Silvester mit Zahnschmerzen

geschrieben von Susanne am 31. Dezember 2015 um 23.59 Uhr
Kategorie: Ernährung
(5) Kommentare
   
   
   

Das fette Lammfleisch schmeckte genial, ohne Frage. Aber was danach kam, war die Hölle. Noch während der Mahlzeit machten sich leichte Zahnschmerzen bemerkbar. Das war nichts Ungewöhnliches, denn es kam immer mal wieder vor. Es betraf meist einen Zahn im Unterkiefer, die Schmerzen verschwanden nach der Mahlzeit wieder und alles war gut. Nicht so dieses Mal. Die Schmerzen wurden stärker und stärker, an eine Nachtruhe war nicht zu denken. Erst gegen 6 Uhr schlief ich, als die Schmerzen etwas nachließen, für etwa eine Stunde ein, nur um danach wieder kerzengerade im Bett zu sitzen.

Auch tagsüber wurde es nicht besser. Weder Spülungen mit Salzwasser, noch Propolis halfen weiter. Eine kurze Besserung brachte nur ein Spaziergang gegen 15 Uhr, während dem ich einige Hagebutten aß. Zurück zu Hause verzehrte ich zwei Stunden später 200 Gramm Kohlrabi. Auch danach ging es besser, ebenso nach einer Mahlzeit mit 150 Gramm Yacon, die um 19.00 Uhr stattfand. Um 22.00 Uhr beschloss ich dann zu schauen, ob eine Mahlzeit mit Fleisch vom Reh ebenfalls Erleichterung verschaffte und aß gut 400 Gramm. Während und kurz nach der Mahlzeit ließ der Schmerz tatsächlich nach, nur um nachher mit aller Intensität wiederzukommen.

Ein Anruf meiner Mutter lenkte mich ein weiteres Mal ab: Ein Onkel von mir war von seinem jahrelangen Leiden endlich erlöst worden. Eine amyotrophe Lateralsklerose hatte ihm und seiner Frau die letzten Jahre das Leben schwer gemacht. Auch wenn der Tod oftmals ein ungebetener Überraschungsgast ist, in diesem Fall war er von Herzen willkommen. Nach dem Telefongespräch wurden meine Schmerzen unerträglich, so dass ich Guidos Rat folgte und mir aus seiner Hausapotheke Schmerzmittel holen ließ. Tränen liefen über mein Gesicht, nicht nur vor Schmerzen, sondern auch aus Frustration darüber, sie nicht ohne Hilfsmittel in den Griff zu bekommen. Am liebsten wäre ich meinem Onkel gefolgt! Kurz vor Mitternacht ließ der Schmerz wieder nach, so dass ich vorerst keine Tabletten nahm. Auch das in den letzten Minuten des Jahres beginnende Feuerwerk lenkte ein bisschen ab, so dass ich die Tabletten bis zur letzten Minute dieses Jahres unbenutzt in meinen Händen hielt.

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Manfred
5 Jahre zuvor

Nach mei­ner ei­ge­nen Er­fah­rung kom­men (im Zu­sam­men­hang mit In­stink­ti­ver Er­näh­rung) Zahn­schmer­zen stets nur noch dann vor, wenn die Sü­ßes und Fett- bzw· Pro­te­ïn­rei­ches nicht strikt ein­zeln ver­daut wer­den (weil z·B· die Eſs­pau­sen zwi­schen den ein­zel­nen Nah­rungs­grup­pen nicht lang ge­nug sind. Da hilft nach mei­ner Auf­fas­sung auch kei­ne Mund­du­sche. Als be­son­ders fa­tal hat sich man­gel­haf­te Tren­nung von kon­zen­trier­tem Zuc̍­ker (Dat­teln, Ho­nig) und (tie­ri­schem) Fett bzw· Pro­te­ïn er­wie­sen. Das hört sich zwar ziem­lich theo­re­tisch an, ent­spricht aber voll mei­ner (und wohl auch an­der­wei­ti­ger) Er­fah­rungs­pra­xis. Falls mein Ver­zehr­trieb zu un­ge­dul­dig wird, grei­fe ich zu neu­tra­lem Blatt- und Sten­gel­ge­mü­se. In wil­der Na­tur, wo es… Weiterlesen »

Tatjana
5 Jahre zuvor

Liebe Susanne, ich war angenehm überrascht über dein Blog! Bin gerade beim Lesen, stehen viele interessante Sachen hier! Was ich besonderes toll finde, daß Du ehrlich schreibst, WAS und WIE VIEL Du iss. Man vergleicht ja gerne, was andere alles so essen…

Manfred
5 Jahre zuvor

die Kom­bi­na­ti­on von Fleisch oder tie­ri­schem Fett mit pflanz­li­chen Pro­teï­nen oder pflanz­li­chen Fet­ten ist auch mir eher un­be­kömm­lich. Sie ver­ur­sacht mir z·B· un­an­ge­neh­mes Auf­sto­ßen. ____Dies liegt si­cher­lich dar­an, daſs vie­le Nuſs­ar­ten An­tei­le von Zuc̍­ker ent­hal­ten. Und vor der Kom­bi­na­ti­on von Fleisch bzw· tie­ri­schem Fett mit Zuc̍­ker­hal­ti­gem (ein­schl· Nüsse) schrec̍­ke ich auch mit Rück­sicht auf die Zäh­ne zu­rück. Über­haupt hal­te ich es für sehr vor­teils­haft, le­dig­lich ein ein­zi­ges Fett- bzw· Pro­te­ïn-Le­bens­mit­tel zu ver­dau­en. Auch G·C hat­te dies mal so an­ge­ra­ten. ____Le­dig­lich von Blatt- und Sten­gel­ge­mü­sen ver­daue ich hem­mungs­los meh­re­re gleich­zei­tig. Aber be­reits das Ver­dau­en meh­re­rer Ar­ten Süß­obst ver­mei­ds ich weit­ge­hend. Und… Weiterlesen »

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