Archiv für die Kategorie ‘Gedichte’

geschrieben von Susanne am 18. Juli 2017 um 23.54 Uhr
Kategorie: Ernährung, Gedichte, Omnivore Rohkost
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Heute war ich vor allem damit beschäftigt, meine materiellen Energiereserven wieder aufzufüllen, d.h. ich habe ordentlich gefuttert. „Passend“ dazu bin ich über einen Artikel gestolpert, in dem von einem über 100-jährigen Yogi berichtet wird: 104 Jahre alt – Yogi Swami Ygananda präsentiert seine Beweglichkeit und plant, 150 zu werden. Zitat aus dem Artikel:

Er isst bloß einmal am Tag, nach jedem dritten Tag legt er eine Fastenwoche ein. Verdauen, findet er, kostet einfach zu viel Energie im Leben.

Für das Verarbeiten von Nahrung wird Energie benötigt, so viel ist klar, aber man bekommt doch weitaus mehr, als man für die Verdauung aufbringen muss. Ist jedenfalls meine Erfahrung. Ganz davon abgesehen, dass die Nahrungsaufnahme ein sinnliches Vergnügen ist, auf das ich nicht verzichten möchte. Aber als Yogi ist man an sinnlichen Vergnügungen wohl eher nicht interessiert. :updown: Dabei machen diese doch das Leben erst lebenswert! Meine heutigen Schlemmereien:

  • 8.20 Uhr: 450 Gramm Wassermelone
  • 10.05 Uhr: 1040 Gramm Wassermelone
  • 12.20 bis 13.10 Uhr: 690 Gramm Aprikosen, 720 Gramm Bananen „Cavendish“, 90 Gramm Cashewkerne
  • 18.45 bis 19.15 Uhr: 160 Gramm Karotten, 55 Gramm Paranüsse
  • 22.30 bis 23.15 Uhr: 180 Gramm mageres Fleisch, 140 Gramm fette Querrippe und 50 Gramm Knochenmark vom Rind

PS: Um 20.00 Uhr habe ich mir das sinnliche Vergnügen gegönnt, kurz vor dem Beginn eines Gewitterregens nach draußen zu gehen. Der Wind riss heftig an meinem Schirm und weckte Erinnerungen an die Geschichte vom fliegen Robert:

Wenn der Regen niederbraust,
Wenn der Sturm das Feld durchsaust,
Bleiben Mädchen oder Buben
Hübsch daheim in ihren Stuben. –
Robert aber dachte: „Nein!
Das muss draußen herrlich sein!“ –
Und im Felde patschet er
Mit dem Regenschirm umher.

Hui, wie pfeift der Sturm und keucht,
Dass der Baum sich niederbeugt!
Seht! Den Schirm erfasst der Wind
Und der Robert fliegt geschwind
Durch die Luft so hoch und weit;
Niemand hört ihn, wenn er schreit.
An die Wolken stößt er schon
Und der Hut fliegt auch davon.

Schirm und Robert fliegen dort
Durch die Wolken immerfort.
Und der Hut fliegt weit voran,
Stößt zuletzt am Himmel an.
Wo der Wind sie hingetragen,
Ja, das weiß kein Mensch zu sagen.

So weit wie den Robert hat mich der Wind nicht getragen. Bevor es ganz wüst wurde, es hagelte etwas später sogar, bin ich nämlich schön brav nach Hause gegangen!

geschrieben von Susanne am 26. April 2017 um 23.23 Uhr
Kategorie: Ernährung, Gedichte, Vegane Rohkost
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Böses Wetter, böses Wetter!
Es entladen sich die Götter,
Reinigen ihr Wolkenhaus,
Und die Menschen baden’s aus.

