Traumschleife „Romika-Weg“

geschrieben von Susanne am 31. Mai 2015 um 23.59 Uhr
Kategorie: Ernährung, Natursport, Rheinland-Pfalz/Saarland, Wildpflanzen
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Es war schon weit nach Mitternacht, als ich endlich einschlief. Schuld daran war ein Film namens „Interstellar“, den ich mir kurz vor Mitternacht über Amazon Prime auslieh und der eine Laufzeit von 169 Minuten hatte. Immer wieder war ich kurz davor, einzuschlafen, aber dann wurde es doch wieder so spannend, dass ich in der Lage war, bis zum Ende durchzuhalten. Dementsprechend lange dauerte meine „Nachtruhe“: Erst um kurz vor 11 Uhr war ich bereit, mein Bett zu verlassen.

Die erste Mahlzeit fand um 11.20 Uhr statt und bestand aus 350 Gramm Mango und 200 Gramm Aprikosen. Die nächsten drei Stunden verbrachte ich am Schreibtisch. Ein Hungergefühl führte mich um 14 Uhr in die Küche bzw. den Vorratsraum. Dort dufteten die Honigwaben vor sich hin. Auf meinem Teller landete allerdings nicht der Honig, sondern die Drohnenbrut:

Drohnenbrut

Einen Teil der Drohnen aß ich mitsamt der Wabe, andere holte ich mit Hilfe eines Zahnstochers aus ihren Zellen:

Drohnenbrut_Verzehr

Die sehr junge Brut schmeckte mild und milchig, die ältere war kräftiger im Geschmack. Hier waren verschiedene Stadien zu sehen:

Drohnenbrut_verschiedene_Stadien

Ein kleines Stück Wabe mit offener Arbeiterinnenbrut bildete den Abschluss der Mahlzeit. Die verzehrte Menge betrug 110 Gramm, einschließlich einiger mit Honig gefüllter Zellen. Um 15.30 Uhr startete ich zusammen mit meinem Kletterpartner vom Sportplatz in Pluwig zu einer Wanderung. Neben der Liebe zum Klettern hatten wir mittlerweile viele weitere gemeinsame Interessen, unter anderem auch das Wandern, entdeckt. :sonne: Vom Sportplatz aus führte der Weg entlang einer ausgedehnten Wiese hinunter ins Tal:

Wiese

Hier aß ich zum ersten Mal in diesem Jahr einige Blütenstände des Wiesenbärenklaus. Nicht nur ich war von der Süße der Blüten angetan:

Biene_mit_Pollenhoeschen

Bluete_mit_Biene

Auch die Brennnessel, von der ich zahlreiche Triebspitzen aß, hatte ihre Liebhaber:

Skorpionsfliege

Schwarzkaefer

Bei dem Käfer handelte es sich übrigens um Pseudocistela ceramboides aus der Familie der Schwarzkäfer. Vielen Dank an dieser Stelle für die fachmännische Unterstützung bei der Bestimmung an das Team von kerbtier.de. Im weiteren Streckenverlauf verzehrte ich junge Triebe der breitblättrigen Platterbse, Blüten von Weiß- und Rotklee sowie Blütenstände der Robinie und Blätter vom Sauerklee sowie vom Beinwell. Außerdem probierte ich unter anderem ein kleines Stück vom Blatt einer wilden Karde und Blütenstände der roten Lichtnelke:

Wilde_Karde

Rote_Lichtnelke

Von der roten Lichtnelke konnte ich drei Blütenstände essen, bevor der milde Geschmack ins Bittere umschlug. Beindruckende Baumriesen säumten immer wieder den Weg und luden zum Verweilen und Kraftschöpfen ein:

Kraftschoepfen

Nach einem kurzen, steilen Aufstieg durch einen Hohlweg hatte man einen interessanten Ausblick auf das ehemalige Betriebsgelände des Schuhherstellers „Romika“, den Namensgeber der Strecke:

Romika_Gelaende

Kurz vor dem Ende der Wanderung lud die Freilichtbühne der Gemeinde Pluwig, auf der alle zwei Jahre Karl-May-Festspiele stattfinden, zu einer Besichtigung ein:

Zurück in den eigenen vier Wänden aß ich von 20.30 bis 21.10 Uhr 200 Gramm roten Spitzpaprika und 600 Gramm Avocados „Fuerte“. Ab 22.30 Uhr knackte ich fleißig frische Erdnüsse die Mahlzeit mit ihnen begann jedoch erst nach Mitternacht.

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Elfenkind
5 Jahre zuvor

Sollte ich jemals die Möglichkeit haben, mit einem/einer RKler/in in den Genuss von Drohnenbrut zu kommen, so wird dies mit Sicherheit zu jenen Momenten gehören, in denen ich tiefe Dankbarkeit und Glückseligkeit verspüre. :herz:

Diese Seite wurde zuletzt am 15. November 2019 um 11.01 Uhr GMT geändert.