gehirnzellen erneut in Schwung. Ich grübelte zum Beispiel darüber nach, was denn tatsächlich auf den Speiseplan eines Menschen gehörte, denn ganz zufrieden war ich mit meiner Kost noch nicht. Einen Hinweis, in welche Richtung es gehen könnte, bekam ich durch eine Schweizerin, die ich mittlerweile schätzen gelernt hatte. Sie empfahl mir das Buch: “Willst du gesund sein, vergiss den Kochtopf!” von Helmut Wandmaker. Nach dem Lesen des Buches aß ich weniger Salate und verzehrte stattdessen die Lebensmittel lieber mono.

Mein Partner ging unterdessen vollständig in seiner neuen Arbeit auf und war bedeutend friedlicher als früher. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass sich sein Denken, d.h. seine Sicht der Dinge auf Gott und die Welt, nach der Einnahme des Mittels grundlegend geändert hatte. Immer noch vermisste ich also jemanden, mit dem ich über meine Erlebnisse offen reden konnte. Außerdem ging ich der Frage nach, was das Mittel “Sana” zu bedeuten hatte. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, rief ich immer wieder im homöopathischen Therapiezentrum an und hatte jedes Mal Josef am Apparat, der mir zwar keine Auskunft über das Mittel “Sana” geben konnte oder wollte, aber immer bereit war, mit mir über Gott und die Welt zu sprechen. Und da hatte ich aufgrund meiner Erlebnisse sehr großen Gesprächsbedarf.

Ich hatte endlich jemanden gefunden, der mir zuhörte, der auch dann keine kritischen Bemerkungen machte, wenn ich zum Beispiel über das Phänomen “Zeit” redete und wie man darin herumreisen konnte. Im Gegenteil, er konnte mir sogar Bücher empfehlen, in denen ich manch eine meiner Ideen wiederfand. Irgendwann fragte er mich, ob ich einen Guru hätte. “Nein”, antwortete ich. “Gurus braucht man nicht. Wenn man offen ist, kommt das Wissen auch ohne einen Guru zu einem.” Außerdem meinte er, ich sollte über meine Erkenntnisse ein Buch schreiben. “Warum?”, fragte ich. “Es steht doch schon alles geschrieben.” Dann sollte ich halt Interessierten Bücher empfehlen. Das konnte ich mir schon eher vorstellen und machte das auch bis heute gerne!

Irgendwann kam das, was kommen musste, ich verliebte mich in meinen Gesprächspartner. Einen kleinen Funken hatte es schon bei unserer ersten Begegnung im homöopathischen Therapiezentrum gegeben, als sich unsere Augen trafen. Mit der Zeit wurde das Feuer in meinem Herzen immer größer und ich rutschte wieder in eine Art Traumwelt. Alles, aber auch alles in meiner Umgebung wies darauf hin, dass er der “Richtige” war, der Mann, mit dem ich sogar ein traditionelles Ehegelöbnis austauschen konnte:

Ich nehme dich zu meine(m/r) angetrauten Mann (Frau), ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens, in guten und in schlechten Zeiten, in Gesundheit und Krankheit. Bis dass der Tod uns scheidet. Trage diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes – Amen.

Das hatte ich bisher nicht gemacht, obwohl ich mir das immer gewünscht hatte. Es hätte nicht in einer Kirche mit dem Segen eines Pfarrers stattfinden müssen, ich war ja schon lange aus der Kirche ausgetreten. Aber der symbolische Akt als solcher hat mich schon immer fasziniert. Vielleicht, weil mir meine Eltern zeigten, wie solch ein Gelöbnis im Alltag aussehen konnte: Sie waren bis heute trotz Krisen ein Herz und eine Seele. Mit meinem langjährigen Lebensgefährten hatte ich dieses Gelöbnis nie eingehen wollen. Er hatte mit den Themen “Gott” oder “Religion” im Gegensatz zu Josef, der tief gläubig war, sowieso nichts am Hut.

Da ich ein Mensch war und bin, der es mit der Wahrheit sehr genau nahm, konnte ich mein Gefühlsleben nicht für mich behalten und bald wussten alle Beteiligten Bescheid. Es gab daraufhin nicht nur Gespräche zwischen mir und meinem Lebensgefährten, sondern auch zwischen meinem Lebensgefährten und meinem “Traummann” sowie der Leiterin des homöopathischen Therapie-Zentrums, Eva-Maria. Um mich auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen, wurde für mich ein Behandlungstermin vereinbart, bei dem dieses Mal nicht Josef, sondern eine seit langem praktizierende Kollegin dabei sein würde.

Irgendwann saß ich dann also zwei gestandenen bayrischen Weibsbildern gegenüber und erzählte ihnen meine Geschichte und wie es dazu gekommen war, dass ich mich in Josef verliebt hatte. Meine Geschichte hörte sich für die beiden wohl ganz logisch an, es kam ein nettes Gespräch unter Frauen zustande, in dessen Verlauf Eva-Maria mich fragte, ob ich denn wirklich einen Esel gegen den anderen eintauschen wollte. Nun, gerade das wollte ich eigentlich nicht!

Dieses Mal verordneten sie mir nicht “Sana”, das war wirklich nur ein Placebo gewesen, sondern Sepia. Kurze Zeit nach der Einnahme kam ich wirklich auf den Boden der Tatsachen zurück: Ich träumte nicht nur, sondern setzte meinen Traum in die Tat um: Da mein Herz mich nach Bayern zog, packte ich einen Koffer mit meinen und den Sachen meiner beiden Kinder und fuhr mit dem Zug nach Siegsdorf, einem Dorf in der Nähe von Josefs und Eva-Marias Wohnort. Ein nettes Erlebnis während der Bahnfahrt: Ein Mitreisender sprach mich an und meinte, dass es wunderbar wäre, wieviel Ruhe ich ausstrahlen würde und wie lieb meine Kinder wären.

