Archiv für Juni 2017

geschrieben von Susanne am 20. Juni 2017 um 22.36 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wildpflanzen
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Um 6.35 Uhr fuhren Guido und ich mit dem Zug nach Röthenbach, einer kleinen Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau am Bodensee und von dort aus mit dem Linienbus nach Lindenberg. Hier trafen wir uns mit Georg, der heute das Steuer des DAV-Vereinsbusses übernahm. Mit dem Zustieg von fünf weiteren DAV-Mitgiedern in Scheidegg war unsere kleine Gruppe dann komplett und es konnte weiter nach Wasserauen gehen, einem Ort im Kanton Appenzell Innerrhoden in der Schweiz. Hier war der Startpunkt unserer heutigen Wanderung im Gebiet des Alpsteinmassivs: Es ging über den Schrennenweg zur Meglisalp und wieder zurück:

Über den Schrennenweg wurde das Vieh hinauf zur Meglisalp und wieder hinunter getrieben, früher mussten auch sämtliche Materialien für die Älpler über diesen Weg transportiert werden. Diese Aufgabe wurde mittlerweile von einer Materialseilbahn übernommen. Anfangs führte der Weg durch einen Mischwald über einen steinigen, aber recht breiten Wanderweg mit zum Teil künstlich angelegten Stufen mässig steil nach oben. Nach etwa zwei Kilometern und rund 300 Höhenmetern lag der Wald hinter und ein großartiges Panorama vor uns:

Der noch zum Teil mit Schnee bedeckte Gipfel im Hintergrund des Bildes war der Säntis, der höchste Gipfel des Alpsteinmassivs. Noch einmal zwei Kilometer weiter lag der Seealpsee zu unseren Füßen:

Die Meglisalp in Sichtweite:

Die Meglisalp, ein kleines Dörfchen mit Gasthaus und Kapelle, war ein wahres Kleinod, in der die Zeit stillzustehen schien:

Kurze Rast auf den Weiden, bevor es zu einer Einkehr ins Gasthaus ging:

Das Gasthaus Meglisalp:

Hinter dem Gasthaus hatte man freien Blick auf den Lisengrat, einem Grat zwischen Säntis und dem Rotsteinpass:

Der Lisengrat war ein Bergwanderweg der Kategorie T3 und sicherlich eine Begehung wert! Im offenen Gelände der Meglisalp brannte die Sonne unerbittlich, so dass sogar ich wieder einmal die Sonnenbrille aufzog und dankbar über diese Wasserstelle war, die am Wegesrand lag:

Auf dem Rückweg nach Wasserauen war diese Passage unterhalb eines überhängenden Felsen wohl der eindrucksvollste Streckenabschnitt:

Am Seealpsee ging es wieder gemütlicher zu:

Ich konnte es nicht lassen, am See die Schuhe auszuziehen und kurz mit den Füßen ins Wasser zu gehen und beneidete alle, die hier eine Ganzkörpererfrischung genießen konnten:

Sechs Stunden waren wir in dieser herrlichen Bergwelt unterwegs, die auch für Pflanzenliebhaber ein wahres Paradies war. Hier war ein Teil der Wegstrecke auch noch einmal auf einer Panoramakarte zu sehen:

Ein herzliches Dankeschön an die Planerin und Führerin dieser Wanderung und natürlich an den Fahrer, die uns diesen schönen Tag ermöglichten. :herz: Zu guter Letzt, mein Speiseplan:

  • 5.45 Uhr: 200 Gramm Sapote „Mamey“, 280 Gramm Bananen „Cavendish
  • 12.30 bis 15.00 Uhr: Wildkräuter (Blüten von Löwenzahn, Rotklee und Alpen-Süßklee, Blätter vom Hasenlattich, Stängel und Blüten vom Wiesenbocksbart, Triebspitzen von Wicken, zahlreiche Kostproben unbekannter Alpenkräuter)
  • 17.40 bis 18.20 Uhr: 400 Gramm Eisbergsalat, 300 Gramm Tomaten, 100 Gramm Cherry-Tomaten, 275 Gramm rote Spitzpaprika
  • 21.35 bis 22.30 Uhr: 570 Gramm Wasser und 360 Gramm Fleisch einer Kokosnuss „Kopyor“, 75 Gramm Paranüsse, 50 Gramm Sesam

Nach der Mahlzeit am Abend war ich im Garten, pflegte und goss die Beete. Anschließend hatte ich noch mehr Hunger als direkt nach der Wanderung. So „musste“ ich die Kokosnuss „Kopyor“ mit Paranüssen und Sesam ergänzen, dann war endlich Zufriedenheit hergestellt.

geschrieben von Susanne am 19. Juni 2017 um 23.10 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
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Im Moment hatte ich zwei Bücher täglich in den Händen, „Blumen der Alpen“ von Hoppe, erschienen im Kosmos-Verlag und die „Naturgeschichte Allgäu“ von Michael F. Schneider. Meist brauchte ich die Bücher, um unbekannte Pflanzen zu identifizieren, aber die „Naturgeschichte Allgäu“ hatte natürlich weitaus mehr zu bieten als Alpenblumen. So las ich vor ein paar Tagen das Kapitel „Geologie der Allgäuer Alpen und des Vorlands“. Heute stand allerdings erneut die Bestimmung von Alpenblumen im Vordergrund, denn auf unserem heutigen Spaziergang von der Bergstation der Hochgratbahn auf den Seelekopf entdeckte ich zahlreiche Pflanzen, die mir noch unbekannt waren. So zum Beispiel das Kugelknabenkraut oder den Berg-Pippau, dessen Stängel wie beim Ferkelkraut unterhalb der Blüte verdickt war:

Die Blüten schmeckten wie die anderer Pippau-Arten recht lecker, die Blätter waren mir zu bitter:

Die Alpen-Distel werde ich aufgrund ihres typisch bogig aufsteigenden Stängels in Erinnerung behalten:

Der untere Stängelabschnitt mit einem Blatt:

Außerdem probierte ich die blauen Blüten des Alpen-Milchlattichs, einer sehr auffälligen Pflanze, die über zwei Meter hoch werden konnte und die mir bisher ebenfalls unbekannt war. Bilder präsentiere ich demnächst, die heutigen waren unscharf! Eine altbekannte Pflanze, der Wundklee, dessen Blüten wie meistens leicht süßlich schmeckten:

Ebenfalls sehr wohlschmeckend waren die Blüten des Gold-Pippaus:

Auf dem Bild war außerdem die Blüte einer Kugeligen Teufelskralle zu sehen. Weitere Pflanzen, die ich fotografierte, konnte ich noch nicht bestimmen, weil das Erledigen anderer Dinge wichtiger war. So bepflanzte ich unter anderem Blumentröge vor dem Haus der Auftragsgeberin und goß am Abend die Blumenbeete. So sahen meine Mahlzeiten aus:

  • 6.10 Uhr: 930 Gramm Wassermelone
  • 9.05 Uhr: 380 Gramm Plattpfirsiche, 410 Gramm Aprikosen
  • 12.40 bis 13.30 Uhr: 140 Gramm Romana-Salat, 310 Gramm Avocados „Reed“, 100 Gramm wilde Avocado, 130 Gramm Sesam
  • 16.45 bis 17.45 Uhr: Wildkräuter (Blüten von Löwenzhan, Gold-Pippau und Alpen-Milchlattich, Blätter vom Hasenlattich)
  • 19.45 Uhr: 310 Gramm Plattpfirsiche, 80 Gramm Aprikosen
  • 21.45 bis 22.30 Uhr: 250 Gramm Durian „Ghan Yao“, 270 Gramm Bananen „Cavendish“, 30 Gramm Johannisbrot

PS: Heute wurde ich meinem Vorsatz, nach 21.00 Uhr nicht mehr vor dem PC zu sitzen, untreu: Ich wollte unbedingt meinen Tagebuch-Eintrag noch veröffentlichen, denn morgen früh geht es wieder einmal in die Schweiz!

PPS: Beinahe hätte ich vergessen, ihn zu erwähnen, den Admiral, der am Wegesrand saß:

geschrieben von Susanne am 18. Juni 2017 um 22.19 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Wildpflanzen
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Die Rote Flüh war ein Berg in den Tannheimer Bergen, einer Untergruppe der Allgäuer Alpen im bayerisch-tirolerischen Grenzgebiet. Namensgeber der Bergregion war der Ort Tannheim im Tannheimer Tal in Tirol. Dorthin ging unsere heutige Tour zusammen mit zwölf anderen Bergliebhabern des DAVs. Startpunkt war ein Parkplatz kurz vor Nesselwängle. Nach der Gipfelbesteigung ging es zur Schneetal-Alm und von dort aus nach einer Einkehr erst über einen schmalen Waldpfad und später über einen breiteren Wanderweg zurück ins Tal:

Die Rote Flüh war der bekannteste Gipfel der Tannheimer Berge. Seinen „Ruhm“ verdankte er vor allem zahlreichen Kletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden. Guido bekam beim Anblick der Scharen von Kletterern ganz leuchtende Augen, mir war ihr Anblick eher unheimlich. Aber nicht nur zahlreiche Kletterer waren heute unterwegs, die wunderschöne Bergwelt lockte auch zahlreiche Wanderer an, die sich allerdings im weitläufigen Gelände verteilten. Nur in Gipfelnähe wurde es zeitweise etwa eng. Die knapp 1000 Höhenmeter, die bis zum Gipfel zu bewältigen waren, verteilten sich auf nur drei Kilometer, das hieß, es ging nach kurzem Einlaufen in ebenem Gelände ziemlich schnell steil bergauf. Der Blick auf die Rote Flüh während des Aufstiegs:

Kurze Rast am Gimpelhaus, einem Basislager für Wander- und Klettertouren:

Hinter dem Gimpelhaus ging es zwischen den letzten Bäumen hinauf in ein Hochkar. Als Kar bezeichnete man kesselförmige Eintiefungen an Berghängen unterhalb von Gipfel- und Kammlagen:

Nicht nur ich war total beeindruckt von dem Anblick, der sich hier bot. Am unteren Rand eines Geröllfeldes ging es weiter zur Judenscharte. Hinter dieser Felsenecke begann dann der „richtige“ Aufstieg mit kleinen Klettereinlagen:

Die einzige seilgesicherte Passage von oben aus gesehen:

Weiter ging es ohne Hilfsmittel:

Am Gipfel:

Der Blick vom Gipfel auf den kurz vor Nesselwängle liegenden Haldensee:

Vom Gipfel hatte man normalerweise auch einen schönen Blick auf die Zugspitze, die sich heute allerdings hinter Wolken versteckte. Rein theoretisch wäre sie rechts neben der links im Bild liegenden Köllenspitze zu sehen:

Während des Abstiegs ergab sich für einige Teilnehmer der Tour eine recht prekäre Lage, als sie statt über den Normalweg über eine Rinne abstiegen. Guido und die Tourenleiterin mussten hier „Erste Hilfe“ leisten:

Wieder alles im grünen Bereich:

Der Blick auf den Nachbargipfel, den Gimpel:

Bei hoher Auflösung erkannte man auf diesem Bild eine Seilschaft, die über den Grat hinauf zum Gipfel kletterte. Der Wanderweg führte durch eine Einbuchtung in der Südwand, anfangs über Steigspuren und zwei Rinnen, dann über Gras und Geröll auf den Gipfel. Eine Gipfeltour, die sicherlich nichts für Leute mit schwachen Nerven war, da immer wieder mit Steinschlag gerechnet werden musste. Hier lag das Kar hinter uns und wir waren auf dem Weg zur Tannheimer-Hütte:

An der Tannheimer Hütte:

Auf dem Weg von der Tannheimer-Hütte zur Schneetal-Alm:

Einkehr an der Schneetal-Alm:

Ab hier ging es nur noch bergab. Widerwillig, jedenfalls was mich betraf. Ich hätte in dieser wunderbaren Bergwelt Wurzeln schlagen können. Auch wenn es sonnig war, es wehte ein recht kühler Wind. Außerdem konnte man an verschiedenen Stellen die Wasserflaschen auffüllen, so dass für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gesorgt war. Fazit: Es war eine perfekte Tour, die einem wieder einmal das Herz aufgehen ließ. :herz: Ein herzliches Dankeschön an die Tourenleiterin, die diese Tour organisiert hatte! So sahen die Mahlzeiten am heutigen Tag aus:

  • 11.30 Uhr: etwa 400 Gramm Cherry-Tomaten
  • 19.00 Uhr: 600 Gramm Rumpsteak vom Rind
  • 21.30 bis 22.00 Uhr: 80 Gramm Romana-Salat, 140 Gramm Sesam

Die Fleischportion war ziemlich üppig, richtig zufrieden war ich danach aber trotzdem nicht. Das Fett fehlte. Meinen Hunger nach Fett befriedigte ich daher zweieinhalb Stunden später mit Sesam. Ende gut, alles gut!

PS: Von Guido gab es eine Tourenbeschreibung auf berg.fit: Rote Flüh. Weitere Informationen fand man auf bergzeit.de: Über den Normalweg auf die Rote Flüh.

PPS: Während der Tour aß ich diverse Wildkräuter: Blüten von Löwenzahn, Berg- und Gold-Pippau, Triebspitzen verschiedener Wicken und ganz viel Wiesenbocksbart.

geschrieben von Susanne am 17. Juni 2017 um 23.12 Uhr
Kategorie: Bayern, Ernährung, Laufen
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Um 6.50 Uhr startete ich zu einem lockeren Dauerlauf durch den Wald am Kapf. Laut Runtastic-App war die Strecke zehn Kilometer lang:

Der Routenplaner von outdooraktive.com gab für die Strecke allerdings eine Länge von 11,7 Kilometern an. Dann hätte ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 9.2 km/h erreicht. Der Mittelwert lag bei 10,9 Kilometern und einer Geschwindigkeit von 8,6 km/h. Dieses Ergebnis erschien mir eigentlich am wahrscheinlichsten!

Am Nachmittag folgte eine zweite Ausdauertrainingseinheit: In flottem Tempo ging es von der Talstation der Hochgratbahn über die Brunnenauscharte zum Gipfel des Rindalphorns. Die 1000 Höhenmeter, die auf eine Streckenlänge von sechs Kilometern verteilt waren, legte ich in einer Zeit von 90 Minuten zurück, einschließlich einiger kurzer Pausen um zu trinken bzw. Wasser nachzufüllen. Die Bewältigung des Hochgratberglaufs mit 850 Höhenmetern in 90 Minuten sollte also wie vermutet kein Problem für mich darstellen! Der Rückweg führte eher gemächlich über die Gündlesscharte und die Rindalpe:

So sahen meine Mahlzeiten aus:

  • 6.00 Uhr: 800 Gramm Wassermelone
  • 10.15 Uhr: 290 Gramm Lachs, 140 Gramm frische Algen „Ramallo“
  • 19.30 Uhr: 320 Gramm Kohlrabi
  • 21.45 bis 22.40 Uhr: 280 Gramm Romana-Salat, 450 Gramm Avocado „Antillano“, 120 Gramm Pistazien

Die Avocado „Antillano“ hatte ein Gesamtgewicht von stolzen 620 Gramm. Von den 620 waren 450 Gramm essbar. Eine Avocado war deshalb mehr als genug für die heutige Abendmahlzeit.

geschrieben von Susanne am 16. Juni 2017 um 22.45 Uhr
Kategorie: Ernährung
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Beine und Füße hatten heute einen Ruhetag, dafür durften sich Arme und Hände bzw. die Finger betätigen: Ich machte mit der Erfassung meiner Mahlzeiten weiter und verewigte außerdem den Hainsalat im Rohkost-Wiki. Abends war das Zupacken bei Gartenarbeit angesagt. Ich war nach wie vor ganz begeistert, wieder einmal in der Erde herumwühlen zu können! Und bei der Arbeit im Garten konnte ich Raum und Zeit genauso vergessen wie beim Wandern. Eine der zahlreichen Glockenblumen, die den Garten zierten:

Eine junges Pflänzchen Knoblauchsrauke, das nach getaner Arbeit zusammen mit einigen Walderdbeeren einen kleinen Imbiss bildete:

Meine übrigen Mahlzeiten:

  • 6.25 Uhr: 320 Gramm Tomaten
  • 10.50 Uhr: 590 Gramm Pfirsiche (bunte Mischung aus weißen, gelben und platten Exemplaren)
  • 15.00 Uhr: 180 Gramm Lachs, 60 Gramm Spaghetti-Algen
  • 18.00 Uhr: 290 Gramm Kohlrabi
  • 21.00 Uhr: 10 Walderdbeeren, zwei große Blätter einer Knoblauchsrauke
  • 21.45 bis 22.30 Uhr: 290 Gramm Durian „Ghan Yao“, 320 Gramm Bananen, 50 Gramm Cashewkerne

Auch heute reichte eine relativ kleine Portion Durian, um den Bedarf zu decken.