So weit Franz Grillparzer zum Thema Dauerregen! Wir haben den Regen allerdings weniger ausgebadet als ausgesessen. Erst am Nachmittag, als der göttliche Reinigungsdienst die Regenmenge etwas gedrosselt hat, haben wir uns kurz nach draußen gewagt:

Zum Ausbaden kam ich dann am Abend im Aquaria: Im warmen Thermalwasser liegend konnte man dort den Regen sogar genießen. Das habe ich heute an Lebensmitteln genossen:

  • 9.40 Uhr: 350 Gramm Cherry-Tomaten, 200 Gramm rote Paprika
  • 10.50 bis 11.20 Uhr: 380 Gramm Romana-Salat, 400 Gramm Avocados „Fuerte“, 55 Gramm Braunhirsekeimlinge
  • 15.15 bis 15.40 Uhr: 180 Gramm Papaya „Solo“, 640 Gramm Papaya „Formosa“
  • 19.20 bis 19.50 Uhr: 320 Gramm Sapote „Chico“, 380 Gramm Bananen „Cavendish“, 30 Gramm Johannisbrot

Die Sapote „Chico“ hat wieder genial geschmeckt, leider war es die letzte. Für nächste Woche habe ich aber nach der Mahlzeit spontan Sapotillen bei Tropenkost bestellt und die schmecken ja ähnlich!

geschrieben von Susanne am 12. April 2017 um 23.23 Uhr
Kategorie: Barfußgehen, Ernährung, Gedichte, Laufen, Lebensmittelbeschaffung, Omnivore Rohkost, Sport, Wandern in Bayern, Wildpflanzen
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Um 8.40 Uhr bin ich zu einer Joggingrunde gestartet. Es lief bzw. meine Beine liefen wesentlich besser als vorgestern! Allerdings habe ich heute auch auf Experimente jeglicher Art verzichtet und bin ausschließlich altbekannte Wege gelaufen. Das kam dabei heraus:

Punkt 12 Uhr wurde ein Paket von Orkos mit folgendem Inhalt geliefert: 1,5 Kilogramm Sapoten „Mamey“, 500 Gramm Sapoten „Negro“, 1 Kilogramm Sapotillen (So stand es auf der Rechnung. Ich nehme aber an, dass es Sapoten „Chico“ aus Mexico sind, die Früchte sind nämlich rund und nicht oval), 1 Kilogramm Avocados „Hass mini“, 500 Gramm Kakaoschote, 4 Trinkkokosnüsse, 2 Kokosnüsse „Kopyor“ und 1 Kilogramm junge Erbsen. Drei der Sapotillen und zwei Sapoten „Negro“ kamen reichlich zerdrückt bei mir an, weshalb ich sie gar nicht erst groß verstaut, sondern mehr oder weniger gleich gegessen habe. So sahen meine Mahlzeiten aus:

  • 5.00 Uhr: 250 Gramm gelbe Honigmelone
  • 9.50 Uhr: 590 Gramm Melone „Cantaloupe“
  • 12.10 Uhr: 320 Gramm Sapotillen/Sapotem „Chico“
  • 15.00: 210 Gramm Bananen „Cavendish“, 340 Gramm Sapoten „Negro“
  • 18.00 bis 18.30 Uhr: Wildkräutermahlzeit
  • 19.30 bis 20.10 Uhr: 130 Gramm Erbsen, 250 Gramm Romana-Salat, 220 Gramm Avocados „Hass mini“
  • 23.10 bis 23.20 Uhr: 240 Gramm Tafelspitz (mit schmalem Fettrand) und 50 Gramm Knochenmark vom Rind

Die Wildkräuter habe ich auf dem Rückweg unserer Wanderung über Thalkirchdorf aufs Hündle gegessen:

Neben zahlreichen dieses Jahr schon öfters gegessenen Wildkräutern wie Brennnessel, Taubnessel, Wiesen-Labkraut, Sauerampfer, Scharbockskraut, Löwenzahn und Ehrenpreis konnte ich heute das erste Mal junge Triebe des Weißdorns und zahlreiche Zaunwicken essen, letztere zum Teil mit Beilage:

Etwa zwei Kilometer der Strecke, über die Weiden am Teufelslift bis hinauf zum Gipfel des Hündle, bin ich barfuß gelaufen:

An der Hochsiedel-Alpe war der Untergrund am fußfreundlichsten:

Am Gipfel des Hündle, dort wehte wie so oft ein kräftiger Wind:

Die Abendstunden habe ich mit der Erfassung meiner Mahlzeiten und mit dem Training meiner Finger verbracht: Ich habe vor ein paar Tagen das Tipp10-Schreibtraining wieder entdeckt und trainiere im Moment vor allem die Sonderzeichen, da ich diese noch nicht besonders flüssig tippen kann. Filme und Dokumentationen gucke ich schon seit Wochen keine mehr, das Lesen vor dem Einschlafen ist allerdings mittlerweile schon fast zur Routine geworden. :stern:

PS: Mein Gedicht des Tages, es nennt sich Zwiegespräche, der Autor ist mir unbekannt:

Sag‘ mir, was ich bin und was ich werde? Erde!
Sag‘ mir, was ich wollte und getan? Wahn!
Sag‘, was mir bleibt, bar des Sonnenlichts? Nichts!
Sag‘, wofür war es dann wert zu leben?
Um zu lieben!
Um zu träumen!
Um zu geben!

geschrieben von Susanne am 14. August 2016 um 23.23 Uhr
Kategorie: Barfußgehen, Ernährung, Gedichte, Omnivore Rohkost, Wandern in Bayern
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Einen Tag bei schönem Wetter zu Hause bleiben, das ist machbar, aber zwei Tage hintereinander, das grenzt an Selbstkasteiung. Also haben wir uns heute dem großen Strom der Sonnenhungrigen angeschlossen und sind morgens um 10.45 Uhr mit dem Bus zur Talstation der Hochgratbahn gefahren. Dort herrschte wie erwartet ein ziemlicher Andrang. Zum ersten Mal hatten wir keine Gondel für uns allein, sondern mussten uns eine mit zwei stämmigen Herren teilen. Der Sauerstoffvorrat hat bis zur Bergstation knapp gereicht.

Von der Bergstation aus sind wir einen Teil des Premiumwanderwegs „Alpenfreiheit“ gewandert. Die Strecke führte über den Seelekopf, den Hohenfluhalpkopf, die Rohnehöhe, den Falken und den Hohen Häderich zum Alpengasthof Hörmoos. Von dort aus sind wir mit Bus und Imbergbahn wieder zurück nach Oberstaufen gefahren. Die Streckenlänge betrug laut Runtastic App gerade einmal 8 Kilometer, hatte es aber nicht nur aufgrund der zu bewältigenden Höhenmeter (aufwärts 380, abwärts 770) in sich. Besonders auf dem Teilstück zwischen Falken und Hohem Häderich war tatsächlich wie auf den Schildern angekündigt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Ohne Stahlseile wären hier einige Stellen nicht zu passieren gewesen. Ein bisschen überrascht waren wir von den Kletterpassagen, die wir hier zu überwinden hatten, schon. Vor allem ich mit meinen Trekking-Sandalen an den Füßen. Momentaufnahmen von der Wanderung:

Rinder_auf_dem_Hochgrat

Panorama_Seelekopf_1

Panorama_Seelekopf_2

Auf dem Weg zum Hohen Häderich:

Auf_dem_Weg_zum_Hohen_Haederich_1

Auf_dem_Weg_zum_Hohen_Haederich_2

Auf_dem_Weg_zum_Hohen_Haederich_3

Auf_dem_Weg_zum_Hohen_Haederich_4

Auf_dem_Weg_zum_Hohen_Haederich_5

Glücklich auf dem Gipfel:

Hoher_Haederich_Gipfel

Der Blick vom Hohen Häderich auf den Bodensee:

Hoher_Haederich_Blick_auf_den_Bodensee

Der Abstieg:

Hoher_Haederich_Abstieg

Abstieg_Hoher_Haederich

Hier bin ich eine kurze Strecke barfuß gelaufen. Und konnte anschließend in dem kleinen See am Alpengasthof Hörmoos meine Füße erfrischen:

Hoermoos_See

Gut drei Stunden haben wir bis zum Alpengasthof gebraucht. Wir waren froh, dass wir von dort aus den Bus zum Imberghaus nehmen konnten. Der Marsch über den Asphalt der Fahrstraße wäre bei der Hitze kein wirkliches Vergnügen gewesen. Vom Imberghaus sind wir mit der Gondel hinunter nach Steibis gefahren. Die Busfahrten vom Hörmoos zum Imberghaus und von Steibis nach Oberstaufen waren übrigens recht abenteuerlich. Sogar die Polizei war im Einsatz. Wir waren aber Gott sei Dank nur Zuschauer der verschiedenen Ereignisse. Nach einer kurzen Erholungspause in den eigenen vier Wänden bin ich um 17.00 Uhr ins Aquaria gegangen und dort sehr gemächlich 1000 Meter geschwommen. Anschließend habe ich mich in der Sauna aufgewärmt. Am Abend waren Guido und ich auf dem Kapf. Die Stimmung war wieder einmal himmlisch:

Abenddaemmerung

Auf den Kapf hinauf und hinunter zum Paradies bin ich barfuß gelaufen. Am dortigen Gasthof besteht die Gelegenheit, an einem Brunnen die Schuhe zu reinigen. Ich habe sie genutzt, um meine Füße zu reinigen:

Fussreinigung

Zurück zu Hause haben mich so viele schöne Überraschungen erwartet, dass ich vollkommen sprachlos war. So ist eines meiner verloren gegangenen Lieblingsbilder wieder da. Im Jahr 1990 mit meinen beiden Ältesten:

Familienbild_1990

So sahen meine heutigen Mahlzeiten aus:

  • 7.00 Uhr: 270 Gramm Ananas „Cayenne“
  • 9.15 Uhr: 330 Gramm Durian „Gahn Yao“, 410 Gramm Bananen „Cavendish“, 70 Gramm Wabenhonig „Wald“
  • 16.45 Uhr: 500 Gramm (Wasser und Fleisch) Kokosnuss „Kopyor“
  • 22.15 bis 23.00 Uhr: 160 Gramm Leber, 440 Gramm Fleisch, Fett und Rippenendstücke vom Zicklein, 130 Gramm Eisbergsalat

Während dem Abendspaziergang habe ich außerdem Blätter, Blüten- und Samenstände der Brennnessel gegessen und im Laufe des Tages, vor allem während der Wanderung und nach der Sauna gut 2 Liter Wasser getrunken. Nach der letzten Mahlzeit fiel mir nur noch eines ein:

Müde bin ich, geh‘ zur Ruh‘,
Schließe beide Äuglein zu.
Vater laß die Augen dein
Über meinem Bette sein.

Hab ich Unrecht heut getan!
Sieh‘ es, lieber Gott, nicht an!
Deine Gnad‘ und Jesu Blut
Macht ja allen Schaden gut.

Alle, die mir sind verwandt,
Gott laß ruhn in deiner Hand.
Alle Menschen groß und klein,
Sollen dir befohlen sein.

Kranken Herzen sende Ruh,
Nasse Augen schließe zu,
Laß den Mond am Himmel steh’n
Und die stille Welt beseh’n.

Louise Hensel (1798 – 1876), deutsche Dichterin

Gute Nacht! :stern:

geschrieben von Susanne am 7. März 2016 um 23.23 Uhr
Kategorie: Ernährung, Gedichte, Lebensweisheiten, Literatur, Omnivore Rohkost
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Die erste Mahlzeit fand um 7.30 Uhr statt und bestand aus einer Pomelo von 770 Gramm. Dies war außer vier Bananen der Sorte „Feige-Apfel“ die einzige Frucht, die ich noch im Haus hatte. Bevor ich „richtig“ frühstücken konnte, musste ich also erst einmal einkaufen gehen. Beim Obst- und Gemüsehändler habe ich mir zwei Mangos, eine Papaya und vier Vanille-Kakis gekauft. Eine Mango von 360 Gramm und 350 Gramm der Papaya bildeten um 9.45 Uhr die zweite Mahlzeit. Die Mittagsmahlzeit bestand aus drei Kakis von 980 Gramm und 220 Gramm Bananen „Feige-Apfel“. Schon während der Mahlzeit kamen Glücksgefühle in mir auf, himmlische Phase nennt man so etwas im Kontext der instinktiven Rohkost.

Über Skype bekam ich kurz nach der Mahlzeit einen Link auf ein Youtube-Video geschickt, von dem mich vor allem die ersten Minuten fasziniert haben. Es wurden nämlich Zitate und Gedichte deutscher Dichter über Bäume vorgetragen. Diese drei haben mich besonders berührt:

Will dir den Frühling zeigen

Will dir den Frühling zeigen,
der hundert Wunder hat.
Der Frühling ist waldeigen
und kommt nicht in die Stadt.

Nur die weit aus den kalten
Gassen zu zweien gehn
und sich bei den Händen halten
dürfen ihn einmal sehn.

Rainer Maria Rilke

Die Wälder schweigen

Die Jahreszeiten wandern durch die Wälder.
Man sieht es nicht. Man liest es nur im Blatt.
Die Jahreszeiten strolchen durch die Felder.
Man zählt die Tage. Und man zählt die Gelder.
Man sehnt sich fort aus dem Geschrei der Stadt.

Das Dächermeer schlägt ziegelrote Wellen.
Die Luft ist dick und wie aus grauem Tuch.
Man träumt von Äckern und von Pferdeställen.
Man träumt von grünen Teichen und Forellen
Und möchte in die Stille zu Besuch.

Die Seele wird vom Pflastertreten krumm.
Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden
und tauscht bei ihnen seine Seele um.
Die Wälder schweigen. Doch sie sind nicht stumm.
Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden.

Man flieht aus den Büros und den Fabriken.
Wohin, ist gleich! Die Erde ist ja rund!
Dort, wo die Gräser wie Bekannte nicken
und wo die Spinnen seidne Strümpfe stricken,
wird man gesund.

Erich Kästner

Bäume sind Heiligtümer

Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiss, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht Lehren und Rezepte, sie predigen, um das einzelne unbekümmert, das Urgesetz des Lebens.

Ein Baum spricht: In mir ist ein Kern, ein Funke, ein Gedanke verborgen, ich bin Leben vom ewigen Leben. Einmalig ist der Versuch und Wurf, den die ewige Mutter mit mir gewagt hat. Einmalig ist meine Gestalt und das Geäder meiner Haut; einmalig das kleinste Blätterspiel meines Wipfels und die kleinste Narbe meiner Rinde. Mein Amt ist, im ausgeprägten Einmaligen das Ewige zu gestalten und zu zeigen.

Ein Baum spricht: Meine Kraft ist das Vertrauen. Ich weiss nichts von den tausend Kindern, die in jedem Jahr aus mir entstehen. Ich lebe das Geheimnis meines Samens zu Ende, nichts anderes ist meine Sorge. Ich vertraue, dass Gott in mir ist. Ich vertraue, dass meine Aufgabe heilig ist. Aus diesem Vertrauen lebe ich.

Wenn wir traurig sind und das Leben nicht mehr gut ertragen können, dann kann ein Baum sprechen: Sei still! Sieh mich an! Leben ist nicht leicht, leben ist nicht schwer! Das sind Kindergedanken.

Bäume haben lange Gedanken, langatmige und ruhige, wie sie ein längeres Leben haben als wir …

Hermann Hesse

Habe ich schon einmal im Tagebuch erwähnt, dass eines der Lieder, die mich als Kind am meisten berührt haben, das Lied „Mein Freund der Baum“ von Alexandra war? Immer wieder habe ich Bäume um Hilfe gebeten, wenn ich nicht weiter wusste. Eine uralte Fichte war geduldige Zuhörerin in meinen Kinder- und Jugendjahren, Pappeln haben mir geholfen, mein Traumhaus in Liersberg zu finden und eine Tanne, das Haus in Mertesdorf. Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden, das ist für mich nicht nur eine Zeile in einem Gedicht, das ist für mich eine Tatsache.

Nachmittags waren wir unterwegs und haben uns eine Ferienwohnung angeschaut, in der gestern noch Gäste untergebracht waren. Sie hat uns nicht nur sehr gut gefallen, wir konnten mit den Vermietern auch einen fairen Preis aushandeln, so dass sie unser nächstes Domizil in Oberstdorf sein wird. Der Blick von der Straße, in der die Ferienwohnung liegt, auf das Rubihorn:

Blick_vom_Plattenbichl_aufs_Rubihorn

Obwohl der Winter Oberstdorf gerade wieder recht fest im Griff hat, der Frühling lässt sich nicht mehr aufhalten:

Blaukissen

Eine Pomelo von 850 Gramm bildete um 18.50 Uhr eine Zwischenmahlzeit. Das Abendessen fand von 21.15 bis 21.50 Uhr statt und bestand aus 140 Gramm Feldsalat, 90 Gramm Knochenmark und 300 Gramm fettem Fleisch vom Rind. Als Betthupferl habe ich mir eine Dokumentation über den „Grandes Jorasses“, einem mehrgipfligen Berg im Mont-Blanc-Massiv an der Grenze zwischen Frankreich und Italien, angeschaut: