Archiv für die Kategorie ‘Natursport’

geschrieben von Susanne am 11. August 2018 um 23.55 Uhr
Kategorie: Ernährung, Omnivore Rohkost, Wandern in Österreich
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Zur Mittagszeit fahren Guido und ich mit schwer bepackten Rucksäcken nach Baad ins Kleinwalsertal. Wir haben vor, den Nordgipfel des Kleinen Widdersteins zu besteigen. Der Kleine Widderstein hat nicht nur einen Nordgipfel, sondern auch einen Südgipfel, die Überschreitung ist allerdings noch anspruchsvoller als die Besteigung des Nordgipfels allein und für heute nicht geplant. Es gibt keine offizielle Route hinauf und das Gelände ist steil und ausgesetzt. Eine Kletterausrüstung mitzunehmen, erscheint uns deshalb mehr als sinnvoll, auch wenn es laut Tourenberichten Wagemutige gibt, die den bzw. die Gipfel ungesichert besteigen.

Von Baad wandern wir zuerst durchs Bärgunttal bis zur Inneren Widderstein-Alpe. Die Alpe ist bewirtschaftet und da ich meine Wasserflasche vergessen habe, frage ich hier nach einer Flasche zum Mitnehmen. Es gibt allerdings nur große Glasflaschen und mich damit auch noch abzuschleppen, ist mir dann doch zu mühsam! Also geht es ohne Wasservorrat abseits der offiziellen Wanderwege über einem schmalen Pfad weiter hinauf zur Mittleren Widderstein-Alpe. Diese Alpe ist nicht bewirtschaftet und wird nur noch selten privat genutzt. Aber ich habe Glück, heute ist ein Bergliebhaber anwesend und kann mir mit einer Plastikflasche aushelfen, die ich an der Alpe mit frischem Bergwasser füllen kann.

Das Problem der Wasserversorgung ist also gelöst und es kann frohgemut weiter hinauf zum Gipfel des Bärenkopfs gehen! Der Bärenkopf ist unser erstes Etappenziel für heute. Ein kleines Kreuz schmückt seinen Gipfel: Als ich uns ins Gipfelbuch eintragen will, erlebe ich Enttäuschung, es ist vollkommen durchnässt und damit unbrauchbar:

Vom Gipfel des Bärenkopfs aus laufen wir auf einem recht breiten Grat mit Blick auf den Kleinen Widderstein und den wolkenverhangenen Großen Widderstein Richtung Süden:

Schließlich liegt sie direkt vor uns, die steile Wand hinauf zum Nordgipfel des kleinen Widdersteins. Den Einstieg habe ich auf dem Foto mit einem roten Pfeil markiert:

Um den Einstieg zu erreichen, muss man steil absteigen, rechts und links nichts als Abgrund vor Augen. Diese Tatsache zusammen mit dem für mich abweisenden Anblick des Nordgrats führt bei mir zum Auftreten einer spontanen Sperre: Hier will ich heute nicht hinauf! Und allein will Guido Gott sei Dank auch nicht weiter. Wir legen also eine kurze Rast ein und machen uns dann auf den Rückweg. Dieser führt nicht über den Grat, sondern an der Flanke entlang durch steiles Grasgelände:

Ein Panoramablick:

Der Blick ins Kleinwalsertal:

Zurück an der Mittleren Widderstein-Alpe führen wir ein nettes Gespräch mit dem anwesenden Bergliebhaber und machen mit ihm einen kleinen Rundgang durch das Gebäude. Hier eine Auszeit genießen zu können, ist wirklich etwas Besonderes! Zum Schluss unserer Tour guckt der Kleine Widderstein doch noch ziemlich freundlich:

Mal schauen, vielleicht kommen wir wieder. Als Rohköstlerin weiß ich ja, dass sich der Bedarf jederzeit ändern kann! Meine heutigen Mahlzeiten:

  • 8.10 Uhr: 230 Gramm Schlangengurke, 300 Gramm Wassermelone
  • 10.30 Uhr: 590 Gramm Zwetschgen
  • 16.00 Uhr: etwa 350 Gramm Trauben „Vitroblack“
  • 19.45 Uhr: 480 Gramm Zwetschgen
  • 23.15 Uhr: 180 Gramm braune Champignons, 510 Gramm Rumpsteak vom Rind, 420 Gramm Eisbergsalat

PS: Die Daten der Tour, aufgezeichnet mit Hilfe der App MapOut: Dauer 5,5 Stunden, Länge 17,5 Kilometer und 1120 Höhenmeter.

PPS: Vielleicht sollte ich mir vor dem nächsten Versuch, den Kleinen Widderstein zu besteigen, eine Pfeife zulegen:

geschrieben von Susanne am 28. Juli 2018 um 23.55 Uhr
Kategorie: Ernährung, Vegane Rohkost, Wandern in Bayern, Wildpflanzen
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Es ist heute merklich kühler als die vergangenen Tage, am Vormittag und am Abend fallen sogar ein paar Regentropfen. Die Bedingungen für einen Aufenthalt in den Bergen sind also gut und Guido und ich besuchen am Nachmittag einen unserer Hausberge, das Rindalphorn. Wir wandern über die Brunnenauscharte hinauf und über die Gündlesscharte hinab:

Die Wanderung ist nach dem gestrigen, emotional doch sehr berührenden Tag des Blutmonds Balsam für die Seele. Am Gipfel des Rindalphorns:

Meine Seele wird gestreichelt, mein Geist klarer und mein Körper gestärkt: Unterwegs finden wir Blaubeeren, Himbeeren und Walderdbeeren. So sehen meine übrigen Mahlzeiten aus:

  • 6.30 Uhr: 740 Gramm Wassermelone
  • 8.40 Uhr: 670 Gramm Zwetschgen „Katinka“
  • 11.35 Uhr: 160 Gramm Himbeeren, 350 Gramm schwarze Johannisbeeren
  • 19.00 Uhr: 930 Gramm Wassermelone
  • 22.35 Uhr. 970 Gramm Süßkirschen

Es gibt also ausschließlich Beeren und Früchte. Passt aber wohl, denn mein Immunsystem ist rein gefühlsmäßig nicht ganz auf der Höhe!

geschrieben von Susanne am 25. Juli 2018 um 23.17 Uhr
Kategorie: Ernährung, Omnivore Rohkost, Wandern in Österreich, Wildpflanzen
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Gestern Abend habe ich einen Kollegen gebeten, meinen heutigen Dienst im Fitnessstudio zu übernehmen, damit Guido und ich schon am Vormittag zu einer Tour auf den Kleinen Widderstein aufbrechen können. Am Morgen ändern wir jedoch spontan unser Tourenziel und fahren ins Brandnertal bzw. zur Talstation der Lünerseebahn, um von dort aus die Schesaplana zu besteigen. Die Schesaplana ist mit einer Höhe von 2965 Metern der höchste Berg im Rätikon, einer Gebirgsgruppe in den Ostalpen. Über ihren Gipfel verläuft die Staatsgrenze zwischen dem österreichischen Bundesland Vorarlberg und dem Schweizer Kanton Graubünden. Der Aufstieg führt über den „Bösen Tritt“ zur der am Lünersee liegenden Douglass-Hütte und von dort aus über die Totalphütte zum Gipfel. Eine Hinweistafel an der Talstation der Lünerseebahn gibt für den Aufstieg eine Zeit von 4 1/2 Stunden an, wir sind nach 2 3/4 Stunden oben. Dicke Wolken, die bis etwa 12.00 Uhr für angenehm kühle Temperaturen sorgen, machen den Aufstieg trotz den 1400 Höhenmetern, die zu überwinden sind, fast zu einem Vergnügen. Später lichtet sich die Wolkendecke und es wird deutlich wärmer. Aber dann sind wir ja schon wieder auf dem Abstieg! Was mich ein bisschen stört, sind die Menschenmassen, die auf dieser Strecke unterwegs sind, denn die Schesaplana ist trotz ihrer Höhe von fast 3000 Metern ein relativ leicht zu besteigender Gipfel, vor allem, wenn man die Bahn benutzt (was wir nicht machen!) oder gar auf der Totalphütte übernachtet. So sieht es auf den letzten Metern hinauf zum Gipfel aus:

Das Gipfelpanorama, am rechten Bildrand ist der Brandner Gletscher zu sehen:

Noch einmal der Brander Gletscher:

Rechts unten im Bild ist ein See zu erkennen, in den ein Teil des Gletschers ausläuft. Die Stelle im Zoom:

Man sieht wie gewaltig das Gletschereis aufragt und im Wasser schimmen abgebrochene Eisbrocken! Da der Gipfel der Schesaplana von zahlreichen Menschen belagert wird und wir das Gefühl haben, auf einem Marktplatz zu stehen und nicht auf dem Gipfel eines Berges, halten wir uns nicht allzu lange dort auf und machen uns an den Abstieg bzw. auf den Weg zu einem Nebengipfel, wo wir unsere Gipfelrast einlegen wollen. Ein Weg führt nicht dorthin, aber den brauchen wir auch nicht. Der Blick vom Nebengipfel zurück zum Hauptgipfel:

Während unserer Gipfelrast essen wir Aprikosen und machen uns Gedanken darüber, wie es weitergehen soll. Lust, den überlaufenen Weg zurück zur Totalphütte zu gehen, hat nämlich keiner von uns beiden. Guido entdeckt dann auf einer Karte, dass es die Möglichkeit gibt, über den sogenannten Südwandsteig abzusteigen. Zum Steig kommt man über einen in die Schweiz führenden Wanderweg, aber wir machen die Sache etwas komplizierter und wandern über Geröll weglos weiter:

Das Laufen über Geröll ist koordinativ sehr anspruchsvoll und man muss immer 100 % bei der Sache sein. Aber wenn nicht gerade ein Brocken unter einem abrutscht, macht es sehr viel Spaß! Ein Schneefeld ist zu Guidos Freude ebenfalls zu überwinden:

Ich stehe dem „Abfahren“ über ein Schneefeld immer etwas skeptisch gegenüber. Aber vielleicht gewinne ich mit zunehmender Routine der Sache ja irgendwann auch noch etwas ab. Der Südwandsteig ist mit rotgelben Punkten markiert und stellenweise mit Drahtseilen gesichert:

Hier sind wir ganz allein unterwegs und können Ruhe und Einsamkeit genießen. Der Steig mündet im weiteren Verlauf wieder auf den normalen Wanderweg. Beim Blick über die Landschaft erkennen wir jedoch kurz vorher unterhalb der Totalpköpfe eine Pfadspur und machen uns quer durchs Gelände auf den Weg dorthin. Die Totalpköpfe sind drei Gipfel am Rande der Totalp, meist ohne Namen auf den Landkarten. Sie werden deshalb im SAC-Führer „Ringelspitz, Arosa/Rätikon“ nach ihrer Höhe als P. 2713, P. 2587 und P. 2556 bezeichnet. Wir steigen zuerst zum P. 2713 auf und laufen dann weiter zuerst dem Grat folgend, dann absteigend zum P. 2587. Am Fuße dieses Gipfels treffen wir auf einen alten Wegweiser, einen Weg suchen wir allerdings vergebens. Immerhin führt eine Pfadspur hinauf, so dass wir hier ebenfalls einen kurzen Abstecher hinauf machen:

Zurück am Wegweiser laufen wir weiter über die Fläche der Totalp ab:

Hier wächst kein einziger Grashalm, wahrscheinlich kommt deshalb diese Hochebene zu ihrem Namen. Aber ganz ohne Leben ist selbst die Totalp nicht:

Der Blick von der Totalp auf den Lünersee:

Am Rand der Totalp treffen wir wieder auf einen offiziellen Wanderweg, der von der Gamsluggen, einer Senke im Ostgrat des Schesaplanamassivs, kommt und zur Totalphütte führt. Hier läuft uns ein Schneehuhn mit seinen Küken über den Weg! Die Totalphütte:

Der über der Hütte thronende Gipfel ist der Zirmenkopf (2805 Meter). Für den Abstieg von der Totalphütte hinunter zum Lünersee finden wir ebenfalls einen Weg, auf dem kaum ein Wanderer anzutreffen ist:

Der Lünersee rückt näher:

Das letzte Stück hinunter zum See verläuft über einen steilen Grashang. Zurück zur Douglass-Hütte wandern wir auf dem Uferweg und von dort aus geht es über den „Bösen Tritt“ wieder zur Talstation der Lünerseebahn. Knapp acht Stunden nach dem Start unserer Wanderung sind wir wieder zurück auf dem Parkplatz. Weitere Daten der Tour: Länge 17 Kilometer, 1550 Höhenmeter (gefühlt sind es mehr!). Was nicht messbar ist, ist der Erlebniswert. Für mich liegt er auf einer Skala von eins bis zehn bei dieser Tour auf zehn, trotz der Menschenmassen auf dem Gipfel der Schesaplana. Danke für diese wundervolle Tour! :herz: Zurück zu Hause stärke ich mich mit einem Stück Wassermelone sowie Zwetschgen und gehe dann zwei Stunden in den Garten arbeiten. So sehen meine Mahlzeiten aus:

  • 6.00 Uhr: 380 Gramm Wassermelone
  • 7.00 Uhr: 200 Gramm Feigen
  • 12.00 Uhr: etwa 400 Gramm Aprikosen
  • 15.00 bis 15.30 Uhr: Blüten des Wund- und des Rotklees, Blütenstände des Brillenschötchens, eine Löwenzahnblüte
  • 18.45 Uhr: 400 Gramm Wassermelone, 400 Gramm Zwetschgen
  • 22.00 bis 23.00 Uhr: 440 Gramm T-Bone-Steak und 80 Gramm Knochenmark vom Rind, 85 Gramm Zwiebellauch, 340 Gramm Eisbergsalat

Das T-Bone-Steak habe ich vorgestern beim Metzger gekauft. Das Fleisch schmeckt genial, aber was ich nicht mag, ist der Fettrand. Er schmeckt ranzig. Ich habe jedoch Markknochen im Haus, so dass ich nicht nur meinen Fleischhunger, sondern auch meinen Fetthunger stillen kann!

PS: Weitere Bilder und Informationen zur Route: Schesaplana (2.965m) und Totalpköpfe

geschrieben von Susanne am 21. Juli 2018 um 23.19 Uhr
Kategorie: Ernährung, Omnivore Rohkost, Wandern in Bayern
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Nach dem Dienst im Fitnessstudio, einer Einkaufsrunde und dem Mittagessen sitze ich heute viereinhalb Stunden lang vor meinen Studienunterlagen und lerne. So lange habe ich schon lange nicht mehr durchgehalten. Aber ich habe ja auch einiges nachzuarbeiten, denn die letzten drei Wochen lagen Hefte und Bücher fast unberührt auf dem Tisch. Um 19.00 Uhr geht es dann aber doch noch nach draußen, Guido und ich wandern hinauf zum Hündle:

Bei kühlem und regnerischem Wetter sind wir heute allein unterwegs und genießen die Einsamkeit am Berg:

Meine Mahlzeiten:

  • 7.30 Uhr: 670 Gramm Süßkirschen
  • 13.25 bis 14.30 Uhr: 280 Gramm Fett vom Rind (mit ein bisschen Fleisch), 150 Gramm Eisbergsalat, 145 Gramm Sesam
  • 22.25 bis 23.10 Uhr: 300 Gramm Fleisch, Knorpel und Rippenendstücke von der Brust eines Lamms, 70 Gramm Sesam, 400 Gramm Eisbergsalat

Die Brust vom Lamm kann vom Geschmack her nicht an die vom Zicklein heranreichen, aber immerhin gibt es ein paar Knochenenden zu Knabbern!

geschrieben von Susanne am 20. Juli 2018 um 23.12 Uhr
Kategorie: Barfußgehen, Ernährung, Lebensmittelbeschaffung, Omnivore Rohkost, Wandern in Bayern, Wildpflanzen
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Himbeeren bekomme ich heute auf dem Markt keine mehr, aber mit schwarzen Johannisbeeren, Blaubeeren, Süßkirschen und Marillen kann ich mich noch eindecken. Tagsüber greife ich dann aber erst einmal bei einer Wassermelone zu und am Abend schenkt mir das Universum unverhofft doch noch eine recht ansehnliche Portion Gartenhimbeeren: Sie wachsen außerhalb eines eingezäunten Grundstücks in Tronsberg. Der größte Teil der Früchte ist schon überreif oder gar vertrocknet, was darauf hindeutet, dass die Besitzer des anliegenden Hauses keine Himbeerliebhaber sind. Guido und ich bedienen uns also mit gutem Gewissen und mich wundert nicht zum ersten Mal, dass Köstlichkeiten den Leuten regelrecht in den Mund hineinwachsen und sie trotzdem nicht zugreifen. Alle meine Mahlzeiten:

  • 7.05 Uhr: 380 Gramm Süßkirschen
  • 13.15 Uhr: 1010 Gramm Wassermelone
  • 17.30 Uhr: 1100 Gramm Wassermelone
  • 20.25 Uhr: etwa 300 Gramm Himbeeren
  • 22.10 bis 23.15 Uhr: 100 Gramm braune Champignons, 90 Gramm Wildkräuter (Vogelmiere, Wilder Fenchel, Ackermelde, Kapuzinerkresse), 380 Gramm Eisbergsalat, 230 Gramm Rumpsteak sowie 130 Gramm Knochenmark vom Rind

Der Streckenverlauf unserer abendlichen Wanderung:

Vier der dreizehn Kilometer laufe ich barfuß:

Das Barfußgehen tut sehr gut, genau wie der leichte Regen, der gegen Ende der Wanderung niedergeht. Fürs Wochenende ist Gott sei Dank weiterer Regen vorhergesagt, denn die unbarmherzig scheinende Sonne hat den Boden schon ganz schön ausgetrocknet.

PS: Diese Aufnahme einer an unserem Haus wachsenden Stockrose entsteht um die Mittagszeit: