Archiv für die Kategorie ‘Wandern’

geschrieben von Susanne am 30. August 2017 um 23.34 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Vegane Rohkost
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Meine Pläne für den heutigen Tag sahen Folgendes vor: Am Vormittag einkaufen und Gartenarbeit, später eventuell die Schuhe vom Schuster abholen und ein bisschen Hausarbeit. Doch meine Pläne änderten sich: Gegen 9.30 Uhr hatten Guido und ich uns nämlich entschlossen, in der Schweiz, genauer gesagt im Alpstein, einem Bergmassiv im Appenzell, auf Tour zu gehen. Tourenziel sollte der Hundstein, ein 2157 Meter hoher Gipfel, sein. Die geplante Tour sah den Anstieg von der Südseite vor, die wir von Wasserauen aus über den Marwees, einem Berggrat mit einer Maximalhöhe von 2056 Metern, erreichen würden. Den Gipfel des Hundsteins würden wir über leichte Kletterei, bei der wir allerdings mit Steinschlag rechnen müssten, über einen T5-Wanderweg erreichen.

Das schien auch für mich machbar zu sein! Ausgangspunkt unserer Tour war der Ausflugsparkplatz bei Wasserauen. Von dort aus starteten wir um 11.20 Uhr, die Rucksäcke bepackt mit Regenklamotten (für den Abend waren Regenschauer vorhergesagt, von denen wir allerdings verschont wurden), Sturzhelm und ganz viel Trinkwasser. Die ersten eineinhalb Kilometer der Strecke waren uns von einer DAV-Tour zur Meglisalp bekannt. Hier herrschte reger Verkehr im Auf- und Abstieg. Aber auf dem Pfad hinauf zur Bogartenlücke waren wir dann allein unterwegs:

Rund drei Kilometer und 800 Höhenmeter waren von Wasserauen aus bis zur Lücke zu überwinden. Obwohl uns ein herrliches Panorama begleitete, fotografierte ich auf diesem Streckenabschnitt kaum etwas. Ich war nämlich voll und ganz damit beschäftigt, hinter Guido herzukommen! Ohne meine Fotografiererei (und ohne Futterei!) waren wir relativ schnell, das heißt nach rund eineinhalb Stunden an der Scharte. Das Panorama von der Lücke aus Richtung Süden:

Nach einem kurzen Abstieg ging es über Gras anfangs sehr, dann etwas mäßiger steil hinauf auf den Marwees:

Der Grat:

Das Gipfelkreuz, das allerdings nicht den höchsten Punkt des Grates markierte, rechts davon war der Schäffler, links der Altmann zu sehen:

Den Grat entlangzuwandern war wunderschön, rechter Hand lagen Säntis und Schäffler, linker Hand waren die steilen Felswände von Hüser und Hochhus sowie die Kreuzberge zu sehen. Am Ende des Grats lag der Säntis direkt vor uns:

Hier kam der Hundstein, unser Tourenziel, ins Blickfeld:

Ein schmaler Pfad schlängelte sich hinauf zum unteren Hundsteinkamin. Am Fuße des Kamins setzten wir die Helme auf, dann konnte die Kletterei beginnen:

Während Guido sich die ersten Meter nach oben stemmte, wartete ich wegen Steinschlaggefahr sicher hinter einem Felsen und konnte so noch einmal einen Blick auf den Marwees und die Strecke, die wir gekommen waren, werfen:

Kurze Zeit später begann auch für mich die Kletterei. In anderen Tourenbeschreibungen las ich am Abend, dass der Weg durch den unteren Kamin als recht mühsam empfunden wurde. Der mühsame und weitaus nervenaufreibendere Abschnitt begann aber für mich eigentlich erst mit der Kletterei durch den zweiten Hundsteinkamin. Zwei Gämsen zeigten uns, dass man hier am besten auf allen Vieren hochkam:

Gott sei Dank lösten sich beim Aufstieg der beiden keine Felsbrocken, die auf uns fallen konnten. Während wir noch warteten, bis sie außer Sichtweite waren, prasselten jedoch linker Hand einige Brocken an mir vorbei, die ein drittes Tier beim Abstieg nach unten ausgelöst hatte. Aber dann konnten wir losgehen bzw. loskrabbeln:

Das sah bei uns zwar nicht ganz so elegant aus wie bei den Gämsen, aber es erfüllte seinen Zweck! Guido an der Schlüsselstelle des oberen Kamins:

Ein großer Felsblock musste hier überklettert werden. Guidos Taktik funktionierte bei mir nicht, ich musste mir etwas anderes überlegen. Zuerst allerdings ohne Erfolg und ich war kurz davor, aufzugeben. Aber dann fand ich doch eine Lösung und quetschte mich am Felsen vorbei:

Die nächsten Meter bewältigte ich mit dem Mut der Verzweiflung, bis endlich ein Band vor uns auftauchte und wir den Kamin unter einem Felsvorsprung in gebückter Haltung verlassen konnten:

Die letzten Meter hinauf zum Gipfel über Schrofengelände waren ein Kinderspiel, obwohl es teilweise auch hier ziemlich steil nach unten ging:

Glücklich und stolz über die vollbrachte Leistung am Gipfel:

Nach einer kurzen Rast besprachen wir das weitere Vorgehen. Der Weg zurück durch die beiden Kamine war für uns beide undenkbar, so blieb nur der Abstieg hinunter zum Fälensee. Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig, denn der Abstieg bereitete uns keinerlei Schwierigkeiten. Nur ein paar Meter mussten wir noch einmal Hand an den Fels legen, um sicher abklettern zu können, dann ging es recht gemütlich weiter. Nun ja, so gemütlich wie T4-Wanderwege in der Schweiz waren! Der Blick hinunter auf den Fälensee:

Etwas oberhalb des Fälensees lag die Hundsteinhütte, wo wir kurz einkehrten, um die Wasservorräte aufzufüllen. Den Berggasthof Bollenwees ließen wir rechts liegen:

Unser Weg führte entlang einer imposanten Felswand, die mit Bohrhaken für Kletterer gespickt war, hinunter zum Weideboden der Rheintaler Sämtis auf 1317 Metern Höhe:

Von hier aus mussten wir noch einmal 400 Höhenmeter im Zickzack nach oben zurück zur Bogartenlücke gehen:

Der Abstieg erfolgte über den Aufstiegsweg und aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit recht zügig. Die letzten Meter zurück zum Parkplatz von Wasserauen:

Die Tour im Überblick:

Outdooractive gab für die Dauer der Tour sieben Stunden an, wir benötigten mit Pausen 8 Stunden und 20 Minuten. Fazit der Tour: Es war ganz klar keine Genusstour, abgesehen von der Wanderung über den Marwees. Diesen Streckenabschnitt hätte man sogar barfuß gehen können. Es war eine Abenteuertour ersten Ranges, jedenfalls für mich, bei der ich über mich selbst hinauswuchs. Ich war ziemlich stolz auf diese Leistung. :herz:

Zurück zu Hause ging es zuerst kurz zum Händewaschen ins Bad und dann zum Kühlschrank. Mein Hunger war nämlich enorm! Nach dem Verzehr von frischen Algen „Dulce“ und Tomaten folgten eine Dusche sowie Yogaübungen. Das tat nach der anstrengenden Tour sehr gut. Dabei stellte ich fest, dass die starke Dehnung, die ich während des Abkletterns in meinem linken Knie gespürt hatte (das Knie hatte ich mir im letzten Winter während eines Spaziergangs verletzt), zu einer Verbesserung der Beweglichkeit geführt hatte. Irgendetwas war bei der Dehnung wieder an seinen richtigen Platz gerutscht! Meine Mahlzeiten:

  • 9.10 Uhr: 640 Gramm Nektarinen
  • 18.15 Uhr: 10 Himbeeren
  • 21.15 Uhr: 50 Gramm Alge „Dulce“, 550 Gramm Tomaten
  • 23.00 Uhr: 400 Gramm Eisbergsalat, 590 Gramm Avocados „Fuerte“, 90 Gramm gekeimter Sesam

Am liebsten hätte ich nach der Tour ein großes Stück Fleisch gegessen, aber das hatte ich nicht im Haus. So mussten Avocados und Sesam meinen Hunger stillen.

PS: Am Abend las ich im SAC-Führer „Von Appenzell zum Walensee“, dass „Hund“ im Bergnamen ein verstärkender Kraftausdruck ist. Der Hundstein war also ein gewaltiger, schwieriger Berg! Der aus dem Jahre 1999 stammende Führer bewertete den Aufstieg durch die Felsschluchten übrigens als leicht. Das mag früher durchaus auch so gewesen sein, an zwei Stellen stießen wir nämlich auf Überreste eines ehemaligen Weges in Form einer Trittstufe und eines dicken Eisennagels. Die Trittstufe konnten wir zwar nicht mehr als Tritt nutzen, aber als Griff eignete sie sich ganz gut, ebenso wie der Eisennagel.

PPS: Guidos Tourenbericht: Marwees -> Hundstein

geschrieben von Susanne am 27. August 2017 um 23.02 Uhr
Kategorie: Barfußgehen, Ernährung, Omnivore Rohkost, Wandern in der Schweiz/Liechtenstein
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Heute waren wir zusammen mit sieben weiteren DAV-Mitgliedern auf dem 2310 Meter hohen Gauschla, einem Gipfel der Alviergruppe im Schweizer Kanton St. Gallen. Der Startpunkt war an einem gebührenpflichtigen Parkplatz mit dem Namen „Scheidweg“ oberhalb des Dorfes Oberschan:

So ziemlich genau um 8.00 Uhr ging es los, zuerst mäßig steil über den Vormsweg, dann über eine steile, mit Drahtseilen gesicherte Rinne die Flidachöpf hinauf bis zu den Weidehängen von Pania. Unser Tourenziel, der Gauschla:

Während eines kurzen Halts kamen wir hier aufs Barfußlaufen zu sprechen. Der Tourenleiter war selbst ein begeisterter Barfußläufer, so dass er nichts dagegen hatte, dass ich meine Schuhe auszog und barfuß weiterlief:

Kurze Rast:

Ein Blick auf den Alvier, einen Nachbargipfel des Gauschlas, am Horizont ist der Alpstein mit dem Säntis zu erkennen:

Der Gipfelanstieg:

Um 10.45 Uhr hatte ich es geschafft, ich stand barfuß auf einem Zweitausender, meinem ersten Barfußzweitausender: :froehlich:

Das Panorama war wieder einmal beeindruckend, auch wenn über vielen Gipfeln dunkle Wolken hingen. Richtung Westen, zum Walensee, sah es noch relativ hell aus:

Der Blick Richtung Süden zum Ringelspitz:

Der Blick nach Osten zum Panüelerkopf und zur Schesaplana:

Noch einmal die Gipfelregion:

Für den Abstieg zog ich die Schuhe wieder an. Erfahrungsgemäß lief es sich steil bergab mit nackten Füßen nämlich nicht besonders gut, es sei denn, man lässt sich sehr viel Zeit dabei. Aber dann wäre ich nicht mehr hinter den anderen hergekommen! Noch in der Gipfelregion, der Blick aufs Rheintal, den Bodensee und den Hohen Kasten:

Beim Überqueren eines Geröllhangs zwischen Gauschla und Alvier:

Es folgte ein kurzer Gegenanstieg hinauf zum Chemmi, einer Rinne zwischen Gauschla und Alvier:

Die Holztreppe am Chemmi:

Anschließend ging es in Serpentinen steil hinunter zur Berghütte Palfries. Dort herrschte reger Betrieb, aber wir fanden dann doch noch ein kleines Eckchen, wo wir uns zu einer kurzen Einkehr niederlassen konnten. Der Weg von der Berghütte zurück zu unserem Parkplatz führte anfangs durch dichtes Erlenbuschwerk. Hier thronte der Girenspitz, ein Nachbargipfel des Gauschlas, über uns:

Um 15.20 Uhr waren wir wieder am Parkplatz und um 17.30 Uhr zurück in Oberstaufen. Unsere Tour in der Übersicht:

Dieses Mal konnte ich die Tour nicht auf outdooractive.com eingeben, da sie über weite Strecken weglos verlief. Guidos GPS-Gerät zeigte folgende Daten an: Streckenlänge 12 Kilometer, Höhenmeter 1200, Dauer insgesamt 7 Stunden und 20 Minuten, Gehzeit 4 Stunden und 15 Minuten. Eine genaue Tourenbeschreibung von Guido findet man auf berg.fit: Gauschla (2310m).

Während der Tour bekamen wir immer wieder ein paar Regentropfen ab, gegen Ende regnete es sogar ziemlich heftig. Das änderte aber nichts am Wohlfühlfaktor, im Gegenteil: Lieber ein paar Regentropfen als brütende Hitze! Die Landschaft war auf jeden Fall wieder einmal traumhaft und wie so oft hatte ich das Gefühl, dies wäre eine der schönsten Touren, die ich je gegangen bin. Danke für dieses Erlebnis! So sahen meine Mahlzeiten aus:

  • 5.30 Uhr: 320 Gramm: Pfirsiche, 300 Gramm Zuckeraprikosen
  • etwa 10.00 bis 11.00 Uhr: einige Blaubeeren und Preiselbeeren
  • etwa 15.00 bis 16.00 Uhr: einige Preiselbeeren und Himbeeren
  • 17.50 bis 18.30 Uhr: 170 Gramm Kohlrabi, 360 Gramm Querrippe vom Rind (mehr Fleisch als Fett)
  • 21.45 bis 22.50 Uhr: 390 Gramm Eisbergsalat, 420 Gramm Avocados „Fuerte“, 90 Gramm gekeimter Sesam

Statt des trockenen Sesams gab es wieder einmal gekeimten, der hervorragend schmeckte. Vielleicht ziehe ich ja demnächst doch eher den gekeimten vor, wer weiß.

PS: Am Abend hatte ich über den Facebook Messenger einen netten Austausch mit einer veganen Rohköstlerin, die anscheinend seit 14 Jahren gut mit der veganen Rohkost zurechtkommt. Mittlerweile kann ich das sogar akzeptieren. Am Anfang meiner Umstellung von veganer auf omnivore Rohkost fiel mir das deutlich schwerer, nach dem Motto, was bei mir nicht gut gegangen ist, kann auch bei keinem anderen gut gehen. Ach ja, außer der Liebe zur Rohkost teilten wir auch die Liebe zu den Bergen! :herz:

geschrieben von Susanne am 23. August 2017 um 23.12 Uhr
Kategorie: Ernährung, Vegane Rohkost, Wandern in Österreich
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Um 6.15 Uhr hatte ich mich mit einer Vereinskameradin am Oberstaufner Bahnhof verabredet. Mit ihrem Auto fuhren wir dann nach Scheidegg: Der Parkplatz des Pfarrheims von Scheidegg war der allgemeine Treffpunkt für die heutige Tour. Um 7.00 Uhr ging es mit zwei Autos und acht Leuten weiter zur Furkapassstraße in Österreich. Von einem Parkplatz in der Nähe der Portla-Alpe aus starteten wir zu einer Wanderung auf den Hohen Freschen, einen 2004 Meter hohen Berg im westlichen Teil des Bregenzerwaldgebirges:

Der Blick zurück zur Alpe und auf die Furkapassstraße bis hoch zum Furkajoch nach einem kurzen Anstieg über die Weiden der Portla-Alpe:

Auf der Anhöhe war unser heutiges Gipfelziel zu sehen, der Hohe Freschen und links davon die Hohe Matona:

Anschließend wanderten wir recht gemütlich zur Gäviser-Höhe. Hier hatte man einen herrlichen Blick über die Gäviser-Alpe Richtung Süden:

Ich fand diesen Wegabschnitt ebenso wie den folgenden hinauf zum Matonajöchle wunderschön, auch wenn der Weg teilweise sehr feucht bzw. nass und damit matschig war. Aber man konnte gut von Stein zu Stein hüpfen, was mir sehr viel Spaß machte. Am Matonajöchle trennte ich mich kurz von der Gruppe und sprintete hinauf zum Gipfel der Hohen Matona (1998 Meter), während die anderen weiter Richtung Freschenhaus wanderten. Am Gipfel:

Wieder zurück am Matonajöchle, rechts im Hintergrund ist der Alpstein mit Säntis zu sehen:

Am Freschenhaus holte ich die Gruppe wieder ein:

Der Gipfel des Hohen Freschens, ein sehr beliebtes Ausflugsziel:

Von hier oben aus waren unzählige Gipfel der Alpen zu erkennen, die ich dank Peakfinder auch alle identifizieren konnte. Mit dabei waren die Gipfel der Nagelfluhkette, Hoher Ifen, Rote Wand, Sulzfluh, Ringelspitz, Tödi und Säntis, um nur einige zu nennen. Und der Bodensee war ebenfalls deutlich zu sehen:

Nach einer kurzen Gipfelrast ging es zurück zum Freschenhaus. Dort kehrten wir ein, für die anderen gab es eine Tasse Kaffee, für mich ein Glas Wasser. Da der Hinweg nicht von allen als so genial empfunden worden war wie von mir, nahmen wir ab der Gäviser Höhe eine alternative Route über die Gäviser- und die Altgerach-Alpe bis zur Furkapassstraße. Zwei Kilometer wanderten wir dann die Straße hinauf zum Furkapass, von dort aus waren es noch etwa 20 Minuten bis zu unserem Parkplatz. Ich sah später auf der Karte, dass wir den Asphalt hätten umgehen können. Noch geeigneter als Rückweg erschien mir jedoch eine Strecke über die Sünser-Alpe, da wären wir allerdings nicht mehr am Freschenhaus vorbeigekommen. Na ja, so oder so, es war eine wunderschöne, für mich sehr entspannende Wanderung in netter Gesellschaft und mit vielen netten Gesprächen. :herz: Und nicht zu vergessen, unterwegs war der Tisch von Mutter Natur reichlich gedeckt: Es gab Blaubeeren in Hülle und Fülle, Himbeeren und sogar ein paar Preiselbeeren. Alle Mahlzeiten des heutigen Tages:

  • 5.40 Uhr: 270 Gramm Mango „Kent“, 320 Gramm Zuckeraprikosen, 410 Gramm wilde Feigen (dunkel)
  • 10.00 bis 12.00 Uhr: unzählige Heidelbeeren
  • 14.00 bis 15.30 Uhr: ein paar Heidelbeeren und Himbeeren sowie wenige Preiselbeeren
  • 19.45 Uhr: 1090 Gramm Wassermelone
  • 21.30 bis 22.20 Uhr: 340 Gramm Eisbergsalat, 390 Gramm Avocados „Fuerte“, 140 Gramm Sesam

Am Abend tauschten Guido und ich die Erlebnisse der letzten Tage aus. Während ich in Deutschland und Österreich lockere Bergwanderungen unternommen hatte, hatte er zusammen mit drei anderen Bergliebhabern den Piz Badile, einen sehr markanten Berg der Bergeller Alpen im Süden des Kantons Graubünden in der Schweiz, über den Nordwestgrat erklommen. Ich konnte bei Guidos Schilderungen nur ehrfürchtig staunen! Aber als ob die Besteigung des Piz Badiles nicht abenteuerlich genug gewesen wäre, die kleine Gruppe hatte sehr, sehr großes Glück gehabt, dass sie nach der Besteigung nicht die Opfer eines gewaltigen Felssturzes geworden waren: Heftiger Bergsturz in Graubünden. Nun ja, zumindest waren alle Personen unverletzt geblieben, ein Auto war allerdings den Gesteinsmassen zum Opfer gefallen. Gott sei Dank aber nicht Guidos!

PS: Morgen ist auf jeden Fall ausschlafen und ein Ruhetag angesagt!

geschrieben von Susanne am 22. August 2017 um 23.11 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Vegane Rohkost
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Ich war wieder den ganzen Tag unterwegs, kam allerdings etwas früher nach Hause als gestern. Das war auch gut so, denn ich hatte am Abend so viele Dinge zu erledigen, unter anderem waren drei E-Mails zu beantworten und zwei Telefongespräche zu führen, dass ich darüber hinaus fast nicht zum Tagebuchschreiben kam! Deshalb gibt es heute nur eine abgespeckte Version meiner Erlebnisse: Um 9.00 Uhr bin ich von der südlich von Oberstdorf liegenden Alpe Eschbach über die Peters-Alpe, die Enzian-Hütte und die Rappensee-Hütte zum 2469 Meter hohen Rappenseekopf und zum 2425 Meter hohen Hochrappenkopf aufgestiegen:

Den Aufstieg zur Rappensee-Hütte kannte ich von der Besteigung des Hohen Lichts. Ich fand ihn auch heute wieder genial. An der Rappensee-Hütte:

Rechter Hand der Hütte lagen die beiden Gipfel, die ich besteigen wollte:

Erst ging es nach links hinauf zum Rappenseekopf. Der Blick zurück zum Großen Rappensee:

Ab und zu musste ich am Gipfelaufschwung des Rappenseekopfs Hand an den Fels legen, aber die Kletterei war harmlos und ohne besondere Schwierigkeiten. Am Gipfel:

Die Aussicht von hier war beeindruckend:

Der Gipfel des Hochrappenkopfs, den ich vom Rappenseekopf aus in 40 Minuten erreichte:

Hier verzehrte ich die mitgebrachten Zuckeraprikosen. Nach der Mahlzeit ging es ziemlich flott hinunter ins Tal. Nach drei Stunden Abstiegszeit stand ich an der Alpe Eschbach, fünfzehn Minuten später fuhr ein Bus zum Oberstdorfer Bahnhof und von dort aus ging es direkt mit dem Zug weiter nach Oberstaufen. Nach einer Mahlzeit mit lecker nach Erdbeeren schmeckenden Trauben war ich einkaufen und sah im Garten nach dem Rechten. Der Mahlzeitenüberblick:

  • 6.30 Uhr: 310 Gramm Mango „Kent“
  • 10.00 bis 11.00 Uhr: etliche Himbeeren
  • 13.20 Uhr: etwa 300 Gramm Zuckeraprikosen
  • 18.20 Uhr: 520 Gramm Weintrauben
  • 21.40 bis 22.50 Uhr: 200 Gramm Kohlrabi, 270 Gramm Eisbergsalat, 390 Gramm Avocados „Fuerte“, 120 Gramm gekeimter Sesam

Der gekeimte Sesam schmeckte heute erstaunlich gut. Gott sei Dank, denn sonst hätte ich ihn entsorgen müssen. Denn ich esse schon seit ewigen Zeiten nur noch Lebensmittel, die mir wirklich schmecken!

PS: Morgen geht es mit dem DAV auf den Hohen Freschen. Ich hoffe, dass am Abend nicht wieder so viele Dinge anliegen wie heute.

geschrieben von Susanne am 21. August 2017 um 23.50 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Omnivore Rohkost
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Heute war ich allein auf Tour, geplant hatte ich eine Besteigung des Rauhecks. Das Rauheck (auch Rauhegg) ist ein 2384 Meter hoher Berg in den Allgäuer Alpen in der Nähe von Oberstdorf. Zurück nach Oberstdorf sollte es über den Eissee und das Oytal gehen. Eine Vereinskameradin hatte diese Tour vor ein paar Tagen gemacht und auf Facebook eine Tourenbeschreibung und Bilder veröffentlicht, so dass ich ungefähr wusste, was auf mich zukommt: Eine Strecke von etwa 28 Kilometern und 1600 Höhenmetern und eine herrliche Bergwelt drum herum. Aber da ich allein unterwegs war, war ich auch offen für eventuelle Planänderungen. Und die gab es dann tatsächlich! Aber erst einmal ging es wie geplant um 7.45 Uhr vom Oberstdorfer Bahnhof aus über Dietersberg nach Gerstruben. Der Blick von Dietersberg ins Trettachtal, im Hintergrund sind rechts die Trettachspitze und links der Kratzer zu sehen:

Der Himmel war fast während der ganzen Tour bedeckt, aber wie gestern fand ich das sehr angenehm. Um 9.50 Uhr war ich nach 10 Kilometern und 500 Höhenmetern an der Dietersbach-Alpe:

Von der Alpe aus ging es weitaus steiler als bisher (450 Höhenmeter auf einer Strecke von 1,4 Kilometern) hinauf zum Älpelesattel, im Hintergrund sind die Spitzen der Höfats zu sehen:

Vom Älpelesattel bis hinauf zum Rauheck waren weitere 600 Höhenmeter auf einer Strecke von 1,9 Kilometern zu überwinden. Hier bin ich nicht besonders schnell vorwärts gekommen, da viele Blaubeeren am Wegesrand wuchsen, an denen ich nicht achtlos vorbeigehen konnte und wollte. Ein paar Preiselbeeren fanden ebenfalls den Weg in meinen Magen. Etwa auf halber Strecke vom Älpelesattel zum Gipfel überholte ich trotzdem zwei andere Wanderer, Mutter und Sohn. Sie wollten zur Kemptner-Hütte und brachten mich auf die Idee, ebenfalls zur Hütte zu wandern, um dort zu übernachten. Dieses Bild von mir verdankte ich dem Sohn:

Auch wenn der Himmel bedeckt war, vom Gipfel des Rauhecks aus hatte man eine wunderbare Sicht auf nahe und entfernt liegende Gipfel. Der Kegelkopf (rechts im Bild), ganz klein am Horizont ist unter anderem der Hohe Ifen zu erkennen:

Die Höfats im Vordergrund und Nebelhorn sowie Hindelanger Klettersteig im Hintergrund, rechts der Schneck:

Großer und Kleiner Wilder und Höllhörner, auf der Hochebene ist die Käser-Alpe zu sehen:

Der Blick über die Jochspitze zum Hochvogel:

Das Zugspitzmassiv, weit entfernt, aber doch gut zu erkennen:

Der Blick über das Gipfelplateau des Rauhecks zu Marchspitze, Großem Krottenkopf, Muttlerkopf, Öfnerspitze, Mädelegabel und Trettachspitze (von links nach rechts), im Vordergrund sah man das Kreuzeck:

In diese Richtung ging es für mich nach der Planänderung weiter. Ein Blick auf das Geröllfeld, das im weiteren Wegverlauf zu überqueren war und den Fürschießersattel:

Hier lag das Geröllfeld direkt vor mir:

Die Überquerung bereitete mir keinerlei Schwierigkeiten, ebenso wenig wie der Aufstieg zum Fürschießersattel, der streckenweise mit Drahtseilen gesichert war. Die Kemptner-Hütte tauchte aus den Wolken auf:

Die Kemptner-Hütte in greifbarer Nähe:

Beim Anblick der vielen Menschen, die hier herumwuselten, löste sich mein Plan, hier zu übernachten, rasch in Luft auf. Und laut Hinweistafel waren es eh nur noch knapp vier Stunden bis Oberstdorf, das hieße, dass ich noch früh genug in Oberstdorf sein würde, um einen Zug nach Oberstaufen zu bekommen. Dass die Entscheidung, nicht auf der Hütte zu übernachten, goldrichtig war, zeigte sich während des Abstiegs mehr als einmal. Es waren nämlich wahre Heerscharen auf dem Weg zur Hütte unterwegs, unter anderem vier größere Gruppen, so wie diese hier:

Wahrscheinlich wäre gar kein Plätzchen mehr für mich frei gewesen! 6,1 Kilometer und 850 Höhenmeter lagen zwischen der Kemptner-Hütte und Spielmannsau, einer Ansammlung von Häusern auf dem Weg nach Oberstdorf. Von hier aus fuhr ein Bus zurück nach Oberstdorf, den ich nur dank meines flotten Abstiegs erreichte. Glück für meine Füße, denn sonst hätten sie weitere 9 Kilometer auf Asphalt zurücklegen müssen. Dabei war die Tour mit über 26 Kilometern und gut 1800 Höhenmetern auch so schon lang genug:

So hatte ich außerdem die Gelegenheit, rechtzeitig vor Ladenschluss beim türkischen Obst- und Gemüsehändler einzukaufen, der wieder einmal besondere Leckerbissen zu bieten hatte: Zuckeraprikosen, Flugmangos, wilde Feigen und eine Traubensorte, die ich bisher nur im Konzer Biogarten genießen konnte. Ziemlich bepackt ging es um 18.30 Uhr mit dem Zug zurück nach Oberstaufen. Ich konnte gar nicht sagen, wie froh und dankbar ich war, direkt nach meiner Rückkehr unter einer warmen Dusche verschwinden zu können! Anschließend gab es eine üppige Mahlzeit mit Fleisch und Sesam. Alle Mahlzeiten im Überblick:

  • 5.00 Uhr: 720 Gramm Wassermelone
  • 10.30 Uhr: einige Himbeeren
  • 12.00 Uhr: reichlich Blaubeeren, ein paar Preiselbeeren
  • 15.00 Uhr: einige Himbeeren
  • 17.45 Uhr: etwa 300 Gramm Zuckeraprikosen, etwa 400 Gramm Bananen „Cavendish“
  • 22.15 Uhr: 160 Gramm Kohlrabi, 240 Gramm Eisbergsalat, 510 Gramm Fleisch vom Rind (mager), 100 Gramm Sesam

Vom Sesam probierte ich zuerst ein paar angekeimte Körner, die mir allerdings nicht sonderlich zusagten. Die trockenen fand ich dagegen sehr lecker!

PS: Die warme Dusche nach der Wanderung war genial, aber noch genialer wird es sein, in meinem eigenen Bett statt in einem Massenlager zu schlafen! :stern: