Archiv für September 2016

geschrieben von Susanne am 30. September 2016 um 21.48 Uhr
Kategorie: Barfußgehen, Ernährung, Omnivore Rohkost, Tierbotschaften, Wandern in Bayern, Wildpflanzen
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Die Diskussion über die Ernährung einer stillenden, sich vegan ernährenden Mutter lief heute munter weiter und auch ich habe mich nicht zurückhalten können, den ein oder anderen Kommentar abzugeben. Immerhin sind wir uns aber mittlerweile insofern einig, dass eine gesunde Lebensweise weit über den Aspekt der Ernährung hinausgeht. Ansonsten war es wieder einmal ein sehr harmonischer, friedlicher Tag mit einem netten, längeren Telefongespräch und einer wunderschönen Wanderung. Heute hatte ich auch endlich wieder den Impuls, barfuß zu gehen. Mit dem Barfußgehen hatte ich zu Beginn meiner körperlichen Krise nämlich ausgesetzt. Der Boden des Naturschutzgebiets „Kojenmoos“ ruft aber auch regelrecht nach direkter Kontaktaufnahme. Momentaufnahmen von der Tour (Imbergbahn Bergstation – Alpe Glutschwanden – Hubertushütte – Alpengasthof „Hörmoos“ – Alpengasthof „Hochbühl“ – Imberg-Alpe – Steibis, Ortsmitte):

kojenmoos_2

kojenmoos_1

kojenmoos_bachlauf

Der See an der Hubertushütte bzw. dem Alpengasthof „Hörmoos“:

hoermoos_see

pflanzen_im_see

Eine Wilde Karde an der Kräuter-Alp „Hörmoos“:

wilde_karde

Der lateinische Gattungsname der Wilden Karde „Dipsacus“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Ich bekämpfe den Durst“: Ihre Blätter sammeln Regenwasser und sind als Tränke und Badewanne bei Insekten und Vögeln sehr begehrt. Man sagt, dass Elfen dieses „Venusbecken“ als Schönheitsbad verwenden. Aber auch in der Naturheilkunde der Menschen findet dieses Wasser zur Reinigung und Stärkung Verwendung. Überprüfen konnte ich letztere Aussage leider nicht. Die Sonne der letzten Tage hatte die Wasserbecken zum Verschwinden gebracht. Barfuß über Weiden:

barfuss_ueber_weiden

Blick über die Nagelfluhkette:

nagelfluhkette

Eine unerwartete Begegnung mit einem weißen Kaninchen am Alpengasthof „Hochbühl“:

weisses_kaninchen

Die Botschaft des Kaninchens:

Wenn ein Kaninchen als Krafttier in Ihr Leben hoppelt, dann kündigt es eine fruchtbare und glückliche Zeit an. Als Rudeltier macht Sie das Kaninchen darauf aufmerksam, die Ihnen zuteilwerdende Fülle mit Anderen zu teilen, denn nur geteilte Freude ist doppelte Freude. Suchen Sie die Nähe zu anderen Menschen, so wie auch das Kaninchen die Nähe zu seinen Artgenossen sucht, weil es von Natur aus kein Einzelgänger ist. Das Krafttier Kaninchen weist aber auch auf Unschuld und Sanftmut hin.

Quelle: Krafttier Kaninchen: Ängstlicher Bote der Liebe

Der Blick auf Oberstaufen und Steibis während des Abstiegs zur Talstation der Imbergbahn:

imberg_abstieg

Genauso traumhaft wie unsere Tour war auch mein heutiger Speiseplan. Eine Leckerei löste die nächste ab:

  • 6.30 Uhr: 1020 Gramm Trauben „Sublima“
  • 10.00 Uhr: 100 Gramm Schlangengurke, 340 Gramm Eis(berg)salat, 510 Gramm Kakis
  • 13.15 Uhr: 420 Gramm frische Datteln „Barhi“
  • 19.15 bis 20.00 Uhr: 510 Gramm Eis(berg)salat, 170 Gramm Champignons, 270 Gramm fettes Fleisch und 90 Gramm Knochenmark vom Rind

Das Fleisch vom Rind stammte aus einer Beinscheibe und einem Stück Ochsenschwanz, das ich am Morgen bei meinem Metzger erstanden hatte. Vom Geschmack her war das Fleisch vom Ochsenschwanz sehr gut, wenn auch etwas umständlich zu essen. Da wird frau bei einem Stück Rumpsteak schon schneller satt! Heute stand mir aber der Sinn sowieso mehr nach Fett als nach Fleisch, wie an der üppigen Portion Knochenmark zu erkennen war. Knochenmark schmeckt einfach immer wieder genial.

geschrieben von Susanne am 29. September 2016 um 23.33 Uhr
Kategorie: Ernährung, Gesundheit, Omnivore Rohkost
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Über Facebook bin ich heute auf eine interessante Dokumentation über ein am Amazonas lebendes Volk, das Volk der Pirahã, gestoßen. Es ist eine ARTE-Dokumentation mit dem Titel Die Glücklichen des Amazonas. Dieses Volk kennt keine Vergangenheit und keine Zukunft, es lebt vollkommen im Hier und Jetzt. Die Sprache der Pirahã kommt daher auch ohne Zeitformen aus. Und Zahlwörter sind ebenfalls unbekannt. Nichts wird berechnet. Die Menschen dort sind so glücklich und zufrieden, dass sämtliche Missionsversuche bis jetzt gescheitert sind. Wozu braucht es einen Gott, wenn alles gut ist, so wie es ist?

Ich fand die Dokumentation faszinierend, aber das Ende auch ein bisschen traurig. Denn die brasilianische Regierung hat diesen Menschen Hilfe zuteilwerden lassen: Seit ein paar Jahren gibt es Toiletten, Strom und natürlich einen Fernseher. Das war es dann wohl mit einem glücklichen Leben im Hier und Jetzt. Aber vielleicht schaffen diese Menschen es ja, sich den Errungenschaften der modernen Zivilisation wieder zu entziehen. Zu wünschen wäre es ihnen. Mir gefällt das Leben, dass sie führen, jedenfalls sehr gut.

Aber mit meinem Leben bin ich im Moment eigentlich auch ganz zufrieden. Nur die weinseligen und bierseligen älteren Herrschaften, die uns immer wieder auf der Straße und im Bus begegnen, irritieren mich etwas. Manchmal sind sie sogar verkleidet und tragen Hüte mit Federn oder andere komische Sachen. Was zum Kuckuck haben diese Menschen mit mir zu tun? Nun ja, ich werde es schon noch herausfinden. Und dann kann ich ihre Aufführungen wahrscheinlich nicht nur gelassen, sondern auch mit Liebe betrachten.

Andererseits gibt es auch interessante und inspirierende Begegnungen, so wie auf unserer heutigen Tour: Vor uns lief auf einmal ein Mann rückwärts den Berg hinunter. Er hat mich damit an Momo von Michael Ende erinnert. Momo läuft ja auch einen Teil ihres Weges rückwärts und entkommt so den Grauen Herren. Sie kommt vorwärts, in dem sie rückwärts geht. Ich habe das Rückwärtsgehen als Mittel, um geistig vorwärts zu kommen, schon ein paar Mal ausprobiert. Zum Beispiel, als ich auf der Suche nach einem Haus für meine Familie war. Ich kann es daher nur wärmstens empfehlen. Dieser Mann hatte allerdings ganz profane Gründe, rückwärts zu gehen: Ein Arzt hat ihm das Rückwärtsgehen empfohlen, um bestimmte Beinmuskeln zu trainieren. Danke für diesen Hinweis, ich werde das Rückwärtsgehen als Beinmuskeltraining demnächst auch einmal ausprobieren.

