Archiv für Dezember 2015

geschrieben von Susanne am 31. Dezember 2015 um 23.59 Uhr
Kategorie: Ernährung, Omnivore Rohkost
Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someonePrint this page
(5) Kommentare
   
   
   

Das fette Lammfleisch hat genial geschmeckt, ohne Frage. Aber was danach kam, war die Hölle. Noch während der Mahlzeit hatten sich leichte Zahnschmerzen bemerkbar gemacht. Das ist nichts Ungewöhnliches und kommt immer mal wieder vor. Es betrifft meist einen Zahn im Unterkiefer, die Schmerzen verschwinden dann nach der Mahlzeit und alles ist gut.

Nicht so dieses Mal. Die Schmerzen wurden stärker und stärker, an eine Nachtruhe war nicht zu denken. Erst gegen 6 Uhr bin ich, als die Schmerzen etwas nachgelassen hatten, für etwa eine Stunde eingeschlafen, nur um danach wieder kerzengerade im Bett zu sitzen.

Auch tagsüber wurde es nicht besser. Weder Spülungen mit Salzwasser, noch Propolis halfen weiter. Eine kurze Besserung brachte nur ein Spaziergang gegen 15 Uhr, auf dem ich einige Hagebutten gegessen habe. Zurück zu Hause habe ich zwei Stunden später 200 Gramm Kohlrabi gegessen. Auch danach ging es besser, ebenso nach einer Mahlzeit mit 150 Gramm Yacon, die um 19.00 Uhr statt fand.

Um 22.00 Uhr habe ich dann beschlossen zu schauen, ob eine Mahlzeit mit Fleisch vom Reh ebenfalls Erleichterung verschafft und gut 400 Gramm gegessen. Während und kurz nach der Mahlzeit ließ der Schmerz tatsächlich nach, nur um nachher mit aller Intensität wieder zu kommen.

Ein Anruf meiner Mutter lenkte mich ein weiteres Mal ab: Ein Onkel von mir ist von seinem jahrelangen Leiden endlich erlöst worden. Eine amyotrophe Lateralsklerose hatte ihm und seiner Frau die letzten Jahre das Leben schwer gemacht. Auch wenn der Tod oftmals ein ungebetener Überraschungsgast ist, in diesem Fall war er von Herzen willkommen.

Nach dem Telefongespräch wurden meine Schmerzen unerträglich, so dass ich dem Rat meines Seelengefährten gefolgt bin und mir aus seiner Hausapotheke Schmerzmittel holen ließ. Tränen liefen über mein Gesicht, nicht nur vor Schmerzen, sondern auch aus Frustration darüber, sie nicht ohne Hilfsmittel in den Griff zu bekommen. Am liebsten wäre ich meinem Onkel gefolgt.

Kurz vor Mitternacht ließ der Schmerz wieder nach, so dass ich vorerst keine Tabletten genommen habe. Auch das in den letzten Minuten des Jahres beginnende Feuerwerk lenkte ein bisschen ab, so dass ich die Tabletten bis zur letzten Minute dieses Jahres unbenutzt in meinen Händen hielt.

geschrieben von Susanne am 30. Dezember 2015 um 23.44 Uhr
Kategorie: Ernährung, Omnivore Rohkost
Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someonePrint this page
(5) Kommentare
   
   
   

Heute Vormittag ging es wieder zurück nach Mertesdorf. Vor der Abfahrt „durften“ wir zum ersten Mal in diesem Winter die Autos von Eis befreien. Die Fahrt verlief abgesehen von einem kurzen Stau hinter Stuttgart störungsfrei. Ich habe die kurze Wartezeit um 12.40 Uhr genutzt, um in aller Ruhe etwa 500 Gramm Fenchel zu essen.

Statt wie sonst üblich auf der A6 über Kaiserslautern, bin ich heute auf der Bundesstraße 427 durch das Dahner Felsenland gefahren. Immer wieder ragten Felsformationen über den Bäumen empor, so wie hier:

Dahner_Felsenland

Später habe ich nachgelesen, dass viele dieser Felsformationen von Sportkletterern genutzt werden. Der Grund für den geänderten Routenverlauf war allerdings nicht die schöne Landschaft, die gab es sozusagen gratis dazu, sondern ein Kiste mit Yacon-Knollen, die ich direkt beim Erzeuger abgeholt habe:

Yacon_Knollen

450 Gramm dieser Knollen gab es um 16.15 Uhr am heimischen Küchentisch als zweite Mahlzeit des Tages. Kurz nach dem Essen bin ich nach Trier gefahren, um mir im Biogate Fleisch vom Lamm mit „richtig“ viel Fett zu besorgen. Der Bergkäse, den mein Partner gerne isst, riecht nämlich schon seit Tagen sehr anziehend. Wahrscheinlich ist es aber nicht der Käse an sich, der mich anzieht, sondern das Fett in dem Käse, d.h. tierisches Fett.

Ich hatte Glück, der Metzgermeister hatte ein passendes Stück für mich vorrätig. Den Großteil des gekauften Fleisches, nämlich 650 Gramm, gab es dann zwischen 20.30 und 21.15 Uhr zum Abendessen. Ich habe schon lange nicht mehr so leckeres Fleisch gegessen. Na ja, eigentlich müsste ich schreiben, ich habe schon lange nicht mehr so leckeres Fett gegessen!

Ich bin gespannt, ob der Bergkäse morgen immer noch so anziehend riecht. Wenn ja, ist guter Rat teuer – im wahrsten Sinne des Wortes. Dann würde ich mir nämlich wieder einmal Safus bestellen, die ja ebenfalls käseartig schmecken. Andererseits kann man sich fragen, ob der Verzehr einer afrikanischen Frucht dem Verzehr eines einheimischen Käses vorzuziehen ist. Zu Beginn meiner instinktiven Rohkost hätte ich noch mit einem klaren „Ja, aber sicher doch!“ geantwortet. Aber mittlerweile bin ich mir da gar nicht mehr so sicher.

Es gibt nämlich viele Rohköstler, die trotz Genuss zahlreicher exotischer Köstlichkeiten gesundheitlich auf der Stelle treten. Die Frage, ob man mit einheimischen oder zumindest regional angebauten Lebensmitteln besser fährt als mit Lebensmitteln aus fernen Ländern, muss im Moment allerdings noch offen bleiben. Das gilt meiner Meinung nach übrigens sowohl für die Rohkost als auch für die Kochkost: Die Lust auf vielfältige bzw. neue, unbekannte Genüsse bildet eine gemeinsame Schnittmenge zwischen Roh- und Kochkost.

geschrieben von Susanne am 29. Dezember 2015 um 23.33 Uhr
Kategorie: Ernährung, Vegane Rohkost
Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someonePrint this page
(2) Kommentare
   
   
   

Heute hatte ich nicht mehr das Bedürfnis, den ganzen Tag zu schlafen. Im Gegenteil, ich war schon um kurz nach 7.00 Uhr munter. Viel gab es um diese Uhrzeit in der Ferienwohnung nicht zu tun, aber Gott sei Dank hatte ich ja mein Strickzeug mitgenommen. Die erste Mahlzeit fand um 8.30 Uhr statt und bestand aus 240 Gramm Yacon. Um 10.30 Uhr hatten wir einen Besichtigungstermin für eine Wohnung. Sie liegt zentrumsnah, aber doch ruhig, genau das, was wir uns wünschen.

Es ist ein Neubau, der erst Anfang März bezugsfertig sein wird, aber damit könnten wir leben. Sie hat auf jeden Fall genug Platz für unsere Habseligkeiten, außerdem gehört ein Kellerraum und ein Stellplatz in der Tiefgarage dazu. Ob es zu der Unterzeichnung eines Mietvertrags kommt, wird sich allerdings erst im neuen Jahr zeigen. Um 11.30 Uhr habe ich 160 Gramm Champignons und 130 Gramm Feldsalat gegessen. Nach der Mahlzeit sind wir zu einem kleinen Spaziergang Richtung Moorschwimmbad bzw. Moorweiher aufgebrochen:

Oberstdorf_Moorweiher

In der Nähe des Moorweihers steht übrigens ein echtes Traumhaus:

Oberstdorf_Bauernhaus

Ist aber leider nur zum Angucken, nicht zum Mieten. Der Rückweg führte über die Wiesen im Süden von Oberstdorf:

Oberstdorf_Wiesen

Um 17 Uhr saßen wir im Kinosaal des LOFT und haben uns die Folge 7 von Star Wars, das Erwachen der Macht, angeschaut:

Es war, wie ich finde, eine gelungene Fortsetzung der Geschichte aus einer weit, weit entfernten Galaxis. Was mir besonders gut gefiel: Endlich taucht eine Frau auf, die das Zeug zu einem Jedi-Ritter von Format und nicht nur eine Alibi-Funktion im Rat hat. Die letzte Mahlzeit fand von 20.30 Uhr bis um 22.30 Uhr statt und war ein Resteessen, das aus 90 Gramm Feldsalat, 110 Gramm Haselnüssen und 90 Gramm Mandeln bestand.

geschrieben von Susanne am 28. Dezember 2015 um 23.34 Uhr
Kategorie: Ernährung, Vegane Rohkost
Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someonePrint this page
(0) Kommentare
   
   
   

In der Nacht hat mir meine in Australien lebende Schwester über WhatsApp das Bild eines Ringelbeutlers geschickt, den sie vor den Zugriffen einiger Vögel gerettet hat:

Ringelbeutler

Ringelbeutler sind nachtaktive Tiere und schlafen tagsüber. Am Abend wurde klar, dass ich mit diesem Bild wohl meinen heutigen Tagesablauf gezeigt bekommen habe: Ich habe den größten Teil des Tages mehr oder weniger schlafend bzw. ruhend verbracht.

Es fing schon damit an, dass ich erst um 12.15 Uhr aufgestanden bin. Um 13.00 Uhr gab es die erste Mahlzeit, die aus 420 Gramm Mispeln bestand. Am frühen Nachmittag habe ich es dann sogar geschafft, meinen Seelengefährten auf einer kleinen Einkaufsrunde zu begleiten. Wohl habe ich mich dabei nicht gefühlt. Oberstdorf steht nämlich ganz im Zeichen der Vierschanzentournee, ist voller Menschen, voller Lärm und merkwürdiger Energien. Also bin ich nach einer Mahlzeit mit 210 Gramm Kohlrabi und 180 Gramm Champignons um 15.30 Uhr wieder im Bett verschwunden. Und wie ich später erfahren habe, war das wohl das beste, was ich habe tun können, denn das energetische Chaos im Dorf war am späten Nachmittag und in den Abendstunden noch größer geworden.

Erst um 20.15 Uhr war ich wieder bereit, das Bett zu verlassen und habe kurz darauf mit der letzten Mahlzeit des Tages begonnen. Sie bestand aus 110 Gramm Feldsalat sowie 330 Gramm Haselnüssen und dauerte gut zwei Stunden. Während des Essens habe ich den Film „Frohes Schaffen – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral“ angeschaut:

Aus einem Artikel der Zeit über diesen Film:

Frohes Schaffen ist ein witziger Film, der einem die Lust auf sinnentleerte Erwerbsarbeit nimmt und anregt darüber nachzudenken, welche Tätigkeiten wirklich sinnhaft sind.

Die Tätigkeiten als Banker, Versicherungsmakler und Aktienhändler gehören mit Sicherheit nicht zu den wirklich sinnhaften Tätigkeiten. Um so verwunderlicher ist es, dass ausgerechnet diese Menschen über das größte Kapital verfügen, während Menschen, die einer sinnhaften Tätigkeit nachgehen, wie zum Beispiel Selbstversorger, ums finanzielle Überleben kämpfen müssen bzw. nur dank familiärer Unterstützung über die Runden kommen. Zum Nachtisch gab es einen Film mit dem Thema „Selbstversorgung“. Den Wunsch, sich mit Hilfe eines Hofs selbst versorgen zu können, haben ja auch viele Rohköstler. Für mich kommt das in der im Film gezeigten Form jedoch nicht mehr in Frage. Statt als Ackerbauer und Viehzüchter wäre ich lieber als Sammler und Jäger unterwegs:

Nicht das Streben nach Besitztümern, sondern der Gabentausch war das Kennzeichen von Jäger- und Sammlerkulturen:

Es gab drei Arten von Gabentausch: Zum einen war die Gabe Ausdruck der Solidarität, der Freundschaft und der engen Verwandtschaft. Die Gabe musste nicht oder zumindest nicht gleich oder in gleicher Höhe erwidert werden. Wenn nicht gleich eine Gegengabe erfolgte, war nicht gleich die persönliche Bindung gefährdet.

Mit Fremden ging man damals nicht ganz so liebevoll um:

Traf man dagegen auf einen Fremden, durfte man natürlich mit ihm feilschen. Man durfte ihn auch täuschen. Beides wäre in der Solidargemeinschaft undenkbar. Für die Gabe eines Fremden verlangte man als Ausgleich postwendend eine Gegengabe. Ein Mittelweg bestand im Ausgleich. Gaben mussten in gleicher Weise erwidert werden. Dies geschah meist zwischen Menschen, die sich nicht sehr nahe standen, die aber doch einen dauerhaften sozialen Kontakt unterhielten.

