Archiv für die Kategorie ‘Wildpflanzen’

geschrieben von Susanne am 11. Mai 2022 um 21.22 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
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Der Vormittagsdienst im Dorfladen ist recht kurzweilig und ehe ich mich versehe, kann ich den Laden schließen und Feierabend machen. Zu Hause helfe ich zuerst Guido, an seinem Fahrrad das Ritzelpaket zu wechseln. Das klappt so weit gut, nur leider ist das neue Paket nicht mit dem Schaltwerk kompatibel: Es fehlt ein Adapter, der aber erst bestellt werden muss. Vorerst muss also das alte Ritzelpaket weiterhin seine Arbeit tun. Anschließend genieße ich auf unserer Terrasse ein Sonnenbad und um 15 Uhr geht es in Guidos Begleitung mit Bus und Bahn nach Preda: Wir wollen dort ganz gemütlich um den Lai Palpuegna spazieren. Auf dem Weg von Preda zum Lai da Palpuegna:

Im Juli letzten Jahres wanderten wir bei Regenwetter das erste Mal um den See: Lai da Palpuegna und Bahnerlebnisweg „Albula“. Heute herrscht dagegen eitler Sonnenschein und wir sind fasziniert von dem wunderbaren Farbenspiel, das uns See und Umgebung bieten:

Kurzes Innehalten und Genießen:

Hier umrunden wir das obere Ende des Sees:

Einer der zahlreichen Zuflüsse:

Der Blick über den See Richtung Piz Ela und Piz Rugnux:

Blicke zurück zum oberen Ende des Sees:

Berggipfel und ihr Spiegelbild:

Zwei Stunden können wir uns Zeit nehmen, die Ruhe rund um den See zu genießen, dann geht es zurück nach Schmitten und an den Küchentisch:

  • 20.30 Uhr: 20 Gramm Eigelbe, 5 Gramm Eierschale, 550 Gramm Schweinespeck, 100 Gramm Feldsalat, 185 Gramm Krachsalat, 100 Gramm braune Champignons, 35 Gramm rote Lauchzwiebel

Während unseres Spaziergangs rund um den See lasse ich mir außerdem zahlreiche Blütenstände vom Schmalblättrigen Lungenkraut und von der Schlüsselblume schmecken:

PS: Danke für den wundervollen Nachmittag. :sonne:

geschrieben von Susanne am 5. Mai 2022 um 20.24 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
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Der Vormittag im Dorfladen ist kurz-, der Nachmittag langweilig. Aber selbst der langweiligste Nachmittag ist irgendwann zu Ende. :erleichtert: Nach Feierabend drehe ich ein kleine Spazierrunde und widme mich dann dem Abendessen, der zweiten Mahlzeit des Tages: Mittags kann ich Leber und Nieren vom Kaninchen nicht widerstehen:

  • 12.20 Uhr: 170 Gramm Leber und 70 Gramm Nieren mit Baufett vom Kaninchen, 125 Gramm Romanasalat
  • 19.30 Uhr: 100 Feldsalat, 80 Gramm junge Triebe vom Taubenkropf-Leimkraut, 30 Gramm Cicorino Trevisano, 505 Gramm Fleisch und Fett von der Brust eines Lamms

Die Triebe des Taubenkropf-Leimkrauts sammle ich während des Spaziergangs:

Sie gehören weiterhin zu meinen Lieblings-Wildkräutern. :hmmm:

geschrieben von Susanne am 30. April 2022 um 20.41 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
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Seit heute gehört eine dritte eine Qi Gong-Übung zu meiner morgendlichen Routine:

Da es bis in den Nachmittag mehr oder weniger heftig regnet, erledige ich in den folgenden Stunden vor allem Hausarbeiten. Ab und zu muss das halt auch mal sein! Nachmittags hört der Regen aber auf und so bleibt vor dem Abendessen Zeit für eine kleine Spazierrunde. Das Kraut, das mir heute am meisten auffällt, ist der Wilde Spinat:

Ein paar seiner Blätter und Blütenstände bereichern später meinen Speiseplan:

  • 19.05 Uhr: 115 Gramm braune Champignons, 105 Gramm Wilder Spinat, 135 Gramm Romanasalat, 45 Gramm rote Lauchzwiebel, 475 Gramm Schweinespeck

Der Schweinespeck ist heute fetter als üblich und eine wahre Delikatesse. :hmmm:

geschrieben von Susanne am 23. April 2022 um 20.20 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
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Am Morgen steht eine einstündige Yoga-Einheit und am frühen Nachmittag ein kurzer Spaziergang auf meinem Bewegungsprogramm: Ich spaziere von Schmitten zum Wiesener Bahnhof und lasse mir unterwegs Wildkräuter schmecken. Mit dabei ist die würzige Alpen-Gänsekresse:

Vom Baldrian probiere ich Blütenstand und Blätter:

Beides schmeckt so bitter, dass ich die Kostproben wieder ausspucke. Der Wald-Ziest riecht so komisch, dass ich gar nicht erst auf die Idee komme, ihn zu probieren:

Sehr lecker sind dagegen die jungen Triebe der Zaun-Wicke:

Die Blätter des Mauerlattichs sind ebenfalls genießbar:

Blätter und Blüten vom Löwenzahn gehen immer, so dass der Löwenzahn auch bei dieser Mahlzeit den größten Anteil ausmacht. In der Nähe des Wiesener Bahnhofs blüht ein Kirschbaum:

Der Frühling ist mittlerweile also auch hier angekommen. :sonne: Vom Wiesener Bahnhof aus fahre ich mit dem Zug weiter nach Davos Platz und gehe dort Einkaufen. Anschließend geht es mit dem Postbus zurück nach Schmitten. Die Abendmahlzeit findet heute etwas früher als gewöhnlich statt:

  • 14.00 bis 15.00 Uhr: Wildkräutermahlzeit, bestehend aus Löwenzahn, Zaunwicke, Alpen-Gänsekresse und Mauerlattich, geschätzte Menge etwa 100 Gramm
  • 17.35 Uhr: 20 Gramm Eigelbe, 5 Gramm Eierschale, 150 Gramm Feldsalat, 120 Gramm braune Champignons, 510 Gramm Fleisch, Fett, Knorpel und Rippenendstücke von der Brust eines Lamms

PS: Zu Beginn des Spaziergangs zerkaue ich außerdem etliche Blätter vom Gundermann. Er riecht und schmeckt weiterhin lecker.

geschrieben von Susanne am 22. April 2022 um 21.01 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern, Wildpflanzen
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Heute steht die erste der von mir geplanten Frühlingswanderungen auf dem Programm: Guido und ich starten von Parpan aus zu einer Wanderung aufs Churer Joch:


Parpan liegt auf der Strecke zwischen Lenzerheide und Chur und ist von Schmitten aus mit dem Postbus der Linie 183 nach fünfzigminütiger Fahrt zu erreichen. Wir kennen die Gegend rund um Parpan bisher nicht, daher sind wir gespannt, was uns erwartet. Frohgemut machen wir uns auf den Weg und sind etwas enttäuscht, dass der Wanderweg erst einmal über eine asphaltierte Straße geht. Was heißt hier „erst einmal“, fast die gesamte Wanderung geht über Asphalt, was wahrlich kein Vergnügen ist. Das war mir bei meiner Planung nicht bewusst, sonst hätte ich die Tour nicht in Erwägung gezogen. Für die Füße ist die Tour also kein Vergnügen, für die Augen schon: Während des Aufstiegs liegen Ringelspitz und Calandamassiv vor uns:

Der Haldensteiner Calanda:

Nochmals der Haldensteiner Calanda kurz unterhalb des Jochs:

Aber nicht nur der Blick in die Ferne lohnt: Links und rechts des Weges wachsen unzählige Krokusse und wir entdecken die ersten Enziane des Jahres:

Die letzten Meter hinauf zum 2041 Meter hohen Churer Joch geht es endlich über natürlichen Untergrund:

Schlussendlich hat sich der Aufstieg dann doch gelohnt, denn das vor uns liegende Panorama ist beeindruckend. Richtung Nordwesten liegen Ringelspitz, das Calandamassiv mit Felsenberg-Calanda und Haldensteiner-Calanda und im Tal Chur, die Hauptstadt Graubündens, vor uns:

Richtung Nordosten blickt man ins Schanfigg, ein Tal, das von Chur nach Arosa führt:

Im Osten der weitere Verlauf des Schanfiggs und zwei Gipfel der Landschaft Davos, Weissfluh und Schiahorn:

Im Süden thronen der 2279 Meter hohe Chlin Gürgaletsch und der 2441 Meter hohe Gürgaletsch:

Richtung Südwesten fällt der Blick unter anderem auf das Lenzer Horn, Piz Toissa, Piz Curvér und Gipfel der Stätzer Horn-Kette:

Versöhnt mit dem fußunfreundlichen Aufstieg machen wir uns auf den Weg zurück nach Parpan. Der Weg führt, wie sollte es anders sein, wieder hauptsächlich über Asphalt:

Linker Hand des Weges liegen die beiden Gipfel Stelli und Malakof:

Wenn wir nochmals hierher kommen, wandern wir über diesen Grat. Er ist mit Sicherheit nicht asphaltiert. :froehlich: Eine andere Möglichkeit, dem Asphalt zu entgehen, ist der Aufstieg zum Joch von Tschiertschen aus. Dass der Weg, der von Parpan aus aufs Joch führt, asphaltiert ist, ist eigentlich kein Wunder: Rechts und links des Weges liegen zahlreichen Häuser. Es ist kaum anzunehmen, dass deren Eigentümer zu Fuß hier herauf kommen. :updown: Kurz oberhalb von Parpan:

Fazit der Wanderung: Die asphaltierten Wanderwege sind kein Vergnügen für die Füße, dafür aber für wenig abenteuerlustige Radfahrer wie mich ideal. :froehlich: Die Wege liegen außerdem fast vollständig in der Sonne. Die Tour ist daher eher etwas für bewölkte Tage so wie den heutigen. Oder aber als Winter- bzw. Schneeschuhwanderung geeignet. Landschaftlich und aussichtsmäßig ist sie auf jeden Fall zu empfehlen. :daumen: Meine abendliche Mahlzeit:

  • 19.00 Uhr: 20 Gramm Eigelbe, 5 Gramm Eierschale, 150 Gramm Romanasalat, 100 Gramm Cicorino Trevisano, 50 Gramm Löwenzahnblätter und -blüten, 30 Gramm Wildkräuterallerlei (Punktierter Gilbweiderich, Vogelmiere, Zaun-Wicke, Gundermann, Weiße Taubnessel), 350 Gramm Schweinespeck, 80 Gramm Sesam

Der Gundermann wächst hinter unserem Haus und zieht mich heute regelrecht in seinen Bann, sowohl geruchlich als auch geschmacklich:

Im Wiki habe ich festgehalten:

Der Gundermann ist ein Mittel zur Ausleitung von Schwermetallen, besonders von Blei.

Außerdem soll das Kauen der frischen Blätter bei schmerzenden Zähnen und wundem Zahnfleisch helfen. Zahnschmerzen habe ich zwar aktuell nicht, aber wenn mein Instinkt meint, die Blätter wären sehr schmackhaft, dann passt das wohl!