Fettes Lammfleisch statt Bergkäse

geschrieben von Susanne am 30. Dezember 2015 um 23.44 Uhr
Kategorie: Ernährung
(5) Kommentare
   
   
   

Heute Vormittag ging es wieder zurück nach Mertesdorf. Vor der Abfahrt „durften“ wir zum ersten Mal in diesem Winter die Autos von Eis befreien. Die Fahrt verlief abgesehen von einem kurzen Stau hinter Stuttgart störungsfrei. Ich nutze die kurze Wartezeit um 12.40 Uhr, um in aller Ruhe etwa 500 Gramm Fenchel zu essen. Statt wie sonst üblich auf der A6 über Kaiserslautern, fuhr ich heute auf der Bundesstraße 427 durch das Dahner Felsenland. Immer wieder ragten Felsformationen über den Bäumen empor, so wie hier:

Dahner_Felsenland

Später las ich nach, dass viele dieser Felsformationen von Sportkletterern genutzt wurden. Der Grund für den geänderten Routenverlauf war allerdings nicht die schöne Landschaft, die gab es sozusagen gratis dazu, sondern ein Kiste mit Yacon-Knollen, die ich direkt beim Erzeuger abholte:

Yacon_Knollen

450 Gramm dieser Knollen gab es um 16.15 Uhr am heimischen Küchentisch als zweite Mahlzeit des Tages. Kurz nach dem Essen fuhr ich nach Trier, um mir im Biogate Fleisch vom Lamm mit „richtig“ viel Fett zu besorgen. Der Bergkäse, den Guido gerne aß, roch nämlich schon seit Tagen sehr anziehend. Wahrscheinlich war es aber nicht der Käse an sich, der mich anzog, sondern das Fett in dem Käse.

Ich hatte Glück, der Metzgermeister hatte ein passendes Stück für mich vorrätig. Den Großteil des gekauften Fleisches, nämlich 650 Gramm, gab es dann zwischen 20.30 und 21.15 Uhr zum Abendessen. Ich hatte schon lange nicht mehr so leckeres Fleisch gegessen. Na ja, eigentlich müsste ich schreiben, ich hatte schon lange nicht mehr so leckeres Fett gegessen!

Ich war gespannt, ob der Bergkäse morgen immer noch so anziehend roch. Wenn ja, war guter Rat teuer – im wahrsten Sinne des Wortes. Dann würde ich mir nämlich wieder einmal Safus bestellen, die ja ebenfalls käseartig schmeckten. Andererseits konnte man sich fragen, ob der Verzehr einer afrikanischen Frucht dem Verzehr eines einheimischen Käses vorzuziehen war. Zu Beginn meiner instinktiven Rohkost hätte ich noch mit einem klaren „Ja, aber sicher doch!“ geantwortet. Aber mittlerweile war ich mir da gar nicht mehr so sicher.

Es gab nämlich viele Rohköstler, die trotz Genuss zahlreicher exotischer Köstlichkeiten gesundheitlich auf der Stelle traten. Die Frage, ob man mit einheimischen oder zumindest regional angebauten Lebensmitteln besser fuhr als mit Lebensmitteln aus fernen Ländern, musste im Moment allerdings noch offen bleiben.

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Christian
5 Jahre zuvor

Hallo Susanne, vor einer Woche ist uns das Wildschweinfett ausgegangen und beim Wildhändler gab es keinen Nachschub über die Feiertage. Zudem war unsere kürzlich geschlachtete Moorschnucke sehr mager. Deswegen haben wir uns Rohbutter bestellt. Auch wenn ich der Meinung bin, dass die Jäger und Sammler Ernährung zuträglicher für uns ist, greife ich dennoch zu solchen Hilfsmitteln bevor ich Nährstoffmangel leide. Bevor du zum (vielleicht sogar Rohmilch-)Bergkäse greifst: Laut Auskunft eines Rohkostfreundes, der eine Käserei besichtigt hat, soll es keinen Käse in Rohkostqualität geben. Einzig die Butter muss nicht unbedingt bei der Herstellung erhitzt werden. Ein eigener Test mit Rohmilchkäse hat… Weiterlesen »

Elfenkind
5 Jahre zuvor

Soweit ich informiert bin und aus der Kindheit, als meine Mutter den Großteil der verzehrten Milchprodukte selbst herstellte, noch weiß, sind nur Topfen (Quark), Frischkäse und Butter (und natürlich pure Milch) in „wirklich roher Form“ möglich. Die Temperaturen bei der Herstellung erreichen hier nicht mal 30 Grad. Bei härterem Käse können allerdings höhere Temperaturen erreicht werden, nämlich um die 40 Grad. Zum Thema fettem Fleisch: Am Mittwoch aß ich (es wsr „Vorspeise“ der eigentlich Abendmahlzeit) ein kleineres Stück (88g) rohes Beiried vom Rind mit gutem Fettrand. (Bioladen) Es schmeckte gut, jedoch war beim Stuhlgang dann rötlicher Schleim dabei, was mir… Weiterlesen »

5 Jahre zuvor
Reply to  Elfenkind

Du isst Fleisch als Vorspeise? :hmpf:

Wenn ich Fleisch esse, dann gibt es an diesem Tag nichts anderes mehr zu essen …

Hast Du Manfreds Kommentare unter den jüngsten Einträgen von Susanne gelesen?

Alles Liebe,
Ralph

Elfenkind
5 Jahre zuvor
Reply to  Ralph

Sozusagen…
Die Menge war ja eher klein und nach einer Stunde aß ich dann das eigentliche Abendessen.
(Esse allerdings nicht instinktiv roh, also das Abendessen war teilweise thermisch denaturiert.)

Ja, habe ich gelesen.

Diese Seite wurde zuletzt am 11. Februar 2018 um 13.01 Uhr GMT geändert.