Zu unserer heutigen Tour: Wir sind von der Bergstation der Hochgratbahn über den Seelekopf, die Seele-Alpe und die Schilpere-Alpe zur Talstation der Hochgratbahn gewandert. Vom Hochgrat aus hatte man heute eine traumhafte Fernsicht bis weit in die Schweiz hinein. Man konnte nicht nur den Säntis und die Churfirsten erkennen, sondern unter anderem auch das Finsteraahorn, mit 4274 Metern der höchste Gipfel der Berner Alpen und den Tödi, mit 3614 Metern der höchste Berg der Glarner Alpen. Vom Hochgrat bis zum Finsteraahorn sind es immerhin 180 Kilometer Luftlinie. Der Blick nach Süden in die Schweiz:

panorama_hochgrat

Der Blick über die deutschen Alpen, in der Mitte der Hochvogel:

hochgrat_panorama_mit_blick_auf_hochvogel

Auf dem Weg zum Seelekopf:

seelekopf_wanderweg

Die Weideflächen der Seele-Alpe:

seele_alpe_weiden

Die Hauskapelle der Schilpere-Alpe:

kapelle

Die Weiden der Unteren Lauch-Alpe:

weiden_untere_lauch_alpe

Die Atmosphäre war heute so traumhaft, dass wir nach unserer Rückkehr vom Hochgrat eine weitere kleine Tour auf den Kapf gemacht haben und dort den Sonnenuntergang und das Spiel der Wolken genossen haben:

kapf_sonnenuntergang

rosa_wolken_ueber_dem_kapf

So sahen meine Mahlzeiten aus:

  • 7.15 Uhr: 750 Gramm Dattel-Tomaten, 220 Gramm rote Paprika
  • 10.20 Uhr: 390 Gramm Kakis
  • 12.30 Uhr: 290 Gramm Eis(berg)salat, 370 Gramm frische Datteln „Barhi“
  • 16.00 Uhr: wilde Mahlzeit bestehend aus 40 Samenmänteln der mehrhundertjährigen Eibe
  • 17.45 Uhr: 140 Gramm Wasser und 310 Gramm Fleisch einer Kokonuss „Kopyor“
  • 21.30 bis 22.15 Uhr: 250 Gramm Champignons, 5 Gramm Lauch, 310 Gramm Eis(berg)salat, 310 Gramm Rumpsteak und 20 Gramm reines Fett vom Rind

Die beiden Kakis waren heute noch reifer als die gestrige, das Fruchtfleisch zerfloss regelrecht. Wahrscheinlich konnte ich deshalb heute mehr als gestern essen. Nach den Mahlzeiten mit den Kakis und den Datteln „Barhi“ hatte ich intensive himmlische Phasen: Mein sowieso andauernd vorhandenes Glücksgefühl wurde noch stärker. Vor der letzten Mahlzeit habe ich auf Facebook eine vegane, stillende Mutter über meine Erfahrungen zu den Themen Veganismus, Schwangerschaft und Stillzeit informiert. Aber so wie es aussieht, lassen sich manche Mütter noch nicht einmal durch die Aussicht, mit ihrem Kind auf der Intensivstation zu landen, vom veganen Irrweg abbringen. Nun ja, aufgrund der nächtlichen Fleischmahlzeit werde ich wahrscheinlich trotzdem eine ruhige Nacht verbringen. Die beruhigende Wirkung von Fleisch wird wahrscheinlich nur noch von einem Stück Leber übertroffen.

geschrieben von Susanne am 28. September 2016 um 22.42 Uhr
Kategorie: Ernährung, Omnivore Rohkost, Wandern in Bayern
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Manch einer wird sagen, dass wir ja eigentlich gar nicht „richtig“ in den Bergen wohnen. Aus der Sicht eines Schweizers, der von Viertausendern umgeben ist, mag das sogar stimmen. Aber aus der Sicht eines Norddeutschen Küstenbewohners leben wir sogar in hochalpinem Gelände. So kann ich also mit gutem Gewissen schreiben, dass ich heute meinen ersten Geburtstag in den Bergen gefeiert bzw. erlebt habe. Da im Grunde genommen im Moment jeder Tag meines Lebens ein Feier- oder Festtag ist, ist dieser Tag gar nicht so viel anders verlaufen als andere Tage des Jahres. Abgesehen von den vielen Glückwünschen, die ich erhalten und über die ich mich sehr gefreut habe. Vielen Dank dafür!

Ein paar Überraschungen, die den Tag zu einem besonderen Tag gemacht haben, gab es aber doch. So bekam ich gleich am frühen Morgen einen Anruf wegen eines Minijobs, für den ich mich beworben hatte. Im Obst- und Gemüseladen gab es die ersten Kakis, „richtige“ Kakis mit einer einwandfreien Sperre, wie ich später feststellen konnte. Und Guido hatte die schöne Idee, heute die Nagelfluhkette von Immenstadt aus zu erkunden. So sind wir um 11.35 Uhr mit dem Bus vom Oberstaufner zum Immenstädter Bahnhof gefahren und dort mit der Mittagbahn auf den Mittagberg geschaukelt. Die „Bahn“ ist nämlich eigentlich ein Sessellift. Am Gipfelkreuz des Mittagbergs:

mittagberg_gipfelkreuz

Das Panorama:

mittagberg_panorama

Hier habe ich die Kakis getestet und für gut befunden:

mittagessen_am_mittagberg

Sie waren perfekt reif, aber mehr als eine ging nicht. Eine kleines Stück musste ich sogar übrig lassen, weil es im Mundraum arg pelzig wurde. Zum Sattwerden habe ich hinterher etwa 500 Gramm Bananen „Cavendish“ gegessen. Nach der Mittagspause am Mittagberg sind wir über das Bärenköpfle, den Steineberg, die Gund- sowie die Mittelberg-Alpe und zum Schluss entlang des Steinebachtobels zurück zum Immenstädter Bahnhof gelaufen. Die Streckenlänge betrug laut Runtastic-App, die wohlgemerkt nicht sehr genau ist, 14 Kilometer (400 Meter aufwärts, 1111 (!) Meter abwärts). Mit vielen kleinen Pausen zum Genießen und Fotografieren der Landschaft haben wir gut vier Stunden für diese Strecke benötigt. Alpine Kletterei am Bärenköpfle:

klettern_am_baerenkoepfle

Glücklich am Gipfel:

gipfel_baerenkoepfle

Nun ja, ganz so alpin wie auf den beiden Bildern ging es am Bärenköpfle dann doch nicht zu:

baerenkoepfle

„Richtig“ alpin wurde es erst auf dem Weg zum Steineberg. Aber das wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Mehr wie einen lockeren Spazierweg hatten wir hier nicht erwartet. Aber wer schwindelfrei war, konnte den Gipfel des Steinebergs sogar mit einer Leiter erklimmen:

steineberg_leiter

So sah der Blick von oben auf die Leiter aus:

steineberg_leiter_2

Der „Normalweg“ zum Gipfel:

steineberg_normalweg

Der Gipfel:

steineberg_gipfel

Auf den Hängen des Steinebergs:

am_steineberg

Ein Falke, der uns auf dem Weg vom Steineberg zur Gund-Alpe seine Flugkünste vorführte:

falke

Seine Botschaft: Verbinde Schnelligkeit, Ausdauer und Geduld miteinander. Wie alle Greifvögel symbolisiert er Freiheit. Auf dem Weg zur Gund-Alpe:

steineberg_wanderweg

Die Weideflächen der Gund-Alpe:

weiden_gund_alpe

Der Fahrweg durchs Steinebachtal:

steinebachtal

Der letzte Streckenabschnitt verlief auf schmalen Pfaden durch den Tobel des Steinebachs. Genau zum richtigen Zeitpunkt, nämlich kurz vor der Abfahrt des Busses nach Oberstaufen (er fährt nur einmal in der Stunde) waren wir wieder am Bahnhof von Immenstadt. Der Abendhimmel bei unserer Ankunft in Oberstaufen war beeindruckend. In welche Richtung man auch sah, überall schwebten rosa Wolken:

oberstaufen_abendhimmel

Ein himmlischer Schlussakkord für unsere wunderschöne Tour. Das Mittagessen war nicht die einzige Mahlzeit, die ich heute zu mir genommen habe. Hier die vollständige Aufzählung:

  • 7.15 Uhr: 500 Gramm Tomaten „Variationen
  • 13.45 Uhr: etwa 200 Gramm einer Kaki, etwa 500 Gramm Bananen „Cavendish“
  • 18.00 Uhr: etwa 800 Gramm helle Trauben
  • 21.15 bis 22.00 Uhr: 360 Gramm Eis(berg)salat, 220 Gramm Champignons, 240 Gramm Rumpsteak vom Rind

Vom Fleisch hätte ich mehr essen können, aber mehr war nicht da. Nun ja, macht nichts, morgen gibt es Nachschub. Das war er also, mein erster Geburtstag in den Bergen. Von dieser Sorte darf es auch mehr geben!

geschrieben von Susanne am 27. September 2016 um 23.30 Uhr
Kategorie: Ernährung, Vegane Rohkost
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Um kurz nach 7.00 Uhr saßen Guido und ich in der Küche und haben gemeinsam gefrühstückt. Das kommt eigentlich so gut wie nie vor. Denn entweder ist nur einer von uns beiden um diese Uhrzeit schon wach oder aber nur einer hat Lust, so früh etwas zu essen. Das bin dann meistens ich. Für mich gab es viele rote und ein paar gelbe Tomaten (zusammen 490 Gramm), rote Spitzpaprika (200 Gramm) und grünen Eis(berg)salat (360 Gramm). Unser gemeinsames Frühstück war aber nur der Anfang von einigen weiteren außergewöhnlichen Ereignissen des heutigen Tages. Außergewöhnlich war zum Beispiel auch, dass ich auf die Idee kam, mir am Vormittag die Haare zu waschen. Das mache ich sonst immer am Abend. Und später fanden wie vorgestern wieder nur weiße Kleidungsstücke Gnade vor meinen Augen. Auch wenn ich helle Kleidungsstücke liebe, ganz in Weiß laufe ich doch eher selten herum.

Weiß gekleidet ging es also auf die heutige Einkaufstour. Ich wollte nicht nur Lebensmittel kaufen, sondern auch eine neue Bauchtasche. Die schwarze, die ich habe, fühlte sich nämlich schon seit vorgestern nicht mehr gut an, warum auch immer. Im ersten Laden, einem Sportgeschäft, hatte ich keinen Erfolg. In der passenden Größe gab es nur schwarze Modelle. Aber beim Verlassen des Sportgeschäfts fiel mein Blick auf einen gegenüberliegenden Laden mit einigen über und über mit Taschen beladenen Ständern vor der Tür. Der Laden war mir bisher noch nie aufgefallen, aber ich wollte ja bisher auch nie eine Tasche kaufen. Im Inneren war es genauso überfüllt wie vor dem Laden und ziemlich dunkel. In der hintersten Ecke saß ein Mann mit südländischem Aussehen und fragte mich, ob er mir helfen könne. Dem Akzent nach war er türkischer Herkunft. Kaum hatte ich meinen Wunsch geäußert, da sprang er auf, eilte nach draußen und verschwand aus meinem Blickfeld. Etwas verdutzt ging ich ihm nach und sah sein Hinterteil aus einem Lieferwagen herausschauen. Kurze Zeit später tauchte er mit mehreren Bauchtaschen über dem Arm wieder auf. Das seien seine letzten Modelle, alle anderen habe er schon verkauft, sagte er.

Nun, die, die ich haben wollte, hatte er zum Glück nicht verkauft. Eine wundervolle rote Bauchtasche in genau der Größe und Form wie meine schwarze:

bauchtasche_rot

Klar, dass ich sie sofort gekauft habe! Erst hinterher habe ich gesehen, dass mitten auf der Tasche ein „OM“ steht, genau wie auf den kleinen roten Knöpfen der Reißverschlüsse. So ging es am Nachmittag wie vorgestern ganz in Weiß, aber dieses Mal mit einer roten statt einer schwarzen Bauchtasche, auf den Hochgrat. Und statt zum Gipfel des Hochgrats sind wir heute zum Seelekopf gewandert:

seelekopf

Auf dem Weg zum Gipfelkreuz:

seelekopf_gipfelkreuz

Zuerst hatten wir uns überlegt, über die Seelealpe abzusteigen. Aber dieser Weg ist bei Nässe, in den Bergen hatte es über Nacht geregnet, nicht so angenehm zu gehen. Deshalb haben wir von dieser Idee lieber Abstand genommen und sind über den Fahrweg, der Talstation und Bergstation der Hochgratbahn verbindet, nach unten gepilgert. So kam es, dass wir heute sogar zweimal die Porta Alpinae, das Tor zu anderen Welten, durchschritten haben:

porta_alpinae_4

So überfüllt wie es am Hochgrat am Sonntag war, so leer war es heute. Und auch wenn es am Sonntag wunderschön hier war, einsam bzw. zweisam und allein fühlte ich heute die Kraft und Energie dieser Landschaft sehr viel deutlicher. Zwischen Oberer und Unterer Lauch-Alpe:

hochgrat_weiden

Zusammen mit einem meiner Lieblingsbäume, einer Buche:

zweisamkeit_mit_buche

Schon fast im Tal:

untere_lauch_alpe_weiden

Nach unserem Ausflug kam es zu keinen weiteren außergewöhnlichen Vorkommnissen mehr. Es sei denn, man zählt meine letzten beiden Mahlzeiten dazu. Über mein Frühstück habe ich ja schon berichtet, so sahen die übrigen Mahlzeiten aus:

  • 13.00 Uhr: 980 Gramm helle Trauben
  • 18.30 Uhr: 310 Gramm Wasser und 330 Gramm Fleisch einer Kokosnuss „Kopyor“, 460 Gramm Eis(berg)salat
  • 22.45 Uhr: 140 Gramm frische Datteln „Barhi“, 640 Gramm Bananen „Cavendish“

Eigentlich kann man die letzten beiden Mahlzeiten wirklich als außergewöhnlich bezeichnen. Kokosnuss „Kopyor“ gab es zwar dieses Jahr schon ein paar Mal, aber ich habe sie, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, noch nie mit Salat kombiniert. Eine Mahlzeit mit frischen Datteln „Barhi“ kann man auf jeden Fall als außergewöhnlich bezeichnen. Diese Delikatesse gibt es nämlich nur wenige Wochen im Jahr. Zusammenfassend lässt sich sagen: Viele außergewöhnliche Ereignisse ergaben einen außergewöhnlichen, unvergesslichen Tag.

PS: Ich habe übrigens nicht alle außergewöhnlichen Ereignisse aufgezählt. Sonst wäre der Eintrag viel zu lang geworden.

Nachtrag: Ich habe erfahren, dass am 25. und 27. September Portaltage waren. Portaltage sind laut Angaben der Seite allesistenergie.net im Maya-Kalender als besonders engeriereiche Tage verzeichnet. Ach, deshalb bin ich in Weiß herumgelaufen!

geschrieben von Susanne am 26. September 2016 um 23.07 Uhr
Kategorie: Ernährung, Omnivore Rohkost, Spirituelles
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Der lokale, stechende Schmerz war auch heute noch zu spüren, allerdings hat er mich nicht weiter in meinen Aktivitäten behindert. So habe ich aufgeräumt und geputzt, war einkaufen und am späten Nachmittag längere Zeit an der frischen Luft unterwegs:

oberstsaufen_mit_staufen

sinswang

abendstimmung

Außerdem habe ich am Vormittag meine gestern begonnenen Recherchen über Wilhelm Reich, zu denen mich Matthias durch einen seiner Beiträge inspiriert hat, mehr oder weniger abgeschlossen. Nicht, dass man in zwei Tagen das Werk Wilhelm Reichs vollständig erfassen könnte, aber ich verliere schnell das Interesse an einer Person und ihrem Werk, wenn das persönliche Leben in Widerspruch zu den theoretischen Erkenntnissen steht.

So habe ich mir die Frage gestellt, was ich wohl über Themen wie allumfassende Liebe und Lebensenergie von jemandem lernen kann, der sein Leben in einem Gefängnis beendet hat. Angeblich auch noch mit einem Herzinfarkt. Wahrscheinlich nicht unbedingt das für mich Passende. Aber immerhin weiß ich jetzt, was ein Orgonit ist bzw. sein soll: Es ist ein Kunstprodukt aus Kunstharz, Edelsteinen und Edelmetallen. Der Name „Orgonit“ leitet sich vom Begriff Orgon ab. Reich hat damit die Lebensenergie beschrieben, die in anderen Kulturen auch als Chi, Prana oder Odem bezeichnet wird.

Ein Orgonit soll in der Lage sein, die Lebensenergie zu reinigen und wieder zum Fließen zu bringen. Entwickelt wurde dieses Kunstprodukt nicht von Reich selbst, sondern vom amerikanischen Ehepaar Don und Carol Croft. Es stellt im Prinzip eine Weiterentwicklung von Reichs Orgonakkumulator. Was soll ich sagen, ich halte es für sinnvoller, die Ernährung auf Rohkost umzustellen, um die persönliche Lebensenergie wieder zum Fließen zu bringen. Und um einen Raum mit Lebensenergie aufzuladen, reicht es wahrscheinlich, anständig zu lüften.

Nun ja, nachdem ich den Geschichten rund um Avalon auch keine große Begeisterung mehr abgewinnen konnte, bin ich also auf der Suche nach neuer Lektüre. Mal schauen, was mir in den nächsten Tagen begegnet. Bis auf zwei Avocados „Fuerte“, die aus Südafrika kamen, habe ich mich auch heute fast ausschließlich regional ernährt:

  • 10.30 Uhr: 800 Gramm Tomaten „Variationen“
  • 13.40 Uhr: 250 Gramm rote Paprika, 270 Gramm Eis(berg)salat, 350 Gramm Avocados „Fuerte“
  • 18.30 bis 19.00 Uhr: wilde Mahlzeit bestehend aus etwa 30 Samenmänteln einer Eibe, einem kleinen Apfel und der Blütenknospe einer Nachtkerze
  • 20.55 bis 21.35 Uhr: 210 Gramm Champignons, 310 Gramm Rumpsteak vom Rind, 360 Gramm Eis(berg)salat

Morgen wird die im Moment vor allem aus regionalen Lebensmitteln bestehende Lebensmittelpalette wieder einmal durch „exotische“ Lebensmittel erweitert: Bei Orkos hat die Saison der frischen Datteln „Barhi“ angefangen, da konnte ich nicht widerstehen. Und zwei Kokosnüsse „Kopyor“ habe ich auch bestellt.

PS: Nicht nur rohe Lebensmittel bringen die Lebensenergie zum Fließen, sondern auch ein Spaziergang durch Wald und über Wiesen. Und natürlich das Zusammensein mit Menschen, die einem in Liebe zugetan sind. So sehe ich das jedenfalls.