Archiv für die Kategorie ‘Fasten’

geschrieben von Susanne am 21. September 2017 um 23.32 Uhr
Kategorie: Ernährung, Fasten
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Im Laufe des Tages steigt das Fieber kontinuierlich bis auf 39,5 °C an. Trotzdem bleibe ich ruhig, Fieber bei einer Infektion ist ja eigentlich ein gutes Zeichen. Die meiste Zeit des Tages verbringe ich also im Bett, abgesehen von meinen stündlichen Pilgerungen in die Küche, um etwas zu trinken. Zwischendurch esse ich immer wieder ein paar Heidelbeeren und kleine Stückchen Zitrone, außerdem wasche ich mich mit Zitronenwasser. Keine Ahnung, ob das hilft, das war ein Tipp aus dem Netz. Aber ich rieche danach ziemlich gut! Am Abend gibt es ein paar Weintrauben „Rosé“:

Am frühen Abend fange ich an zu schwitzen, ein Zeichen, dass das Fieber auf dem Rückzug ist. Gegen 23.00 Uhr zeigt das Thermometer 37,5 °C an, die Körpertemperatur liegt also schon fast wieder im grünen Bereich.

PS: Ich verbuche den heutigen Tag mal unter der Kategorie „Fasten“, die Mengen der verzehrten Lebensmittel sind ja ziemlich überschaubar.

geschrieben von Susanne am 12. Januar 2016 um 20.04 Uhr
Kategorie: Ernährung, Fasten, Gesundheit, Zahngesundheit
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Die Nacht war, wie zu erwarten, unruhig. Um 4.30 Uhr bin ich deshalb aufgestanden und habe mir einen Märchenfilm angeschaut. Danach habe ich mir Gedanken über den heutigen Tagesablauf gemacht. Noch gestern Abend hatte ich einen Termin mit meiner Kinesiologin vereinbart, weil ich mir ziemlich sicher war, dass das aktuelle Ziel „Ich, Susanne, trage bei“ geändert bzw. konkretisiert werden muss und dass mit dem veränderten Ziel das Entfernen des Zahnes problemlos über die Bühne gehen würde.

Ich habe also im Internet nach einem Zahnarzt gesucht, den ich nach der kinesiologischen Sitzung mit meinem Besuch beglücken konnte. Die Wahl fiel auf einen Arzt mit dem Namen Helmut. „Hel“ steht für hell, hell im Geist, „mut“ steht für sich. Mutig und hell im Geist, bei diesem Zahnarzt musste ja alles gut gehen. Um 8.15 Uhr stand ich bei ihm in der Praxis und bekam genau den Termin, den ich haben wollte. Ich hatte also alles für die Zahnentfernung vorbereitet und musste mich nur noch ein paar Stunden gedulden, bis es los gehen konnte.

Mit meiner Vermutung, dass das Ziel konkretisiert werden muss, lag ich genau richtig. In welche Richtung es geht, hat mir der gestrige Besuch beim Zahnarzt gezeigt: Er wollte, dass ich ein Antibiotikum nehme, ich aber will leben! Das Ziel wurde daher geändert in „Trage zum Leben bei“. Nach der Durchführung einer Balance bin ich in die Praxis von Helmut gefahren und konnte 45 Minuten später den gezogenen Zahn in meiner Hand halten:

Zahn_45

Ich habe dieses Mal übrigens nicht erwähnt, dass ich kein Antibiotikum einnehme, sondern nur wahrheitsgemäß berichtet, welches ich verschrieben bekommen habe. Gezogen hat ihn übrigens nicht Helmut, sondern Simone, eine Kollegin. Der Name ist hebräischen Ursprungs und bedeutet „Sie (Gott) hat gehört“. Simone hat mich nach einem ersten Blick in meinen Mund gefragt, ob das mit meinen Zähnen so sein soll. Einen ruinösen Zahnstatus wie meinen hat sie wahrscheinlich vorher noch nie gesehen. „Ja, das soll so sein“, war meine Antwort. Damit war das Thema erledigt und sie hat das getan, was sie tun sollte, nämlich den Zahn ziehen. Zurück zu Hause habe ich erst einmal eine Stunde geschlafen und werde auch den Rest des Abends ruhend verbringen. Gegessen habe ich heute nichts.

geschrieben von Susanne am 4. Januar 2016 um 23.55 Uhr
Kategorie: Ernährung, Fasten
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Diese Nacht habe ich so ruhig und tief geschlafen wie schon seit Tagen nicht mehr und die Schwellung ist deutlich zurück gegangen. Allerdings bin ich gegen 3.00 Uhr und 7.00 Uhr aufgewacht und war nass geschwitzt, so dass ich ins Bad musste, um mich zu waschen und abzutrocknen. Da sind wohl die körperfremden Stoffe, die ich gestern aufgenommen habe, aus allen Poren wieder herausgekommen. Gleich morgens um 8.00 Uhr habe ich in der Praxis einer Kieferchirurgin angerufen und einen Termin für 10.00 Uhr abgemacht. Die Praxisräume waren sehr einladend gestaltet und während der kurzen Wartezeit habe ich in einem Buch mit asiatischen Weisheiten folgenden Spruch gefunden:

Wenn ich weiß, dass ich Liebe bin und auch der Schmerz, dass ich Verstehen bin, ebenso wie das Leiden, dann werde ich sorgsam damit umgehen. Ich werde mein Leiden nicht unterdrücken, weil ich weiß, dass ich es in eine Blume verwandeln kann. Die Blume existiert, weil es das Leben gibt. Thích Nhất Hạnh

Ich habe inspiriert von diesem Spruch später am Tag mein Leiden der letzten Tage vor meinem inneren Auge in eine Blume verwandelt: Aus einem amorphen gelben Haufen, dem Leid, entstand eine gelbe Blume der Lebensfreude, eine Löwenzahnblüte. Sie entfaltete sich in all ihrer Pracht, entwickelte Samen, die schließlich durch den Wind in alle Himmelsrichtungen davon getragen wurden.

Im Gespräch mit der Ärztin hat sich herausgestellt, dass an eine Entfernung des Zahnes erst dann zu denken ist, wenn die Schwellung vollständig zurückgegangen ist. Das hatte ich wohl gestern falsch verstanden. Ich bin also unverrichteter Dinge wieder nach Hause gefahren. Zurück zu Hause habe ich Kontakt mit meiner Kinesiologin aufgenommen. Denn auch wenn mit Hilfe der Schulmedizin Symptome zum Verschwinden gebracht werden können, die eigentliche, auf geistiger Ebene bestehende Ursache kann meiner Meinung nach mit ihrer Hilfe nicht aufgelöst werden.

Ich hatte Glück, sie hatte um 16.00 Uhr Zeit für mich. Zwischen 14.00 und 15.30 Uhr ist die Backe trotz Kühlung noch einmal dicker geworden, so dass ich heilfroh war, einen Termin mit der Kinesiologin vereinbart zu haben. Schon während ich bei ihr saß und erzählte, was passiert war, ging die Schwellung deutlich zurück. Meiner Meinung nach wird dem Einfluss eines Therapeuten des Vertrauens auf den Heilungsprozess immer noch zu wenig Beachtung geschenkt.

Nach einem kurzen Gespräch über die Ereignisse der letzten Tage haben wir mit der kinesiologischen Arbeit begonnen. Zum ersten Mal seit vielen Monaten blieb einer meiner Arme bei der Aussage „Ich bin Susanne, im Hier und Jetzt, zu 100%!“ nicht stark, sondern ging nach unten. Es war der rechte, die männliche Seite, die Seite auf der sich der Abszess gebildet hatte. Weitere Fragen ergaben, dass ich nur zu 10% Susanne war.

Es war also erst einmal notwendig, zurück zu mir selbst zu finden, bevor wir weitermachen konnten. Nachdem das geschehen war, haben wir getestet, ob ich ein neues Ziel brauche. Das war wie zu erwarten der Fall. Es lautet passend zu den Kämpfen, die gerade in meinem Körper stattfinden, Frieden.

Eine Blockade auf dem Weg zu diesem Ziel war mit 18 Jahren entstanden und hatte interessanterweise mit meinem damaligen Tagebuch zu tun. Nun, wir haben die Blockade aufgelöst und mit der anschließend durchgeführten Balance hoffentlich „wahre“ Heilungsprozesse in Gang gesetzt. Es reicht nämlich, wenn ich solch eine Geschichte, wie sie in den letzten Tagen passiert ist, nur einmal in meinem irdischen Dasein erleben muss.

Fußreflexzonenmassage und Akupunktur rundeten die Behandlung ab. Anschließend bin ich in den Bioladen gefahren und habe mich zum ersten Mal seit Tagen nach etwas Essbarem umgeschaut. Italienische Grapefruits haben sehr anziehend gerochen, so dass ich zwei davon mitgenommen habe.

Ein kleines Segment einer der Früchte habe ich dann kurz vor dem Schlafengehen in den Mund genommen und ein bisschen von dem austretenden Saft hinuntergeschluckt. Er hat sehr lecker geschmeckt, aber mehr Grapefruit wollte ich erst einmal nicht. Man kann also auch diesen Tag als Fastentag durchgehen lassen.

geschrieben von Susanne am 3. Januar 2016 um 20.46 Uhr
Kategorie: Ernährung, Fasten, Gesundheit, Zahngesundheit
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In der Nacht habe ich die Schwellung am Unterkiefer wie von der Zahnärztin empfohlen fleißig gekühlt. Viel gebracht hat es allerdings nicht, die Schwellung wurde stärker und stärker und sehr druckempfindlich. Da die Zahnärztin gestern ebenfalls empfohlen hatte, über ihre Notfallmaßnahme hinaus in einem Krankenhaus vorstellig zu werden, hat mich mein Partner heute Mittag dann in das Mutterhaus in Trier gefahren.

Ich musste nicht wie andere Patienten ewig an der Aufnahme warten, sondern wurde sofort einem Arzt vorgestellt, der mich auf die HNO-Abteilung überwies. Die für diese Abteilung zuständige Ärztin empfahl eine intravenöse Antibiotikatherapie und eine Untersuchung im Computertomographen, um abzuklären, ob darüber hinaus ein chirurgischer Eingriff notwendig sei.

So floss also das erste Mal seit Jahrzehnten ein Antibiotikum durch mein Blutsystem. Interessanterweise machte mich die Tatsache, dass hier gerade etwas passierte, das so ganz und gar konträr zu meiner Lebensphilosophie steht, nicht traurig – Tränen hatte ich wahrscheinlich gestern schon genug vergossen – im Gegenteil, ich wurde immer munterer und zuversichtlicher. Auf dem Befund, den ich mir habe später ausdrucken lassen, wurde die Methodik folgendermaßen beschrieben:

MDCT des Hales nach intravenöser Kontrastmittelinjektion (Accupaque) im Weichteil und Knochenfenster

Der genaue Befund:

Entzündliche Einschmelzung apikal um die Wurzelspitze des Zahnes 45, umliegend chronisch entzündliche Sklerosierung des Knochens. Kontakt des Wurzelspitzenabszesses zum Canalis nervi alveolaris inferior. Das angrenzende Foramen mentale wirkt leicht konturunscharf und aufgeweitet. Wahrscheinlich hierüber Ausdehnung des entzündlichen Prozesses in die Weichteile. Hier bestehen großflächige ödematös/phlegmonös-entzündliche Gewebsalterationen, -konturunschärfen und -auftreibungen. Eine weitergehende Abszessformation lässt sich jedoch nicht abgrenzen. Rechts zervikal reaktiv-entzündlich vergrößerte Lymphknoten.

Die Beurteilung:

Wurzelspitzenabszess des Zahnes 45 mit entzündlicher Fortleitung über das Foramen mentale in die ödematöse/phlegmonös aufgetriebenen Weichteile aber ohne Demarkierung einer weiteren Abszessformation.

Mir wurde eine stationäre Aufnahme zwecks Weiterführung der Antibiotikatherapie empfohlen, die fünf Tage dauern sollte. Auf meine Frage, ob das wirklich notwendig sei, wurde mir geantwortet, dass ich mit der Antibiotikatherapie auch zu Hause in Form von Tabletten weitermachen könnte. Das war mir, wie man sich leicht vorstellen kann, wesentlich lieber. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist, während der Einnahme eines Antibiotikums weiter zu fasten. Aber dieses Problem würde ich später lösen.

Was mir außerdem empfohlen wurde: schon morgen einen Kieferchirurgen aufzusuchen, um den Zahn entfernen zu lassen. Das hatte ich zwar nach dieser Geschichte sowieso vor, wollte aber noch warten, bis die Schwellung zurückgegangen ist. Aber so ist es vielleicht besser. Es ist ein toter Zahn, der mir immer wieder Probleme bereitet hat, weshalb wohl auch im CT eine chronisch entzündliche Sklerosierung des Knochens zu erkennen ist. Tote Zähne sind eine der Ursachen für Abszesse im Mund- und Kieferbereich:

Im Mundbereich sind kleine Risse oder Schnitte für das Entstehen einer Entzündung verantwortlich. Eine Behandlung erweist sich hier zumeist als besonders schwierig, da mit jeder Nahrungsaufnahme ein neues Bakterium eindringen und die Heilung verzögern kann. Ein Kieferabszess tritt häufig auch in Verbindung mit einer Entzündung des Zahnbettes, einem abgestorbenen Zahn oder einer Zyste am Zahn auf. Ein toter Zahn beispielsweise bietet den optimalen Nährboden für Krankheitserreger. Dabei wird der Eintritt von Bakterien durch Zahn-Karies erleichtert.

Quelle: Woher Abszesse kommen und wie sie behandelt werden.

Zurück zu Hause habe ich mich unter die Dusche gestellt, die Waschmaschine mit meinen heute getragenen Klamotten bestückt und die Betten frisch bezogen. Ich war wieder guter Dinge und hatte das Gefühl, dass es aufwärts geht – trotz Antibiotikum im Blut.

Von der CT, die gemacht wurde, habe ich übrigens eine CD mitnehmen können. Um die Bilder angucken zu können, war die Installation von OsiriX, einer Software zum Anschauen und Bearbeiten der Bilder von Kernspin-, Computer- und Positronen-Emissions-Tomografen sowie von Laserrastermikroskopen auf meinem Mac notwendig. Hier sind drei der faszinierenden Bilder zu sehen, auf dem ersten sieht man ganz gut meine dicke Backe:

CT_BIld_3

CT_BIld_1

CT_BIld_2

Am Abend habe ich erfahren, dass ein weiterer, mir sehr nahe stehender Mensch sein irdisches Dasein beendet hat: Meine ehemalige Schwiegermama. Alle meine guten Wünsche begleiten sie auf ihrer Reise in eine neue Welt und ich danke ihr von Herzen für all die Liebe, die sie mir hat zuteilwerden lassen.

Um 11.30 Uhr hielt ich eine Kapsel des Antibiotikums auf meiner Hand, hab es dann aber doch nicht über das Herz gebracht, es hinunterzuschlucken. Ich faste lieber weiter und morgen werde ich meine Kinesiologin aufsuchen, um die Angelegenheit auf geistiger Ebene zu klären. Denn dort liegt die eigentlich Ursache des Problems.

geschrieben von Susanne am 2. Januar 2016 um 23.55 Uhr
Kategorie: Ernährung, Fasten
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Während in der Nacht die Schmerzen zwar stark, aber noch einigermaßen erträglich waren, wurden sie gegen Mittag so stark, dass selbst eine Indianerin wie ich kapitulieren musste.

Mein Partner hat dann auf meine Bitte hin für den späten Nachmittag einen Termin beim zahnärztlichen Notfalldienst abgemacht. Die Diagnose lautete „permandibulärer Abszess“. Er wurde geöffnet und der Eiter so gut es ging abgesaugt.

Zurück zu Hause bin ich direkt mit einem Kühlakku auf der Backe im Bett verschwunden und habe geschlafen. Die betroffene Gesichtshälfte ist aufgrund des Eingriffs stark geschwollen.

Gegessen habe ich heute nichts, hatte aber einen extrem großen Flüssigkeitsbedarf, den ich mit drei verschiedenen Mineralwässern gedeckt habe.