Lust auf Pilze

geschrieben von Susanne am 30. September 2015 um 23.58 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
(1) Kommentar
   
   
   

Gestern schrieb ich, dass, falls wir uns für eine Jagdausbildung in Kempten entschieden, es praktisch wäre, wenn wir bis dahin eine Wohnung hätten. Heute rief mich eine Vermieterin an, die ich vor einiger Zeit wegen einer Wohnung kontaktiert hatte. Sie hatte mir damals mitgeteilt, dass die Wohnung schon vergeben wäre. Wir vereinbarten daraufhin, dass sie mich über WhatsApp kontaktieren konnte, falls es doch nicht zu einer Unterzeichnung des Mietvertrags kommen sollte.

Es kam zwar zur Unterzeichnung des Mietvertrags, aber die Sache wurde rückgängig gemacht, die Wohnung war wieder frei. Eine Freundin, die in Astrologie bewandert war, erklärte mir später, dass so etwas vorkommen konnte, wenn der Merkur rückläufig war. Wenn man im Internet nach „Merkur rückläufig“ suchte, fand man unter anderem folgende Informationen über die Auswirkungen eines rückläufigen Merkurs:

  • Verhandlungen kommen nur stockend zum Abschluss
  • Im Handel stagniert der Umsatz oder geht sogar zurück
  • Technische Kommunikationsgeräte sind störanfälliger
  • die mitmenschliche Kommunikation ist eingeschränkt
  • Gespräche verlaufen eher im Sande
  • Es kommt häufiger zu Missverständnissen
  • Verabredungen können häufiger scheitern

Wie dem auch war, auf einmal war wieder Licht am Horizont der Wohnungssuche! Im Laufe des Abends bekamen wir dann Bilder, nähere Einzelheiten und den Mietvertrag für diese Wohnung zu sehen. Und der Horizont verdunkelte sich erneut. Trotzdem werden wir uns am Samstag mit der Vermieterin treffen, sie hatte ihren Hauptwohnsitz nämlich hier in der Region. Falls die Chemie zwischen uns stimmte – das war wichtig, da sie die zweite Wohnung im Haus als Ferienwohnung nutzte – werden wir uns die Wohnung trotz einiger Bedenken am kommenden Wochenende anschauen. Man wusste ja nie und Anschauen kostete nichts. So sah mein Speiseplan heute aus:

  • 13.00 – 13.45 Uhr: etwa ein Kilogramm Trauben verschiedener Sorten, zum Teil aus dem Konzer Biogarten, zum Teil aus einem Weinberg in Mertesdorf
  • 16.15 – 17.00 Uhr: drei kleine Röhrlinge, je ein kleines Stück eines Kräuterseitlings und eines Austernpilzes, 300 Gramm Champignons
  • 21.00 – 23.45 Uhr: 200 Gramm Esskastanien, 70 Gramm Mandeln, 120 Gramm Walnüsse

Die Röhrlinge fand ich während des Sammelns von Esskastanien im Busental bei Trier und aß sie direkt. Sie schmeckten genial, die zur Verfügung stehende Menge konnte meinen Bedarf an Pilzen jedoch nicht decken. Als ich genug Esskastanien für die nächsten Tage zusammen hatte, fuhr ich daher spontan in einen Trierer Bioladen und schaute mich dort nach Pilzen um. Sie hatten einiges zur Auswahl. Ich nahm zwei Kräuterseitlinge und ein paar Austernpilze zum Testen mit, außerdem gut ein Pfund Champignons. Kräuterseitlinge und Austernpilze waren hier zu sehen:

Kraeuterseitlinge

Austernpilze

Von beiden konnte ich nur ein kleines Stück essen, dann wurde ihr Geschmack unangenehm. Genial waren aber wiederum die Champignons. Zum Sammeln der Esskastanien hatte ich mir heute übrigens ein paar Gartenhandschuhe mitgenommen:

Kastanien_sammeln

So ausgerüstet konnte man auch einmal eine der stacheligen Hüllen anfassen und sie öffnen, um an die in ihnen verborgenen Schätze zu gelangen, ohne sich die Finger zerstechen zu lassen.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
Elfenkind
5 Jahre zuvor

Ich habe heute die ersten paar frischen Walnüsse für heuer gegessen. Habe sie bei einem Spaziergang aufgesammelt. Eine sehr „kleine Sorte“, die Früchte hatten die Größe von Kirschen. Sie schmeckten sehr gut. Mal sehen, wie viele ich im Laufe des Herbstes noch sammeln kann. :smile:

Diese Seite wurde zuletzt am 18. November 2019 um 21.15 Uhr GMT geändert.