Archiv für August 2019

geschrieben von Susanne am 21. August 2019 um 23.28 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
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Am Abend sehe ich im Garten nach dem Rechten: Der Rasen müsste gemäht, die Blumenbeete von „Unkraut“ befreit und die verblühten Stauden zurückgeschnitten werden. Aber heute fehlt mir sowohl die Zeit als auch die Lust, hier tätig zu werden. Statt zu arbeiten, lasse ich mir ein paar der „Unkräuter“ schmecken. Mit dabei sind Blätter der Ackermelde, Stängel sowie Blätter der Vogelmiere und Blütenstände des Orangeroten Habichtskrauts:

Außerdem lege ich einige Bärlauchzwiebeln frei:

Sie schmecken sehr lecker. So sehen meine übrigen Mahlzeiten aus:

  • 12.45 Uhr: 30 Gramm Eigelbe, 250 Gramm Hüfte, 100 Gramm Querrippe und 80 Gramm Knochenmark vom Rind, 420 Gramm Eisbergsalat
  • 20.40 Uhr: 130 Gramm braune Champignons, 230 Gramm Hüfte, 80 Gramm Querrippe und 110 Gramm Knochenmark vom Rind, 450 Gramm Eisbergsalat

Wie gestern komme ich ohne Früchte aus, aber das kann sich morgen schon ändern.

PS: Die gestrige Kombination aus Karotten und Pistazien ist mir gut bekommen. Lust, sie heute zu wiederholen, verspüre ich trotzdem nicht.

geschrieben von Susanne am 20. August 2019 um 23.58 Uhr
Kategorie: Ernährung
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Ich hätte die für heute geplante Wanderung mit Schrothkurgästen aufgrund des heftigen Regens gerne ausfallen lassen. Aber trotz des Regenwetters sind vier Gäste bereit, mit mir auf Wanderung zu gehen, so dass aus meinem Wunsch, gemütlich zu Hause zu bleiben, nichts wird. Immerhin bleibe ich dank wetterfester Kleidung und Regenschirm relativ trocken. Das sieht bei zwei meiner Gäste, die ohne Schirm unterwegs sind, schon anders aus:

Sie sind hinterher sogar ziemlich nass. Die Nässe beeinträchtigt die gute Stimmung der kleinen Gruppe jedoch keineswegs, so dass es trotz Regenwetter für alle ein recht angenehmer Nachmittag wird. Meine Mahlzeiten:

  • 12.15 Uhr: 30 Gramm Eigelbe, 6 Gramm Eierschale, 280 Gramm Hüfte und 80 Gramm Knochenmark vom Rind, 370 Gramm Eisbergsalat
  • 17.00 Uhr: 130 Gramm Karotten, 70 Gramm Pistazien
  • 23.20 Uhr: 5 Gramm Eierschale, 320 Gramm Hüfte und 70 Gramm Knochenmark vom Rind, 280 Gramm Eisbergsalat

Ich kombiniere Karotten und Pistazien zu einer kleinen Zwischenmahlzeit und bin gespannt, wie mir diese bekommt.

geschrieben von Susanne am 19. August 2019 um 23.59 Uhr
Kategorie: Ernährung
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Am frühen Morgen regnet es, so dass uns der Abschied von Lenz nicht ganz so schwer wie erwartet fällt. Auch wenn wir uns in Oberstaufen durchaus wohlfühlen, würden weder Guido noch ich zögern, in die Schweizer Berge zu ziehen. Im Moment ist solch ein Umzug nichts weiter als ein Wunschtraum. Ob er sich realisiert, steht in den Sternen.

Zurück in Oberstaufen nutze ich den frühen Nachmittag, um die letzten Tage Revue passieren zu lassen. Als Nachlese präsentiere ich nachfolgend drei der zahlreichen, farbenprächtigen Alpenblumen, die uns begegneten, Stängelloses Leimkraut, Gämswurz und einen Enzian:

Meine Mahlzeiten:

  • 7.40 Uhr: 400 Gramm Trauben „Vittoria“
  • 12.55 Uhr: 300 Gramm Lachs, 200 Gramm frische Alge „Ramallo“, 240 Gramm Cherry-Tomaten
  • 23.40 Uhr: 300 Gramm Brustkern vom Rind (1/3 Fett, 2/3 Fleisch), 350 Gramm Eisbergsalat