Nun ja, das wird man als Mensch, der erkannt hat, das alles Eins ist, wohl in Zukunft etwas anders handhaben. :stern:

geschrieben von Susanne am 27. Dezember 2015 um 23.57 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Gesundheit, Vegane Rohkost, Winterwanderungen
Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterEmail this to someonePrint this page
(0) Kommentare
   
   
   

Heute Vormittag um 11.00 Uhr hätten wir eine Wohnung besichtigen können. Den Termin hatte ich allerdings gestern Abend noch abgesagt, da wir bei der zweiten Außenbesichtigung gestern vor unserer Wanderung zum Freibergsee festgestellt hatten, dass der Verkehrslärm einer in der Nähe liegenden Hauptverkehrsstraße beträchtlich ist und die Wohnung aus diesem Grund für uns nicht in Frage kommt.

So konnten wir am Vormittag in aller Ruhe unseren nächsten Ausflug planen. Das Ziel war schnell gefunden: Es sollte hinauf aufs Nebelhorn, Richtung Sonne gehen. Um 12.45 Uhr sind wir mit der Bahn zum Höfatsblick und von dort aus wie am 13. Dezember zum Zeigersattel gewandert. Blick vom Zeigersattel auf den Seealpsee:

Seealpsee

Die Hütte des Seealpsees war unser nächstes Ziel:

Huette_Seealpsee

Während mein Seelengefährte den Abstieg Richtung See erkundet hat, habe ich es mir vor der Hütte gemütlich gemacht und ein Sonnenbad genossen:

Sonnenbad

Der Aufstieg war weniger mühsam und schweißtreibend als gedacht, so dass wir vom Zeigersattel aus wie beim letzten Mal einen weiteren Hügel erklommen haben, von dem wir aus der Ferne das Treiben der Ski- und Snowboardfahrer beobachten konnten:

Skigebiet_Nebelhorn

Viel schien nicht los zu sein. Warum, wurde uns schlagartig klar, als wir uns der Bahn näherten. Die meisten Skifahrer waren nicht mehr auf den Pisten, sondern vor der Nebelhornbahn anzutreffen:

Nebelhornbahn_Talfahrt

45 Minuten betrug die Wartezeit, bis wir endlich eine Gondel besteigen und Richtung Tal gleiten konnten. Ein wunderschöner Abendhimmel diente als kleines Trostpflaster für die lange Wartezeit:

Nebelhornbahn_Abendhimmel

Zurück im Basislager habe ich mich mit 530 Gramm Fleisch vom Hirsch gestärkt. Anschließend habe ich mir zwei Dokumentationen über das Thema Ernährung angeschaut: „Die Montagsakademie: Unser täglich Brot – wie die Ernährung Gesundheit und Altern beeinflusst“ und „Ist vegane Ernährung gesund?

In der ersten Dokumentation werden Untersuchungen vorgestellt, die im Tierversuch gezeigt haben, dass Spermidin, ein Polyamin, das in der Samenflüssigkeit, aber auch in Champignons, Zitrusfrüchten und Durian vorkommt, eine lebensverlängernde Wirkung auf Labortiere hat. Jetzt kann man sich fragen, ob es auch eine lebensverlängernde Wirkung auf frei lebende Tiere hat. Und auf den Menschen übertragen hieße das dann, dass es zwar eventuell eine lebensverlängernde Wirkung auf im Hamsterrad der Gesellschaft lebende Menschen hat, aber was ist mit denen, die aus diesem Hamsterrad ausgestiegen sind?

In der Dokumentation wurde auch wieder einmal erwähnt, dass Fasten eine lebensverlängernde Wirkung hat. Lässt man Labortiere regelmäßig fasten, erhöht das ihre Lebenerwartung selbst dann, wenn sie ungesund ernährt werden. Und sie schneiden sogar besser ab als Tiere, die angeblich gesund ernährt werden. Nur was versteht man hier unter einer „gesunden“ Ernährung und kann man Tiere, die unter Laborbedingungen leben, überhaupt gesund ernähren?

Und was gibt es zur zweiten Dokumentation zu sagen? Eigentlich nicht viel, es wurden die bekannten Probleme erörtert und zu Nahrungsergänzungsmitteln geraten, wenn man denn als Erwachsener unbedingt vegan leben möchte. Von einer veganen Ernährung bei Kindern wurde abgeraten. Die letzte Mahlzeit des heutigen Tages fand von 22.30 bis 23.50 Uhr statt und bestand aus 300 Gramm Fenchel und 260 Gramm Mandeln. Die aktuelle Entgiftungswelle klingt übrigens überraschend schnell ab und ich bin wieder einigermaßen fit.