In Siegsdorf bzw. einem kleines Ort in der Nähe, hatte ich ein Ferienhaus für uns gemietet. Mein Lebensgefährte war damit einverstanden, wohl auch, weil ihm sowohl Josef wie auch Eva-Maria mitgeteilt hatten, dass sich mein Zustand sicherlich schon bald bessern würde. Nun, mein Zustand besserte sich, aber nicht auf die Art und Weise, wie er es erwartet hatte. Wie jedem, der den Weg seines Herzens ging, öffneten sich nämlich in dem Ferienort alle Türen für mich und innerhalb von zwei Tagen hatte ich nicht nur eine neue Wohnung, sondern auch eine Arbeit gefunden.

:stern: :stern: :stern:

So weit meine Geschichte für heute und zurück zu den aktuellen Geschehnissen: An Schlaf war heute Nacht nicht zu denken. Ich war hellwach, ein Zeichen, dass die Leber heftig am Arbeiten war. Gegen 6.00 Uhr trat erstmals seit drei Tagen das Bedürfnis nach Nahrung auf, dem ich in Form von 60 Gramm Grapefruit nachging. Nach der Mahlzeit fand ich dann endlich Ruhe und schlief bis um 9.00 Uhr. Um diese Uhrzeit wurde ich durch ein Klingeln an der Haustür geweckt: Es war der Bote eines Paketdienstes, der mich aus dem Schlafe holte und das Paket eines Rohkostversenders lieferte.

Einschlafen konnte ich danach erst einmal nicht mehr und setzte mich deshalb an den PC und schrieb an meiner Geschichte. Um kurz nach 11.00 Uhr kam wieder Hunger auf, dieses Mal gab es 220 Gramm Kaki der Sorte “Apfel”. Einen weiteren, wenn auch nur kleinen Teil der Nachtruhe konnte ich zwischen 14.00 und 15.00 Uhr nachholen. Nach dem einstündigen Schlaf fühlte ich mich trotzdem sehr gut erholt.

Die Schwellung meiner Backe war weiter auf dem Rückzug. Trotzdem nahm ich um 16.30 Uhr einen Termin bei meiner Kinesiologin wahr, den ich gestern vorsichtshalber abgemacht hatte. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass das gestern anvisierte Ziel “Frieden” schon erreicht war. Dem war wirklich so und das neue war ebenso schnell gefunden wie das gestrige. Es lautet “Trau dich”. Die Blockade lag dieses Mal in einem anderen Leben. Außerdem hatte ich einen Glaubenssatz gespeichert: Geld ist Macht, d.h. jeder, der viel Geld hatte, hatte auch viel Macht. Dieser Glaubenssatz war für mich gerade zum jetzigen Zeitpunkt denkbar ungünstig, denn mein Geld wurde immer weniger. Und das würde dann ja bedeuten, dass ich immer mehr an Macht verlöre. Es war also höchste Zeit, diesen Glaubenssatz sterben zu lassen!

Nach der Durchführung einer Balance hatten wir noch Zeit für eine Fußreflexzonenmassage, um die Entgiftung weiter voranzutreiben. Auch für morgen vereinbarten wir einen Termin und am Donnerstag konnte dann hoffentlich die Schulmedizin zur Tat schreiten und den toten Zahn entfernen. Meine Erkenntnis aus der Geschichte: Wenn ich den Zahn zusammen mit den anderen vier toten Zähnen hätte ziehen lassen, wäre mir viel Leid erspart geblieben. Ich wusste nicht, warum ich ausgerechnet an diesem Zahn so hing. So sehr, dass ich sogar Warnungen in Form von Schmerzen ignorierte und wie damals, als ich sämtliche Warnungen in Bezug auf vegane Ernährung missachtete, erst überaus leidvolle Erfahrungen mich zu der Einsicht bringen konnten, dass es so nicht ging.

Aber vielleicht sah ich schon morgen klarer. Meine Kinesiologin wollte nämlich Informationen über die Bedeutung der Zähne mitbringen und falls dann noch etwas unklar sein sollte, konnten wir es sicherlich mit Hilfe der Kinesiologie auflösen. 220 Gramm Grapefruit bildeten um 20.00 Uhr die letzte Mahlzeit des Tages. Ich aß dieses Mal das sehr dicke weiße Zitrusfleisch mit besonderem Appetit und ließ nur die äußerste Schale übrig.

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Ralph
4 Jahre zuvor

Meine Kinesiologin will nämlich Informationen über die Bedeutung der Zähne mitbringen

Habe grad mal in das Buch “Zahngeflüster – Die Zähne, Spiegelbild deiner Seele” von Dirk Schreckenbach geschaut. Seltsamerweis steht in Abbildung 69 (S116) in meiner Ausgabe nichts an den Pfeilen für den 35er und den 45er … ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Generell scheint es bei den zweiten Prämolaren aber wohl um Kreativität / “Ich will schaffen” zu gehen … Abbildung 70 sagt: “Zahn 45 = Konkrete Ausführung unserer Päne, insbesondere beruflich” … Nachtigall, ick hör dir trapsen …

LG, Ralph

Diese Seite wurde zuletzt am 11. Februar 2018 um 18.26 Uhr GMT geändert.