PS: Statt am Vormittag arbeite ich am Nachmittag im Fitnessstudio. Morgen geht es dann wieder „normal“ weiter.

geschrieben von Susanne am 18. August 2019 um 23.38 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Eine der schönsten Touren, die wir während unseres Aufenthalts in Lenz im Jahr 2017 unternahmen, war die Gratwanderung vom Parpaner Rothorn über Aroser Rothorn, Pizza Naira und Piz Mez. Das Parpaner Rothorn ist auch der Startpunkt unserer heutigen Gratwanderung. Wie vor zwei Jahren ersparen wir uns den Aufstieg und fahren mit der Bahn nach oben. Allerdings mussten wir uns vor zwei Jahren nicht mit zahlreichen Bikern samt ihren Rädern in die Bahn quetschen. Sie üben wohl alle für den nächsten Mountain Bike World Cup. Der Blick vom Parpaner Rothorn auf Lenzerheide und den Heidsee:

Der Blick aufs Lenzerhorn:

Während die Biker zur Talstation der Rothornbahn abfahren, um sich dann im Getümmel für die nächste Bergfahrt anzustellen, wandern wir einsam und allein aufs Aroser Rothorn:

Dieses Mal finde ich diesen Streckenabschnitt ganz und gar nicht kompliziert und schneller als gedacht stehen wir auf dem Gipfel. Hier geht mein Blick zurück Richtung Parpaner Rothorn:

Das letzte Mal ging es vom Aroser Rothorn aus über den Nordgrat zu Pizza Naira, dieses Mal wenden wir uns Richtung Osten zum Erzhorn:

Das Erzhorn rückt näher, links unten im Tal ist Arosa zu erkennen:

Das Erzhorn in seiner ganzen Pracht, links unten im Bild ist der Erzhornsattel zu erkennen:

Drei Wanderer, die von der Ramozhütte kommend den Erzhornsattel erklimmen:

Als Guido und ich den Wegweiser am Sattel erreichen, überlegen wir kurz, ob wir die Gipfelbesteigung des Erzhorns riskieren oder aber auf direktem Weg zur Ramozhütte weiterwandern sollen. Zwei rüstige, ältere Alpinisten, die uns vom Erzhorn absteigend entgegenkommen, erleichtern uns die Entscheidung: Der Aufstieg sei nicht besonders schwierig, man müsse sich nur gut „heben“. Außerdem geben sie uns den Tipp, entgegen der Routenbeschreibung im SAC-Führer „Ringelspitz, Arosa/Rätikon“ den ersten Felsaufschwung nicht rechts, sondern links zu umgehen beziehungsweise zu umklettern. Motiviert durch diese Begegnung wagen wir den Aufstieg. Wie immer beim Klettern in schwierigem Gelände gucke ich nur nach oben, nicht nach unten:

Aber ab und zu finde ich dann doch ein ruhiges Plätzchen, von dem aus ich einen Blick nach unten wage. Der Erzhornsattel zu meinen Füßen und das Aroser Rothorn im Hintergrund:

Die beiden Alpinisten, die uns entgegengekommen sind, sind auf dem Bild als kleine Pünktchen auf dem Abstiegsweg zur Ramozhütte zu sehen. Meter für Meter klettern wir im Felsgewirr nach oben und markieren an verschiedenen Stellen die Aufstiegsroute, damit wir uns im Falle eines späteren Abstiegs über dieselbe Route ebenfalls zurechtfinden. Die letzten Meter hinauf auf den Gipfel können wir aufrecht gehend zurücklegen:

Gipfelglück:

Viele Alpinisten verirren sich nicht hier herauf. Wir sind erst das zwölfte Team, das sich in diesem Jahr ins Gipfelbuch einträgt. Der Blick vom Gipfel auf Arosa:

Während ich noch im Gipfelbuch stöbere, erkundet Guido die Gipfelregion und schaut sich den zum Piz Culmet führenden Südostgrat als Abstiegsvariante an. Im SAC-Führer wird diese Variante mit T5 bewertet, ist also rein theoretisch genauso schwierig wie der Aufstieg. Da Überschreitungen immer spannender sind, als auf dem Aufstiegsweg zurückzugehen, sind wir uns schnell einig und wagen uns auf diesem Weg nach unten. Zu Beginn ist der Grat sogar recht einfach zu begehen:

Später wird es dann deutlich anspruchsvoller. Hier liegt gerade eine spannende Kletterei hinter uns:

Guido in Aktion:

Einige kleinere Felsen, die im späteren Gratverlauf auftauchen, können wir trotz brüchigem Fels relativ gut überklettern. Vor diesem Felsklotz kapitulieren wir jedoch und verlassen den Grat rechter Hand, um im Geröll abzusteigen:

Zu Beginn können wir uns am links von uns liegenden Fels festhalten, so dass die Gefahr, im steilen Geröll ins Rutschen zu kommen, nicht allzu groß ist. Weiter unten sieht das schon anders aus: Es ist ziemlich anstrengend, hier die Balance zu halten:

Aber mit Glück und Geschick schaffen wir es, heil auf der am Fuße des Grats liegenden Weidefläche der Ramoz-Alpe und dem vom Erzhornsattel zur Ramozhütte führenden Wanderweg anzukommen:

Unser Fazit: Im Abstieg ist diese Route machbar, im Aufstieg dagegen wohl eher nicht! Der Blick auf die Ramozhütte und den links oben im Bild liegenden Sandhubel sowie den anschließenden Guggernellgrat:

Die Überschreitung des Guggernellgrats ist eine andere Hausnummer: Sie wird im SAC-Führer als schwierig beschrieben und das ist dann wirklich sehr schwierig. An der Ramozhütte füllen wir an einem Brunnen unsere Trinkvorräte auf und wandern weiter zur Furcletta, einem auf 2573 Meter hoch gelegenen Übergang von Arosa nach Alvaneu. Unser Tempo ist hier recht gemächlich, weil unsere Blicke immer wieder zum Erzhorn und zum Südostgrat hinübergehen und wir kaum glauben können, dass wir dort hinauf- und auch wieder hinuntergekommen sind. Von Weitem sieht vor allem der Abstieg extrem steil aus:

Der Blick vom Wanderweg zurück auf den Sandhubel und den Guggernellgrat:

Auf der Furcletta:

Von der Furcletta aus geht es hinunter in die Val digl Guert und anschließend wieder hinauf zum Übergang von Culmet:

Der Gipfel rechts im Bild ist das Lenzerhorn. Das nächste Etappenziel ist die Sanaspans-Alpe. Dort gönnen wir uns wie gehabt Mineralwasser beziehungsweise Rivella und legen dann die letzten Kilometer zurück nach Lenz im Eilschritt zurück. Unsere längste, beeindruckendste und sicherlich schönste Tour der letzten Tage kann ich leider nicht auf der Karte präsentieren, da die Wege über die Grate nicht auf OpenStreetMap verzeichnet sind. Aber die Daten der App MapOut kann ich liefern: Dauer achteinhalb Stunden, Streckenlänge 24 Kilometer, 900 Höhenmeter im Aufstieg, 2400 Höhenmeter im Abstieg. Welch ein grandioses Finale unseres gegenwärtigen Aufenthalts. :sonne: Meine Mahlzeiten mit geschätzten Mengenangaben:

  • 9.00 Uhr: 1000 Gramm Wassermelone
  • 20.45 Uhr: 500 Gramm Zwetschgen
  • 23.15 Uhr: 750 Gramm Bananen „Cavendish“

Fleisch habe ich keines mehr, deshalb müssen am Abend Bananen zum Sattwerden herhalten. :stern:

geschrieben von Susanne am 17. August 2019 um 22.46 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern, Wildpflanzen
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Das Wetter ist heute nicht ganz so schön wie gestern, denn der Himmel ist größtenteils bedeckt. Aber Regen ist nicht vorhergesagt, so dass einer weiteren Tour in den Bündner Alpen nichts im Wege steht: Der Postbus bringt uns um 11.17 Uhr von Lenz nach Tinizong, einem Ortsteil der Gemeinde Surses in der Region Albula des Kantons Graubünden. Vom dortigen Dorfzentrum aus starten wir um 12.15 Uhr zu einer Tour zum am Fuße des Tinzenhorns gelegenen Pass digls Orgels, einem auf 2699 Meter hoch gelegenen Übergang von der Chamona d’Ela (Ela-Hütte), einer SAC-Hütte, in das Val d’Err (Errtal). Die ersten dreieinhalb Kilometer wandern wir auf einer Alpstraße, da entlang des Wanderwegs Baumfällarbeiten durchgeführt werden. Der Blick zurück von der Alpstraße auf Tinizong:

Die Alpstraße führt durch das Val Mulegna hinauf zu den Hütten von Tgant Pensa und der Siedlung Pensa. Von Tgant Pensa aus wandern wir auf einem Bergweg hinauf zu den Hütten von Bartg. Der nächste Streckenabschnitt führt über Alpweiden. Zuerst taucht der Westgrat des Tinzenhorns am Horizont auf und kurze Zeit später auch der Gipfel selbst:

Der 2462 Meter hoch gelegene Lai Tigiel und der rechts im Hintergrund liegende Pass digls Orgels:

Dort wollen wir hinauf:

Das Erklimmen der Geröllhalde ist einfacher, als es aussieht und so stehen wir gut drei Stunden nach Beginn unserer Wanderung auf dem Pass digls Orgels:

Die vom Pass aus zu sehende Ostwand des Tinzenhorns macht einen imposanten und wenig einladenden Eindruck:

Die Südwand ist nicht minder beeindruckend:

Im SAC-Führer „Bündner Alpen: Vom Septimer zum Flüela“ ist über das Tinzenhorn Folgendes zu lesen:

Der Corn da Tinizong (Tinzenhorn) wird in unserer Zeit meist von der Chamona d’Ela angegangen. Allerdings endet eine beträchtliche Zahl von Besteigungsversuchen schon vor dem Gipfel.

Das glaube ich gerne! Vom Pass digls Orgels aus wandern wir über weitere Geröll- und Schneefelder hinauf zum Pass d’Ela:

Hier taucht der Piz Ela vor uns auf:

Der Blick zurück auf das Tinzenhorn und den zum Piz Mitgel führenden Westgrat mit Piz Mitgel links im Hintergrund:

Der Pass d’Ela rückt näher:

Hier ist, wenn man weiß wo, der auf dem Pass stehende Wegweiser zu erkennen:

Der Blick vom Pass d’Ela auf Tinzenhorn und Piz Mitgel (der „Zahn“ links im Bild):

Dreieinhalb Stunden zurück nach Tinizong gibt der Wegweiser an, doch wir haben nur noch zweieinhalb Stunden Zeit, bis der letzte Bus von Tinizong zurück nach Lenz fährt. Wir steigen daher ziemlich flott ab. Zeit, um die eine oder andere Aufnahme zu machen, nehmen wir uns aber trotzdem. Im Laufschritt zum Lai Mort, einem der beiden Seen am Fuße des Piz Elas:

Der Blick zurück zum Pass d’Ela:

Abstieg vom Pass in die Ebene von Cotschna:

Von Cotschna aus wandern wir durch das Val d’Err zurück nach Tgant Pensa und treffen dort auf unseren Aufstiegsweg. Hier können wir wieder ein normales Wandertempo einlegen, so dass ich ab und zu bei den am Wegesrand wachsenden Himbeeren zugreifen kann. Der Abstieg nach Tinizong durchs Val Mulegna mit Blick auf den Piz Arblatsch:

Sechs Stunden nach Beginn unserer Wanderung sind wir wieder an der Bushaltestelle von Tinizong. Die Tour im Überblick:

Lenz erreichen wir um kurz nach 19 Uhr. Heute gehe ich nicht zuerst unter die Dusche, sondern zum Kühlschrank und lasse mir ein paar Zwetschgen schmecken. So sieht der vollständige Speiseplan aus, die Mengenangaben sind geschätzt:

  • 9.30 Uhr: 1000 Gramm Wassermelone
  • 19.10 Uhr: 200 Gramm Zwetschgen
  • 21.40 Uhr: 30 Gramm Eigelbe, 5 Gramm Eierschale, 300 Gramm Rumpsteak vom Rind, 300 Gramm Eisbergsalat

Die Eier stammen von einem Lenzer Bauernhof. Sie schmecken deutlich besser als die Eier, die ich in Oberstaufen bekomme.

PS: Während der Tour hören und sehen wir zahlreiche Murmeltiere. Und wenn ich schon keine Bilder von ihnen veröffentliche, möchte ich ebenfalls die farbenprächtigen Alpenblumen, die den rauen Bedingungen im Gebirge trotzen, erwähnen. Sie im Grau der Felslandschaft zu entdecken, ist immer wieder ein kleines Wunder. Danke für dieses intensive Naturerlebnis. :herz: