Archiv für Juli 2019

geschrieben von Susanne am 21. Juli 2019 um 23.09 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Österreich, Wandern, Wildpflanzen
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Den regnerischen und trüben Sonntagvormittag verbringen Guido und ich gemütlich zu Hause. Erst um 14 Uhr machen wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Schoppernau, einer österreichischen Gemeinde, die im Tal der Bregenzer Ach im hinteren Bregenzerwald liegt. Vom Parkplatz der Schoppernauer Bergbahn aus starten wir dann um 15.15 Uhr zu Fuß, um auf den Gipfel des Diedamskopfs zu steigen. Guido bewältigte diesen Aufstieg am 17. Juni schon einmal mit dem Fahrrad: Mit dem Mountainbike auf den Diedamskopf.

Zu Fuß ist der Aufstieg eine technisch einfache Angelegenheit, da der größte Teil der Strecke über breite, geschotterte Fahrwege führt. Konditionell ist er mit rund 1250 Höhenmetern aber durchaus eine Herausforderung. Die ersten Höhenmeter steigen wir über einen schmalen Wanderweg, den Schrannenbachweg, auf. Da Guido wie immer auf unseren Bergtouren ein ziemlich flottes Tempo vorlegt, wird der Aufstieg für mich zu einem Berglauftraining: Ich kann nur mit ihm mithalten, indem ich einzelne Streckenabschnitte jogge. Oberhalb der Mittelstation der Bergbahn verliere ich jedoch aufgrund einer Unachtsamkeit den Anschluss: Ich stolpere über einen größeren Stein und ziehe mir an Händen und Knien Schürfwunden zu. Guido bekommt von meinem Sturz nichts mit und stürmt deshalb munter Richtung Gipfel weiter, während ich ein paar Minuten der Besinnung benötige, bevor ich mich wieder auf den Weg mache. Nun ja, der Schmerz vergeht, der Stolz aber bleibt: Zwei Stunden und zehn Minuten nach unserem Start stehe ich ebenfalls auf dem 2090 Meter hohen Gipfel des Diedamskopfs:

Auch wenn gerade dicke Wolken über die Gipfel der Berge ziehen, ist die Aussicht, die man hier oben hat, beeindruckend. Über 300 Gipfel sollen bei klarem Wetter zu erkennen sein:

Die Kanisfluh, über der eine besonders dunkle Wolke thront, genauer betrachtet:

Der Blick auf die in weiter Ferne liegende Nagelfluhkette:

Nach kurzer Rast geht es zurück zur Mittelstation und von dort aus weiter in Richtung Kreuzle, eines alten Passübergangs, der ins Kleinwalsertal führt. Ein Tiefblick Richtung Norden vom Wanderweg aus:

Der übers Diedamsplateau führende Wanderweg, in der Bildmitte des oberen Bildes ist der Große Widderstein zu erkennen:

Einige der zahlreichen am Wegesrand wachsenden Alpenblumen, der Punktierte Enzian, die Bärtige Glockenblume, ein Knabenkraut, Arnika und eine teilweise erblühte Teufelskralle:

Ein weiterer Tiefblick und der Hohe Ifen:

Vom Kreuzle aus wandern wir über die Falzer- und die Breiten-Alpe zurück nach Schoppernau. Rinder der Falzer-Alpe:

Hier liegt die Üntschenspitze vor uns:

Die Hochkünzelspitze, am rechten Bildrand ist der Zitterklapfen zu sehen:

Alpenidylle an der Falzer-Alpe, im Hintergrund ragt der Große Widderstein empor:

Sonnenuntergang hinter der Kanisfluh:

Fünf Stunden und zwanzig Minuten nach unserem Start kehren wir wieder zu unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz der Bergbahn, zurück. Die Wanderung in der Übersicht:

In der Nähe der Breiten-Alpe lasse ich mir ein paar Halme und Blüten vom Schnittlauch, auf dem letzten Teil der Strecke ein paar wilde Himbeeren schmecken. Das gibt es sonst noch zum Essen:

  • 9.10 Uhr: 50 Gramm Himbeeren, 820 Gramm Wassermelone, 270 Gramm Heidelbeeren
  • 10.50 Uhr: 490 Gramm Trauben „Flame Seedless“
  • 13.20 Uhr: 40 Gramm Himbeeren, 940 Gramm Wassermelone, 290 Gramm Heidelbeeren
  • 21.50 Uhr: 350 Gramm Fleisch, Knorpel, Rippenendstücke und Teile des Brustbeins vom Nacken und von der Brust eines Zickleins, 60 Gramm braune Champignons, 230 Gramm Cherry-Tomaten

PS: Meinen sonntäglichen Putzdienst im Fitnessstudio lasse ich ausfallen und widme mich stattdessen meinem Abendessen. Anschließend ist Nachtruhe angesagt. :stern:

geschrieben von Susanne am 20. Juli 2019 um 23.57 Uhr
Kategorie: Ernährung
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Ich kann mich heute kurzfassen, denn es gibt nicht viel zu berichten: Ich schlafe bis kurz vor neun Uhr, absolviere von zehn bis zwölf Uhr meinen samstäglichen Dienst im Fitnessstudio, halte von vierzehn bis fünfzehn Uhr einen Mittagsschlaf und spaziere am Abend zusammen mit Guido rund um den Kapf. So sehen meine Mahlzeiten aus:

  • 9.15 Uhr: 480 Gramm Trauben „Flame Seedless“
  • 12.20 Uhr: 100 Gramm Himbeeren, 750 Gramm Wassermelone, 320 Gramm Heidelbeeren
  • 18.00 Uhr: zwei Dutzend wilde Kirschen, 1030 Gramm Wassermelone, 210 Gramm Heidelbeeren
  • 23.55 Uhr: 350 Gramm Fleisch, Knorpel, Rippenendstücke und Teile des Brustbeins von der Brust eines Zickleins, 150 Gramm braune Champignons, 250 Gramm Cherry-Tomaten

PS: Nach dem Spaziergang schaue ich kurz im Garten nach dem Rechten. Zu meiner großen Freude entdecke ich die Blüte einer Feuerlilie:

Bisher konnte ich sie nur in anderen Gärten bewundern, aber jetzt ist sie unverhofft auch in „meinem“ Garten heimisch. :sonne:

geschrieben von Susanne am 19. Juli 2019 um 23.55 Uhr
Kategorie: Bayern, Bergtouren, Ernährung, Wandern
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Statt eine Laufrunde rund um Oberstaufen zu drehen, drehe ich am frühen Morgen eine Einkaufsrunde auf dem Wochenmarkt und besorge Beeren, Aprikosen und Fleisch vom Zicklein. Lust, mich intensiv körperlich zu betätigen, verspüre ich allerdings schon, so dass ich nach meinem Dienst im Fitnessstudio beschließe, mit dem Zug nach Oberstdorf zu fahren, um von dort aus aufs Rubihorn zu steigen.

Das Rubihorn ist einer meiner Lieblingsgipfel rund um Oberstdorf: Er ist leicht zu erreichen und im oberen Teil hat man ein bisschen Felskontakt. Um 14 Uhr starte ich nach einstündiger Fahrt vom Oberstdorfer Bahnhof aus zu meiner Gipfeltour. Der erste Teil des Aufstiegs führt durch den Faltenbachtobel. Hier ist es auch bei heißem Sommerwetter angenehm kühl. In der Nähe der Station „Seealpe“ der Nebelhornbahn zweigt ein schmaler Wanderweg, der Rubihornsteig, vom zum Nebelhorn hinaufführenden Fahrweg ab. Ein Schild weist an dieser Stelle darauf hin, dass zurzeit ein Aufstieg zum Nebelhorn nicht möglich ist, da der Weg zwischen den Stationen „Seealpe“ und „Höfatsblick“ wegen Holzfällarbeiten gesperrt ist.

Nichts weist jedoch auf das hin, was mich dann auf dem Weg zum Rubihorn erwartet: Hier sind die Holzfällarbeiten zwar schon abgeschlossen, aber der Wanderweg wurde im Zuge der Arbeiten vollkommen zerstört und immer noch liegen riesige Baumleichen kreuz und quer. Nun ja, da ich mich intensiv körperlich betätigen möchte, bin ich hier ja genau richtig! Ein Blick zurück auf die Station „Seealpe“ der Nebelhornbahn, bevor ich mich der Aufgabe, ein Trümmerfeld zu durchqueren, widme:

Bei der Durchquerung des Trümmerfeldes ist es nicht ganz einfach, die Orientierung zu behalten. Schließlich möchte ich ja irgendwann auf den weiter oben hoffentlich noch intakten Wanderweg gelangen. Dank der App „MapOut“ gelingt es mir aber immer wieder, Wegreste zu finden. Hier stehe ich auf einem dieser Wegreste und schaue über den unteren Teil des zu durchquerenden Trümmerfeldes:

Von oben aus gesehen schaut es eigentlich gar nicht so schlimm aus! Als endlich das von den Holzfällern hinterlassene Trümmerfeld hinter mir liegt, erwarten mich neue Herausforderungen, dieses Mal von Mutter Natur:

Ein Sturm hat hier die Bäume zu Fall gebracht, so dass ich mich teilweise auf neuen Wegen durchs Unterholz schlagen muss. Aber ich bin immerhin nicht die Einzige, die sich durch diesen Irrgarten wagt. Von oben kommt mir eine Gruppe von Wanderern entgegen, deren weiteren Abstieg ich von oben aus beobachte:

Ich beneide sie nicht, der unangenehmste Teil der Strecke liegt nämlich noch vor ihnen. Für mich hat die Plackerei allerdings bald ein Ende: Nach drei recht einfachen Ausweichmanövern um umgestürzte Bäume herum kann ich meinen Weg endlich störungsfrei fortsetzen. Noch ein Blick zurück, im Tal ist Oberstdorf zu sehen:

Die letzten Meter aufs 1857 Meter hohe Niedereck, ein Gratstück zwischen Gaisalphorn und Rubihorn:

Das Panorama am Niedereck, links der weitere Weg zum Rubihorn, rechts das Gaisalphorn und in der Bildmitte Nebelhorn und Hindelanger Klettersteig:

Vom Niedereck aus geht es mal bergauf, mal bergab und meist recht einfach weiter zum Gipfel des Rubihorns:

Schwierigere Stellen sind mit Drahtseilen gesichert, aber meine Hände bevorzugen den Kontakt mit dem Fels. Zweieinhalb Stunden nach Beginn meiner Tour erreiche ich den 1948 Meter hohen Nebengipfel des Rubihorns, auf dem das Gipfelkreuz steht:

Rund zehn Minuten lang genieße ich die Aussicht auf die umliegende Bergwelt und Oberstdorf, dann mache ich mich auf den Abstieg. Die ersten Meter geht es über die Aufstiegsroute zurück:

Statt zurück zum Niedereck laufe ich dann aber in steilen Serpentinen hinunter zum malerisch gelegenen Unteren Gaisalpsee:

Am See gönne ich meinen Füßen ein erfrischendes Fußbad:

Ein letzter Blick auf den Unteren Gaisalpsee, bevor es mit flotten Schritten über die Gais-Alpe und den Walraffweg zurück nach Oberstdorf geht:

Mit flotten Schritten, weil ich mit dem Zug um 19.20 Uhr zurück nach Oberstaufen fahren will. In „normalem“ Wandertempo würde ich ihn allerdings knapp verpassen. So erreiche ich fünf Stunden nach meinem Start und zwanzig Minuten vor Abfahrt des Zugs den Oberstdorfer Bahnhof. Der Zug steht schon bereit, so dass ich direkt Platz nehmen kann. Ende gut, alles gut, kann ich da nur sagen! Die Tour in der Übersicht:

Zurück in Oberstaufen gehe ich kurz in den Garten, um die Blumentröge zu gießen. Zu Hause lasse ich mir erst ein paar Himbeeren schmecken und verschwinde dann unter der Dusche. Frisch geduscht absolviere ich ein paar Dehnungsübungen, anschließend widme ich mich dem Abendessen. Alle meine Mahlzeiten im Überblick:

  • 8.30 Uhr: 420 Gramm Wassermelone
  • 11.45 Uhr: 240 Gramm Himbeeren, 920 Gramm Wassermelone, 110 Gramm Heidelbeeren
  • 20.40 Uhr: 150 Gramm Himbeeren
  • 21.45 Uhr: 260 Gramm Hüfte und 480 Gramm Querrippe (fett) vom Rind, 130 Gramm braune Champignons

Das relativ magere Fleisch vom Zicklein, das ich am Morgen besorgt habe, lasse ich am Abend unbeachtet: Nach der Tour zieht es mich zum Rindfleisch, insbesondere zur fetten Querrippe hin. Sie hilft bestens, meinen doch recht beachtlichen Hunger zu stillen. Nach der Mahlzeit kenne ich nur noch ein Ziel, nämlich mein Bett. :stern:

geschrieben von Susanne am 18. Juli 2019 um 23.51 Uhr
Kategorie: Bayern, Ernährung, Wandern, Wildpflanzen
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Nach dem gestrigen, anstrengenden Arbeitstag gönne ich mir heute einen Urlaubstag, der hauptsächlich der Erholung dient. Sonst bin ich an Urlaubstagen ja meist zusammen mit Guido stundenlang in den Bergen unterwegs. Ganz ohne Berge kommen wir aber auch heute nicht aus: Am Nachmittag bringt uns die Hochgratbahn zur Bergstation. Von dort aus wandern wir über den Panoramaweg und die Brunnenauscharte gemächlich hinunter zur Talstation:

Der Blick über den Panoramaweg Richtung Siplinger Kopf:

Hier ist der Gelchenwanger Kopf, der Nebengipfel des Rindalphorns, zu sehen:

Rinder auf den Weiden der Obergelchenwanger-Alpe:

Die Obergelchenwanger-Alpe:

An der Dietle-Alpe:

Ein gelber Enzian, eine der vielen Alpenblumen, die am Wegesrand blühen:

Der Blick von der Brunnenauscharte auf den Prodelkamm und die Gratvorsäß-Alpe unten in der Bildmitte:

Bis zur Gratvorsäß-Alpe laufen wir einen offiziellen Wanderweg entlang, hinunter zur Hinteren Simatsgund-Alpe führt uns ein nur selten benutzter Jägersteig. Mitten im Wald begegnen wir diesen beiden Zeitgenossen:

An der Hinteren Simatsgund-Alpe hüpfen so viele Heuschrecken über die Weide, dass ich nicht widerstehen kann und gut zwei Dutzend von ihnen verzehre. Das gibt es sonst noch zum Essen:

  • 7.30 Uhr: 210 Gramm Trauben „Black Magic“
  • 11.10 Uhr: 310 Gramm Querrippe vom Rind, 150 Gramm braune Champignons
  • 16.00 bis 18.00 Uhr: Blüten von Habichtskräutern, zwei Dutzend Heuschrecken, Blüten der Wegmalve
  • 21.20 Uhr: 330 Gramm Hüfte und 90 Gramm Knochenmark vom Rind, 80 Gramm braune Champignons

PS: Am Abend bin ich dann trotz Urlaubstag doch noch eine Stunde im Garten aktiv.

geschrieben von Susanne am 17. Juli 2019 um 23.18 Uhr
Kategorie: Ernährung
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Die beiden Kompostbehälter, die ich letztes Jahr aufgestellt habe, sind schon lange voll. Deshalb habe ich gestern mit dem Aussieben des Kompostes eines Behälters begonnen und setze diese Arbeit heute fort:

Der Zersetzungsprozess ist schon fortgeschrittener als erwartet, so dass ich große Mengen an reifem Kompost zur Bodenverbesserung im Garten ausbringen kann:

Auch wenn diese Arbeit schwer ist, ist sie überaus befriedigend. Es ist für mich eines der vielen Wunder der Natur, dass aus Rasenschnitt, Laub und Gartenabfällen feinkrümeliger und wunderbar duftender Humus wird. Reifer Kompost wird auch Gold des Gärtners genannt und das zu Recht, wie ich finde. Nach vier Stunden Arbeit ist der Kompost verteilt und der Behälter mit dem ausgesiebten, groben Material und frischen Abfall zur Hälfte wieder befüllt. Da es in den nächsten Tagen nicht regnen soll, begieße ich das Material während des Befüllens mit Wasser, dem ich einen Kompoststarter beimische. Auf dass ich auch im nächsten Jahr wunderbar nach Waldboden duftenden Humus im Garten verteilen kann. :sonne: Mein heutiger Speiseplan:

  • 8.00 Uhr: 820 Gramm Wassermelone
  • 11.30 Uhr: 340 Gramm Hüfte und 130 Gramm Knochenmark vom Rind, 85 Gramm braune Champignons
  • 16.10 Uhr: 740 Gramm Wassermelone
  • 18.05 Uhr: etwa 200 Gramm rote und schwarze Johannisbeeren, 300 Gramm Trauben „Black Magic“
  • 21.00 Uhr: 560 Gramm Fleisch, Knorpel und Rippenendstücke von der Brust eines Lamms, 70 Gramm braune Champignons

Es ist vorerst das letzte Fleisch von der Brust eines Lamms, das ich am Abend genießen kann. Eine solch perfekte Mischung aus Fleisch und Fett hatte ich schon lange nicht mehr. Aber vielleicht habe ich ja Glück und kann morgen ein genauso perfektes Stück Querrippe vom Rind erbeuten.

PS: Ein Blumengruß aus dem Garten:

Es ist die Blüte einer Sommermargerite, die sich vollkommen unverhofft im Garten angesiedelt hat.